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"Bild"-Zeitung entschuldigt sich bei Sebnitzer Bürgern

27.7.2001 Thema abonnieren
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)
"Bild"-Zeitung entschuldigt sich bei Sebnitzer Bürgern

Was nützt das, wenn die Bild-Zeitung sich bei den Bürgern entschuldigt? Die Zeitung hat durch die Berichterstattung eine ganze Menge Geld verdient, die Bürger von Sebnitz haben einen enormen Ansehensverlust erlitten. Verallgemeinert man die Angelegenheit einmal, so wird man feststellen, daß die Medien berichten können ohne Rücksicht auf Personen und deren Rechte, damit Geld verdienen und das nicht zu knapp, und dann reicht ein "Entschuldigung, war ein Versehen!" aus. Ich würde an der Stelle des Bürgermeisters von Sebnitz dieser Zeitung eine Schadensersatzklage anhängen, um wenigstens etwas strafen zu können.

Es gibt deutliche Parallelen zu dem Fall " Auftragsmord in Oldenburg" und der Berichterstattung von "Akte 2000". Wenn mein Freispruch durch ist, werde ich bis zur letzten Instanz diesen Sender bekämpfen und somit ein Zeichen für alle weiteren Berichterstattungen setzen. Das darf man sich nicht bieten lassen, Presserecht hin Presserecht her!

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23 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Günter Gras
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Sehr richtig!

Ich sehe das ähnlich. Gerade die Bild, größte Zeitschrift Europas, fängt sich Unmengen von Presserügen ein, aber was nützt es? Schön auf der Titelseite anprangern, viele Exemplare verkaufen und dann ein paar Wochen später klein irgendwo hinten "Sorry" sagen.
Der Gipfel war die Fotomontage mit Trittin und Schlagstock, die natürlich "ein Versehen" war. Ein "handwerklicher Fehler". Seit wann ist Photoshop ein handwerklicher Fehler? Oh bitte!

Das ist ähnlich wie vor einem Geschworenengericht: der Verteidiger oder Staatsanwalt sagt etwas Verbotenes, der Richter rügt und zeigt den Zeigefinger, aber die Geschworenen haben es gehört...

Ich bin für eine freie und unabhängige Presse. Aber bei Zuwiderhandlungen und beschriebener Berichterstattung sollten harte Sanktionen, und zwar richtig schmerzliche greifen...Nicht nur der erhobene Zeigefinger: böse, böse, das nächste mal besser aufpassen...

Warum erfinden die Boulevardblätter jede Woche ein neues Kind von Steffi Graf, oder die Versöhnung zwischen Boris und Babs? Warum dürfen die sich so einen Quatsch ausdenken und es passiert nichts?

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#2
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Es stellt sich natürlich hier die Frage, in wie weit man gegen eine solche Berichterstattung, wie Sie Herr Gras es beschreiben, vorgehen kann. In unserem Fall haben wir verschiedene Anwälte kontaktiert. Die Aussagen stimmten im Wesentlichen überein: das Presserecht ist sehr weit gefaßt.

Das mag ja auch so sein, aber es muß einen Weg geben, dieser Art der Berichterstattung ein "P" vor zu setzen. Der Weg ist sicherlich beschwerlich und lang, aber man sollte es dennoch versuchen. Ich denke, daß die Redakteure damit rechnen, daß sowieso keiner gegen sie vorgeht. Daraus folgere ich, daß es nun endlich Zeit wird, dies zu tun.

Wie gesagt, wir werden es tun, auch oder gerade wenn wir die ersten sein sollten. Wir werden bis zum Ende kämpfen! Und ich hoffe, daß andere uns folgen werden, wie z.B. der Sebnitzer Bürgermeister u.ä.

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#3
 Von 
katze3
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo ,

bin auch ein Opfer der Bild-Zeitung und unsere Justiz deckt es. Dazu meine Geschichte.
Ich habe meine verfassungsmässigen Rechte in Anspruch genommen.Meinen ersten Prozess vor dem Verwaltungsgricht habe ich gewonnen. Beim Oberverwaltungsgericht traf ich auf einen ,wie die Bild-Zeitung schreibt,,Klugen Richter."Wörtlich schreibt man dort der Kluge Richter , ich wurde für die Dreistheit in diesem Staat meine Rechte wahrzunehmen als Querulant bezeichent.
Die Anzeige und der Strafantrag gegen die Bildzeitung ,wurde von(Info) Schwiegersohn unseres ehemaligen Justuizministers in .. bearbeitet. Nach 3 Monaten habe ich beim Staatsanwalt angerufen und nach einen Aktenzeichen gefragt, da mein Anwalt noch keine Mitteilung hatte. Dies teilte man mir mündlich mit.Nach weiteren 4 Wochen fragte ich erneut nach ,wo denn die schriftliche Mitteilung ,des Aktenzeichens bleibt.Zur Antwort bekam ich , das man der Meinung wahr,es würde mir mündlich reichen. Als ich dies verneinte ,wurde mir und nicht meinen vertretenten Anwalt das Aktenzeichen zugesandt. Die Ermittlungen ,ob der Artikel nur in .. oder bundesweit erschienen war , dauerten fast ein Jahr. Wie von mir erwartet , ist unsere Justiz der Meinung ,das es nicht schlimm ist ,wenn man so bezeichnet wird ,weil man seine Rechte wahrnimmt.
Der Staat ,wahr mit seiner Kostenrechnung für die Verfahren schneller,eine Woche nach Urteilsverkündung hatte ich die Kostenrechnung.Wahrscheinlich zur Abschreckung es weiter zu betreiben. Das Urteil bekam ich nach über 4 Monaten zugesandt. Weil das Geld nicht pünktlich gezahlt wurde , beauftragte man schnellstens einen Geichtsvollzieher.Dieser will bei mir gewesen sein und mich nicht angetroffen haben.Eine Benachrichtigung darüber gebt es nicht ,meinen Anwalt hat er keine Auskunft gegeben. Bei Vorsprache in seinem Büro,wo er mir auch keine Auskunft gab,entnahm ich der offenen Akte ,wann er bei mir gewesen sein will. Dazu muss ich sagen .Ich habe meinen Arbeitsplatz (Büro)mit im Haus, zu angegebenen Zeit macht mein Mann sich fertig um mit meinen Sohn zum Training zu gehen und außerdem haben meinen Recherechen ergeben ,das der gute Mann zu diesem Zeitpunkt wohl einen Kuraufenthalt hatte und nur am Wochenende zu Hause war.Richtig sauer wurde er , das ich meine Kostenrechnung bei Gericht hinterlegt habe und nicht an Ihn gezahlt habe.
Trotz des ganzen Theater, habe ich mich von unsere Justiz und der Presse einschüchtern lassen. Das Verfahren ist noch nicht beendet.
Ich für mich habe aber die Erkenntnis.Zwischen Recht haben und Recht bekommen ,gibt es in diesem Staat einen dicken Unterscheid.
Der kluge Richter äußerte sich zu seinem Urteil wie folgt. Ober schlägt Unter.(aus dem Kartenspiel Schafskopf)
Zur Presse ,möchte ich aber auch anmerken , das es eine!! regionale Zeitung gab,welche im ganzen bis heute gelaufenen Verfahren sich sehr fair Verhalten hat.
Meine ganze Geschichte hört sich zwar wie ein Märchen an ,aber es ist eine Tatsache. Um was für ein Verfahren es sich handelt möchte ich heute hier noch nicht sagen , da es noch nicht beendet ist.
Mir tun die Bürger von Sebnitz sehr leid .Die lapidare Entschuldigng macht nicht wieder gut ,wie man mit Ihnen umgegangen ist .Ich wünsche Ihnen für Ihren Kampf viel Glück und viel Kraft.

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#4
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 172x hilfreich)

????

Verstehe ich das richtig: Sie haben einen Prozess geführt, über den die Bild berichtet hat. Beim Verwaltungsgericht siegten Sie und beim Oberverwaltungsgericht haben sie verloren. Daraufhin schreibt die Bild, es sein "ein kluger Richter" gewesen und Sie eine "Querulantin".
Das wollen Sie nicht auf sich sitzten lassen und wehren sich in Form eines Strafantrages dagegen.

O.k., ob man Ihnen im ersten Prozess Querulantentum vorwerfen kann, weiß ich nicht.
Ob die Bezeichnung als "Querulantin" eine Beleidigung darstellt oder andere Strafvorschriften verletzt kommt wohl sehr auf die übrigen Umstände an - und vorallem darauf, ob die Behauptung haltbar ist.

Und diesbezüglich möchte ich nur kurz ihre Geschichte von eben in Stichpunkten zusammenfassen:

- Sie wissen, wer ihren Strafantrag bearbeitet hat (Schwiegersohn der ehem. Justizministerin), und halten dies für wichtig oder für einen Faktor, der Einfluss auf den Ausgang ihres Verfahrens hat.

- Sie haben einen Anwalt, erkundigen sich aber selbst nach dem Az. - erfahren es mündlich, bestehen aber noch darauf, es auch schriftlich mitgeteilt zu bekommen

- erst kümmern sie sich persönlich um das Az. und dann beschweren Sie sich, dass es ihnen schriftlich mitgeteilt wird und nicht Ihrem Anwalt

- sie zahlen unpünktlich Ihre Gerichtskosten

- legen sich dann mit dem Gerichtsvollzieher an

- schnüffeln im Privatleben des Gerichtsvollziehers und erfahren wann er zur Kur war

- ....

Merken Sie was?

Vielleicht haben Sie Ihren Prozess ja auch deshalb verloren, weil der Vorwurf des Querulantentums eine nachweisbare Tatsache ist und daher nicht für eine Beleidigung taugt.

Herzliche Grüße
MCNeubert

-----------------
"michael@neubert.com
www.MCNeubert.de"

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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(22710 Beiträge, 5323x hilfreich)

- erst kümmern sie sich persönlich um das Az. und dann beschweren Sie sich, dass es ihnen schriftlich mitgeteilt wird und nicht Ihrem Anwalt

Zumindest dieser Punkt stößt auch bei mir auf arge Verwunderung!

-----------------
"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter in der Straffälligen- und Drogenhilfe)"

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#6
 Von 
stiller Mitleser
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

@Agnes N.

Ihr Artikel ist ja nun schon 2 Jahre her, aber vielleicht besuchen Sie diese Seite ja noch:

+++Zitat:"Es gibt deutliche Parallelen zu dem Fall " Auftragsmord in Oldenburg" und der Berichterstattung von "Akte 2000". Wenn mein Freispruch durch ist, werde ich bis zur letzten Instanz diesen Sender bekämpfen und somit ein Zeichen für alle weiteren Berichterstattungen setzen. Das darf man sich nicht bieten lassen, Presserecht hin Presserecht her!" Zitat ende+++

Kann man aus diesem Artikel entnehmen, daß es um den geplanten Mord an dem Arzt aus Bad Zwischenahn geht ? Sie schreiben: "mein Freispruch". Sind Sie die Ehefrau dieses Arztes? Falls dem so ist: Sind Sie freigesprochen worden? Mitte 2002 war in der Zeitung zu lesen, daß der junge Mann, den die Arztehefrau mit der Suche nach einem "Killer" beauftragt haben soll zu (ich glaube) 3,5 oder 4 Jahren verurteilt worden ist, und die Ehefrau sich weiterhin wegen Anstiftung zu verantworten hat!?



von Agnes N. - 27.07.2001 19:14:00

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#7
 Von 
micHHael_de
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 3x hilfreich)

Da muss man ja richtig glücklich sein darüber, dass auch BOB seine Verwunderung ausdrückt. So also bringt man es zum Philosophen!!!

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#8
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(22710 Beiträge, 5323x hilfreich)

@MicHHael

Wenn Du so weitermachst, hast Du's ja auch bald geschaftt ;)

Kannst aber auch gerne meinen "Philosophen-Titel" haben ! Frag doch mal beim Admin nach. Es interessiert mich absolut nicht die Bohne was für eine Zahl unter meinen Beiträgen steht.

Dies ist ja wohl immer noch ein Forum, wo man seine Meinung kundtun kann - auch wenn sie sich mal nur auf eine Zustimmung in wenigen Worten auf einen vorangegangenen Beitrag beschränkt.

Aber Du scheinst gerne zu stänkern (wie schon neulich im Strafrecht) ?! Schau doch mal bei recht.de, da findest Du eine Menge Gleichgesinnte.

In diesem Sinne: So long !

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#9
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 204x hilfreich)

@ Bob und michhael - jaaaaanz ruhig ;)

@ Agnes

Agneeees!!! Wo steckst Du? Gibt es Updates? Oder warst Du es am Ende doch??

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#10
 Von 
katze3
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Michael,
bitte nehmen Sie es mir nicht übel ,aber wenn ich einen vertretenten Anwalt habe, hat die Justiz diesem auch die Mitteilungen zum Verfahren zu zusenden.Gleichfalls ist es üblich ,das Az: schriftlich mitgeteilt werden. Auch , wenn man mir das Az:mitgeteilt hat ,ist dies auch dem vertretenten Anwalt mit zuteilen.Denn dieser ist für den Schriftverkehr im Verfahren zuständig.
Wieso ich die Verfahrenkosten nicht pünktlich gezahlt habe ,hängt mit dem weiteren Verfahren zusammen.Ich habe ,diese Kosten bis zur endgültigen Klärung bei Gericht hinterlegt.So ist es mir im Urteil auch erlaubt wurden.Nun zu Ihren Vorwurf bezüglich des Gerichtsvollziehers.Ein Gerichtsvollzieher,hat auch die Pflicht Anschreiben an Ihm zubeantworten und Auskunft zugeben.Und nicht arrogant zu Schweigen.Diese Beamten haben Rechte ,aber auch Pflichten.Zur Kenntnis über seinen Kuraufenthalt bin ich durch Zufall gekommen,aber diese Tatsache hat bei mir eben Fragen aufgeworfen. Eine nicht vorgenommene Zahlung an den Gerichtsvollzeiher ist auch kein Anlegen mit diesem,zumal ich laut Urteil das Recht der Hinterlegung habe.Und die Kenntnis , das der bearbeitente Staatsanwalt der Schwiegersohn unseres ehem.Justizministers ist ,beruht nicht etwa wie Sie denken auf Recherche meiner Seits.Wenn man sich in einem bestimmten Personenkreis bewegt, kennt man sich aus .
Nur zu Ihrer Information ,ich schnüffele nicht im Privatleben anderer Leute rum ,wie Sie es auslegen.Dazu habe ich keine Lust , Intresse oder Zeit .Denn ich bin beruftstätig und verdiene mein Geld nicht im Schlaf.
Und ein gewisses Mass an Skepsis ,darf man wohl auch haben.Zumal ich persönlich im Berufsleben auch mit Gesetzen und deren Auslegungen befassen muss.
Im übrigen ,selbst andere Juristen,schütteln mit dem Kopf ,was die Verfahrensweise bezügl.der Gerichtskosten angeht.Vielmals soll es Zeiträume von bis zu 6 Monaten bis die Kostenrechnung dem Kostenpflichtigen zugestellt werden.Warum habe ich dann ,aber die Rechnung vor dem Urteil erhalten ??

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#11
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 172x hilfreich)

Nunja, liebe katze3,

ich habe nur ihren Beitrag gelesen und mir meine Gedanken dazu gemacht.
Ich will Ihnen ja auch nicht vorwerfen, dass Sie sich in Kreisen bewegen, in denen man etwas mehr als üblich erfährt - ist ja sehr gut, ich schnappe auch jede Info auf, die ich für lohnenswert halte.

Aber seltsam war, dass Sie Ihre Story etwas geschildert haben - wir wissen immer noch nicht genau um was es wirklich ging - und dann reichlich mit solchen Nebensächlichkeiten und Insiderinformationen geschmückt haben. Da drängt sich eben auf, dass sie darauf mehr Wert legen als auf die tatsächlichen Fakten.

Ob tatsächlich etwas gehörig schief gegangen ist in Ihrem Fall und Sie tatsächlich benachteiligt oder nicht in rechtstaatlicher Weise behandelt wurden kann ich daher nicht sagen - ich werde Ihnen deshalb auch nicht mehr den Vorwurf der Querulantin machen.

Ich bemerke nur, dass hier rechtliche Fakten mit vielen Nebensächlichkeiten gespickt wurden.

Berichten Sie doch bitte mal mehr, um was es in Ihrem Fall in juristischer Sache genau ging - zuzüglicher der dazugehörigen Fakten (ohne natürlich Ihre Identität preis zu geben, wenn Sie es nicht wollen) - würde mich wirklich interessieren.

Herzliche Grüße
MCNeubert

-----------------
"michael@neubert.com
www.MCNeubert.de"

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#12
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

@stiller Mitleser
@Hank

Den Nadelstich verstehe ich als nett gemeinte Provokation! Nein, es hat sich nichts geändert - ich wars immer noch nicht!
Ich habe mich in der letzten Zeit ruhig verhalten, da ich genug zu tun hatte mit dem Schreiben von Erklärungen und der Protokollierung in der Verhandlung selbst. Die ganze Hauptverhandlung wird von mir per Laptop festgehalten.

Das Verfahren läuft immer noch. Das Gericht hatte als "Pointe" den ehemaligen Mitangeklagten als Kronzeugen aufgefahren und ihn einige Tage vernommen. Dann kamen wir zu Zuge. Wir vernahmen ihn fast 7 Monate - das Ergebnis war u.a. eine Sammlung von 77 Strafanzeigen, die wir als "gesammeltes Werk" bei der Staatsanwaltschaft gegen diesen "Kronzeugen" stellten.

Ich möchte der Urteilsbildung der Kammer nicht vorgreifen - aber die Glaubwürdigkeit ihres Zeugen - übrigens dem einzigen Zeugen gegen mich - ist sehr dünn.

Agnes N.

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#13
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 204x hilfreich)

Hi Agnes!
Freut mich, von Dir zu hören! Hab auch nicht wirklich erwartet, dass Du jetzt in einer Einzelzelle bei Wasser und Brot deinen Lebtag verbringst :)

Danke für das Update. Wahnsinn, das scheint ja ein ziemlich langes und kompliziertes Verfahren zu sein...Voraussichtliche Urteilsverkündung noch nicht absehbar?

Bis dahin erstma noch viel Glück!

~H

-----------------
"Wu Wei"

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#14
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 172x hilfreich)

Schön von Dir zu hören, Agnes!

Dürfen wir von Dir ein Buch oder einen ähnlichen Bericht über Deinen Prozess erwarten, wenn Du Dir schon die Mühe machst und alles protokollierst?

Viel Erfolg weiterhin und herzlcihe Grüße
MCNeubert

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#15
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo MCNeubert!

Ich bin schon seit langer Zeit dabei ein Buch zu schreiben. Du glaubst gar nicht, wie mir das auf der Seele brennt! Alle, die irgendwie mit diesem Fall zu tun haben, werden darin vorkommen. Es wird mir eine Genugtuung sein zu berichten, wie manch Leiter der Mordkommission mit Menschen umgeht und was es sonst noch an Ungerechtigkeiten in unserem Staat und bei unserer Justiz gibt.

Die Protokolle sind ganz sinnvoll, da nicht alle meine Anwälte immer dabei sein können. Somit weiß jeder, was in welchem Zusammenhang von wem gesagt wurde. Außerdem ist das sehr hilfreich bei dem Verfassen von Erklärungen, die zu meinem Bereich gehören und für die Beweisanträge, bei denen wir im Moment sind. Wir schütten die Kammer mit Beweisanträgen zu.

Ich danke für deine Wünsche - ich werde weiter berichten! Wenn das Buch fertig ist (wird bestimmt DER Bestseller schlechthin!!), bekommst du eine signierte Ausgabe.

Agnes

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#16
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hank,

nein - von einer in Aussicht gestellten Urteilsverkündung habe ich nichts mitbekommen. Oder ich muss mal meine Protokolle überprüfen, ob das da irgendwo steht. - Nein, wir werden solange Beweisanträge stellen, bis wir ein Signal von der Kammer bekommen. Wenn nicht, dann gehts halt weiter.
Jetzt gehts erst einmal (oder besser mal wieder - ich mache es ja schon zum dritten Mal mit) in die 30-tägige Sommerpause. Am 13.08. gehts weiter.

Also bei Wasser und Brot werde ich so schnell nicht landen. Das kann noch dauern!

Liebe Grüße

Agnes

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#17
 Von 
wille4711
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi @Agnes
Na, nun ist es ja schon eine Weile wieder her, wie geht es Dir?
Ist mitlerweile ein Ende in Sicht?
Konntest Du was mit den Manipulierten e-mails beweisen?
Währe schön mal wieder was von Dir zu hören.
Gruß Wille

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#18
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 204x hilfreich)

Hi Wille,

Sie lässt ja was von sich hören, Rubrik Strafrecht:

http://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=15350

Grüße

hanks

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#19
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Wille,

der Stand ist immer noch der gleiche. Mit dem Unterschied, dass wir alle - d.h. die Kammer, der Staatsanwalt, meine Anwälte und natürlich ich ein bissi älter geworden sind. Aber es gibt wohl schlimmeres. ;)

Bzgl. der Mails haben wir einen Beweisantrag gestellt. Es kam allerdings nur so ein "Ichmöchtegernsachverständigersein" vom LKA, der überhaupt keine Ahnung hatte. So bleibt uns nichts anderes übrig als einen neuen Beweisantrag zu stellen, wobei wir uns die Sache mit dem Sachverständigen, d.h. wen wir fordern, noch sehr genau überlegen müssen.

Im Moment bin ich dran einen Beweisantrag zu formulieren bzgl. des chattens. Näheres kannst du lesen in der Rubrik "Strafrecht" und "Internetrecht". Da stehts ganz ausführlich.

Ansonsten denken wir, dass das Verfahren mit unseren noch zu stellenden Beweisanträgen bis etwa Juni 04 (das Jahr muss man bei diesem Mega-Verfahren wirklich explizit nennen!) gehen wird. Dann werden wir sehen was passiert.

Viele Grüße

Agnes

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#20
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hank,

nett, dass du meine Beiträge liest. Hast keine Idee, welche Art von Sachverständigen wir bzgl. des chats benennen sollten? Überleg mal.

Liebe Grüße

Agnes

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#21
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 204x hilfreich)

Grüatzi!

Hmmm.

Ein studierter Informatiker, der am besten gleichzeitig Systemadmin eines vergleichbaren Chat-Dienstes ist? Einer, der sich mit der Technik und Internetsicherheit auskennt und in dem Bereich auch arbeitet.
Ein Experte auf dem jeweiligen Gebiet halt.
?

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#22
 Von 
Agnes N.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hank,

die Idee ist klasse, nur wo findet man diesen "Idealgutachter" nur?! Der vom LKA hat sich als eine solche Person gesehen...vom Wissensstand aus gesehen. Er war zwar kein Informatiker, kein Systemadmin, hat sich mit der Internetsicherheit auch nicht so recht ausgekannt - er war in unseren Augen einer, der auch mal gern Gutachter sein wollte, aber total unfähig ist. Na ja, zumindest das Gericht fand sein Gutachten sehr spannend, besonders von den wenigen Fachbegriffe samt Erklärungen waren sie begeistert.

Wir werden uns mal auf die Suche nach einem solchen Sachverständigen machen. Bin gespannt!

Danke für das Nachdenken!

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#23
 Von 
kpf
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Agnes,

ich habe aus dem ganzen Thread nur begriffen, dass sich da ein Verfahren bereits über Jahre hinzieht und jetzt ein "Idealgutachter" nötig ist.

Ich könnte Dir evtl. selber weiterhelfen, (bin IT und Admin), habe aber auf jeden Fall reichlich Kontakte, um so was ggf. zu bewerkstelligen.

Wenn Du da wirklich noch jemanden brauchst, setz Dich doch bitte mit mir direkt über eMail: kpf_de@yahoo.de in Verbindung.

Gruß
Peter

-----------------
" "

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