Besitzer ist man wann?

Mehr zum Thema: Zivilrecht Rubrik, Besitz, Sachenrecht, verbotene, Eigenmacht
3,9 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
10

Weil "Besitz" ein Begriff ist, an den Rechtsfolgen geknüpft sind, ist es von entscheidender Bedeutung, wann genau Besitz vorliegt und wann nicht.

"Was sind denn das nun für Rechtsfolgen, die am Besitz hängen?" - Im Einzelnen wird bei den jeweiligen Rechtsfragen im Folgenden die Erheblichkeit des Besitzes dargestellt. Hier aber ein kurzer Überblick:

  • Ohne Besitzverschaffung (Übergabe oder Übergabesurrogat ) gibt es keine Übertragung von Eigentum an beweglichen Sachen.

  • Vom Nichteigentümer ohne Vollmacht kann der Gutgläubige Eigentum an einer beweglichen Sache erwerben, wenn dieser Nichteigentümer Besitzer ist. Gutgläubig ist derjenige, der davon ausgeht, dass er es mit dem Eigentümer zu tun hat. Der alte Eigentümer guckt in die Röhre. (Rechtsschein des Besitzes)

  • Der Besitzer hat gegen denjenigen, der ihn im Besitz stört, Abwehransprüche (unter Umständen sogar gegen den Eigentümer selbst).

  • Der Besitzer einer beweglichen Sache gilt als Eigentümer, bis etwas anderes bewiesen ist.

Dies macht deutlich: Ohne Besitz geht nicht viel, mit ihm eine ganze Menge!

1234
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Besitz
Seite  2:  Besitzer ist man wann?
Seite  3:  Unmittelbarer Besitz
Seite  4:  Andere Besitzformen
Seite  5:  Der mittelbare Besitz
Seite  6:  Ein Beispiel
Seite  7:  Besitzschutz
Seite  8:  Verbotene Eigenmacht
Seite  9:  Ansprüche wegen verbotener Eigenmacht
Seite  10:  Die Jahresfrist
Seite  11:  Besitz gegen Eigentum
Seite  12:  Zusammenfassung
Diskutieren Sie diesen Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Zivilrecht Sachenrecht - Worum es geht
Zivilrecht Prinzipien des Sachenrechts