Schnittentbindung bei drohender Schulterdystokie

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Ein voraussichtliches Übergewicht des zu entwickelnden Kindes kann wegen des erhöhten Risikos einer Schulterdystokie
(= gestörter Geburtsverlauf bei dem nach der Geburt des kindlichen Kopfes die vordere Schulter über der Symphyse hängen bleibt) eine Schnittentbindung indizieren.

Dieser kann jedoch die extreme Übergewichtigkeit der Kindesmutter mit der bei einer sectio bestehenden Gefahr einer Lungenembolie entgegenstehen.

Dies sonographische Bestimmung eines möglichen Übergewichts des Kindes von mehr als 5.000 Gramm erscheint für sich allein zu unsicher, um eine sectio zu verantworten.

Dies hat das OLG München mit Urteil vom 25. Mai 1993 (Az. 24 U 21/91, AHRS 2500/110) entschieden.

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