Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
501.778
Registrierte
Nutzer

nichteheliche Gemeinschaft und Immobilie

 Von 
Amber64
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
nichteheliche Gemeinschaft und Immobilie

Hallo zusammen,

wir haben ein kleines Problem und erhoffen uns von hier ein wenig Klarheit.

Meine Freundin und ich möchten eine Immobilie erwerben.
Ich habe 2 Töchter, meine Freundin ist kinderlos.
Ihre Mutter und Schwester sind noch da.

Bei einer Eintragung beider ins Grundbuch möchten wir nicht, dass wenn einer stirbt meine Töchter oder ihre Mutter(Schwester) an das Haus kommen. Der überlebende soll alles bekommen.

Wenn nur meine Freundin ins Grundbuch kommt, dann wären meine Kinder(Pflichtteil) raus und ihre Mutter kann man ja testamentarisch außen vor lassen.
Wenn ich nicht im Grundbuch stehe , fühle ich mich aber irgendwie unwohl.

Hat jemand eine Idee?
Vielen Dank und schöne Grüße



-----------------
""

Verstoß melden
Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Grundbuch Haus


2 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3359 Beiträge, 1918x hilfreich)

quote:
ihre Mutter kann man ja testamentarisch außen vor lassen
Stimmt auch nicht: wenn der Erblasser keine Kinder hat, hat die Mutter einen Pflichtteilsanspruch. Lediglich Geschwister kann man ausschließen (im Beispielfall würde die Schwester über die Vater-Linie erben).
Die Mutter könnte (wenn sie will) einen Pfichtteilsverzicht notariell beurkunden, dann kann man sie testamentarisch ausschließen.

Es scheint die Idee zu sein, dass "sie" "ihn" testamentarisch zum Erben einsetzt. Mein Tipp: Ein (unbedingt notarieller) Erbvertrag sichertda besser ab; denn da kann "sie" sich nicht einfach umentscheiden.
Wenn die beiden nicht verheiratet sind, wird allerdings im Falle ihres Todes vermutlich eine ganze Menge Erbschaftssteuer anfallen, das nur nebenbei.

Kinder sind auch nicht gleich "raus": Wenn jemand sein Geld in die Immobilie der Freundin investierst, könnte man ja vielleicht von einer Schenkung ausgehen (bei der dann schon mal ohen Trauschein ziemlich flott Schenkungssteuer anfällt). Bei Todesfall in den nächsten 10 Jahren haben die Kinder noch anteilige Pflcihtteilsansprüche.


Man kann eine BGB gründen, die dann das Haus kauft und bei der geregelt ist, dass im Fall des Todes eines Gesellschafters die BGB vom anderen Gesellschafter fortgeführt wird und der Anteil nicht an die Erben fällt. Solche Konstrukte gibt es durchaus, hauptsächlich für Firmen.
Inwiefern man dabei um Pflichtteilsansprüche rumkommt, weiß ich aber nicht. Ein Notar kann entsprechend beraten.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Erbrecht - was Sie wissen sollten
Die Antworten findet ihr hier:


Erbrecht – Was Sie wissen sollten

Erbfolge, Testament, Schenkung, Pflichtteil, Vermächtnis - die häufigsten Probleme beim Erben und Vererben / Wissen Sie schon, wem Ihre Ersparnisse später einmal zukommen sollen? Und wenn die Aufteilung Ihres Vermögens klar ist, wie halten Sie Ihren Willen wirksam fest? mehr