Rekordschmerzensgeld für Wachkomapatienten

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Schadensersatz und Schmerzengeld von knapp einer halben Million sind in Geburtsschadensfällen keine Seltenheit. Jetzt hat das Landgericht Bielefeld für eine "Kette von schweren Behandlungsfehlern", so der gerichtliche Sachverständige, einem heute mit Hirnschädigungen im Wachkoma liegenden 43-jährigen Mann 400.000,00 EUR zugesprochen.

Der Mann wurde im Jahre 2004 wegen massiven Herz-Kreislauf-Problemen stationär im Krankenhaus behandelt, kollabierte zwei Tage später und erlitt einen mehrere Minuten dauernden Herzstillstand. Wegen der dabei erfolgten Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff liegt der Mann seitdem im Wachkoma.

Der gerichtliche Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass der Patient bereits bei seiner Aufnahme als "Hochrisikopatient" hätte behandelt und "sofort in eine Klinik mit Katheterlabor hätte verlegt werden müssen".

Für das mittlerweile mit dem Ravensberger Klinikum fusionierte, defizitäre Krankenhaus wird der Kommunale Versicherungsverband in die Pflicht genommen werden.

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