Die Begünstigung

Mehr zum Thema: Strafrecht, Begünstigung, Hehlerei, Vortat, Anschlusstat
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§ 257 StGB [Begünstigung]

(1) Wer einem anderen, der eine rechtswidrige Tat begangen hat, in der Absicht Hilfe leistet, ihm die Vorteile der Tat zu sichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die Strafe darf nicht schwerer sein als die für die Vortat angedrohte Strafe.
(3) Wegen Begünstigung wird nicht bestraft, wer wegen Beteiligung an der Vortat strafbar ist. Dies gilt nicht für denjenigen, der einen an der Vortat Unbeteiligten zur Begünstigung anstiftet.
(4) Die Begünstigung wird nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt, wenn der Begünstiger als Täter oder Teilnehmer nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt werden könnte. § 248a gilt sinngemäß.

Bei der Begünstigung muss der Täter die Absicht haben, einem anderen dessen Vorteile, die dieser aus einer rechtswidrigen Vortat (z.B. Diebstahl ) erlangt hat, zu sichern. Der Begünstiger will verhindern, dass dem Vortäter dessen "Beute" entzogen wird. Es kann mitunter zu Schwierigkeiten kommen, dieses Delikt von der "Beihilfe an der Vortat" abzugrenzen.

Ob die Begünstigung Erfolg hat oder nicht ist völlig nebensächlich: Auch wenn die Begünstigung schief geht, ist der Täter nach § 257 strafbar. Es handelt sich bei dieser Straftat um ein Gefährdungsdelikt .

Ist die Vortat nur ein Antragsdelikt und somit ein Delikt, dass nur auf Strafantrag verfolgt werden darf (z.B. Hausfriedensbruch ), dann kann der Begünstiger auch nur verfolgt werden, wenn dieser Antrag des Hausherren vorliegt.

Beispiel für eine Begünstigung: Dem Dieb gestatten, dessen Diebesgut im eigenen Keller zu lagern, damit "Gras über die Sache" wachsen und dem Dieb die Beute nicht durch den Bestohlenen oder durch andere wieder "abgejagt" werden kann.


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