Die Körperverletzung mit Todesfolge

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§ 227 [Körperverletzung mit Todesfolge]

(1) Verursacht der Täter durch die Körperverletzung (§§ 223 bis 226) den Tod der verletzten Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.
(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

Die Körperverletzung mit Todesfolge ist eine Qualifikation des Grundtatbestands der Körperverletzung .

Der Täter muss bei der Körperverletzung vorsätzlich gehandelt haben. Der Tod, der aufgrund der Körperverletzung eintritt, muss eine typische Folge der Täterhandlung sein: die Körperverletzung muss eine bestimmte Gefahr verwirklicht haben, und gerade diese Gefahr muss unmittelbar zum Tod geführt haben.

Beispiel: Wenn man einem anderen mit einem Baseballschläger auf den Kopf schlägt, um diesen bewusstlos zu machen (vorsätzliche Körperverletzung), besteht die Gefahr des Schädelbruchs. Tritt der Schädelbruch durch den Schlag tatsächlich ein und erliegt das Opfer dann seinen schweren Kopfverletzungen, so hat sich die Gefahr realisiert: Es liegt eine Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Dieses Delikt ist übrigens auch dann verwirklicht, wenn man einen anderen mit dem Griff einer Waffe niederstrecken will und sich ungewollt ein Schuss löst, der das Opfer tötet.. .

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit - Worum es geht
Seite  2:  Die einfache Körperverletzung
Seite  3:  Die gefährliche Körperverletzung
Seite  4:  Die schwere Körperverletzung
Seite  5:  Die Körperverletzung mit Todesfolge
Seite  6:  Die Beteiligung an einer Schlägerei
Seite  7:  Die fahrlässige Körperverletzung
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