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unterbrochene Hauptverhandlung

12.1.2004 Thema abonnieren
 Von 
pattex
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
unterbrochene Hauptverhandlung

Wer kann mir sagen ob eine Hauptverhandlung auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden kann.Mitten in der Beweisaufname wurden ohne erkennbaren Grund und ohne das irgendwelche Anträge gestellt wurden,alle Leute durch den Richter des Saales verwiesen und nach dem er er sich mit der Staatsanwaltschaft beraten hatte,alle ohne Angaben von Gründen mit den Worten"wir sehen uns alle in ein paar Monaten wieder"nach Hause entlassen.Wer hat eine Ahnung was dieses bedeuten kann und liegt hier vielleicht ein Verfahrensfehler vor.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1482x hilfreich)
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#2
 Von 
pattex
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort.Als Normalbürger bin ich ja nun entsetzt über solch eine Gesetzgebung.In diesem Fall kann nun die Staatsanwaltschaft nachbessern und sich noch irgendwelche Zeugen beschaffen damit sie den Prozess gewinnt.Nach Befragung der letzten Zeugen stand eigendlich fest,der Angeklagte ist unschuldig und die Zeugen der Anklage haben gelogen.Statt Freispruch kann nun der Staatsanwalt für seine nachweislich der Lüge überführten Zeugen(Polizisten)neue herzaubern und der Angeklagte ist Nese.****** Rechtssystem!

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#3
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1482x hilfreich)

Ich sehe da keine Benachteiligung, wenn beide (!) Seiten in einem Verfahren noch Zeugen benennen dürfen, die erst kurzfristig aufgetrieben werden konnten.

Wenn Sie vor einem Schuldspruch stünden und am letzten Verhandlungstag noch einen Entlastungszeugen fänden, würden Sie sich bitterlich beschweren, wenn Sie den nach StPO nicht mehr in den Prozeß einbringen dürften.

Allerdings scheint mir das von Ihnen beschriebene Verhalten auch sehr merkwürdig und zumindest dem ersten Anschein nach nicht von der StPO gedeckt.
So wie Sie es darstellen, verstößt das ganze gegen § 33 I StPO (und möglicherweise andere).

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#4
 Von 
pattex
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Soll ja jede Seite das Recht haben bis zur letzten Sekunde Beweismittel vorzulegen.Aber wenn in der Hauptverhandlung beide Zeugen der Anklage durch den Richter und durch andere Zeugen der Lüge überführt werden,müßte der Fairnis wegen mindestens irgend eine Begründung für die Neuansetzung der Hauptverhandlung durch den Richter gegeben werden.Ich bin überzeugt mit einem Rechtsanwalt wäre das Gericht nicht so umgesprungen.

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