Warnung vor der Cold-Call-Methode der Ekon Office Solutions GmbH

Mehr zum Thema: Verbraucherschutz Rubrik, Kaltaquise, rechtswidrige, Methode, Vertragsschluss, Werbe-Anrufe
0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Wir erhielten Hinweise auf Unerwünschte Werbe-Anrufe, sog. Cold-Calls von der Ekon Office Solutions GmbH aus Berlin zum Zwecke des Kaufvertragsschlusses.

Die Ekon Office Solution GmbH ist uns durch fragwürdige Verkaufsmethoden ins Auge gefallen. Das Unternehmen richtet sich ungefragt durch Initiativanrufe vorwiegend an unternehmerisch auftretende Abnehmer, bspw. Selbständigen-Büros, aber auch private Vereine, zum Zwecke des Verkaufs von Tintenpatronen.

Diese sog. Cold-Call-Methode, oder auch Kaltaquise, stellt einen Verstoß gegen das UWG dar, es handelt sich also um eine unlautere, rechtswidrige Verkaufsmethode. Hierbei hat der Angerufene die Kontaktierung zu Werbezwecken nicht ausdrücklich genehmigt und wird durch den Überraschungseffekt zum Abschluss von Verträgen gedrängt.

Carsten Herrle
seit 2010 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht
Harmsstr. 86
24114 Kiel
Tel: 04313053719
Tel: 04313053717
Web: http://www.ra-herrle.de
E-Mail:
Urheberrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Internetrecht

Die Ekon GmbH suggeriert bei Vertragsschluss, bei den angebotenen Tintenpatronen handele es sich um Markenware. Nach Lieferung der angeblich bestellten Ware, stellt man allerdings fest, dass man stark überteuerte No-Name Ware gekauft hat. Ein Widerrufsrecht hat der Betroffene nicht, denn § 355 BGB findet auf Kaufverträge zwischen zwei Unternehmern keine Anwendung. Die Rücknahme wird verweigert, eine Rücksendung der Tintenpatronen wird von der Ekon nicht angenommen. Der Kunde hat demnach nicht ohne weiteres die Möglichkeit sich vom Vertrag zu lösen.

Die Ekon GmbH zeigt zudem nach dem ersten erfolgreichen Geschäft zunehmende Aggressivität: So wird schon kurze Zeit nach der ersten Lieferung die Vorgehensweise wiederholt und der Angerufene zum Abschluss weiterer Kaufverträge über Tintenpatronen, an denen kein Bedarf besteht, überredet.

Sollten Sie einen Anruf von der Ekon GmbH erhalten, empfehlen wir das Gespräch sofort zu beenden. Vor allem ist dringend davon abzuraten auf irgendeine Frage mit "Ja" zu antworten, da sich in vergleichbaren Fällen gezeigt hat, das Cold-Call-Unternehmen Teile des Telefongesprächs aufzeichnen und auf diese Weise eine angebliche Zustimmung zu ihrem Kaufangebot fingieren.

Haben sie allerdings bereits Kontakt mit der Firma gehabt und sehen sich nun Zahlungsforderungen ausgesetzt sollten sie diesen nicht nachkommen. Auch sollten die Lieferungen der Tintenpatronen nicht angenommen werden. Die Ausübung eines Widerrufsrechts wird durch die Ekon zurückgewiesen werden, sodass eine übermäßige Kontaktaufnahme zwecklos sein wird. Es bleibt daher für den Betroffenen nur abzuwarten, ob die Ekon GmbH ihre angeblichen Forderungen gerichtlich durchsetzen wird.

123recht.net Tipp:

Schreiben Sie mit dem interaktiven Muster Ihre individuelle Klage gegen den Rundfunkbeitrag ohne anwaltliche Hilfe. Beantworten Sie die einfachen Fragen, drucken Sie den fertigen Text aus und reichen Sie die Klage ein.

Jetzt Klageschrift erstellen

Bei Erhalt eines Mahnbescheids oder einer Klage sollten Sie jedoch ohne Umschweife anwaltliche Hilfe aufsuchen!

Sie erreichen mich

telefonisch (0431 / 30 53 719),
per Fax (0431 / 30 53 718)
oder per email (contact@ra-herrle.de).

Mit freundlichen Grüßen
RA Carsten M. Herrle
Das könnte Sie auch interessieren
Verbraucherschutz Kundenbindung auf Zwang: Wenn der Vertragspartner eine Kündigung ignoriert
Verbraucherschutz Online-Händler können wegen Rechtswahlklauseln abgemahnt werden