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Amtsärztliches Attest

18.1.2018 Thema abonnieren
 Von 
Hanspeter252
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Amtsärztliches Attest

Hallo Rechtsexperten,
folgendes ist mir gestern bei meinem Erörterungstermin beim Verwaltungsgericht passiert, ich habe zwei Klausuren aus psychischen Problemen mehrmals nicht schreiben können und habe hierfür ein Amtsärtzliches Attest für beide Klausuren, diese Amtsärtzlichen Atteste werden habe ich das Gefühl nicht vom Gericht gewertet und ich werde Exmatrkuliert deswegen...

Meine Frage lautet kann sich der Richter über das Amt Ärtztliche Attest stellen und kann so entscheiden wie er möchte oder muss er das Attest vom Amtsarzt anerkennen und muss für mich entscheiden ?

Könntet ihr mir bitte weiter helfen wie die Rechtslage ist nach Berliner Hochschulrecht ?

Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr Dankbar

-- Editiert von Hanspeter252 am 18.01.2018 21:38

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Richter
(8807 Beiträge, 6272x hilfreich)

Man kann bei Ihnen nur raten worum es genau geht. Mit so wenig Fakten kann man kaum etwas konkretes antworten. Ein Student müsste es eigentlich schaffen, einen Sachverhalt so darzustellen, dass er für Außenstehende verständlich ist.

Allgemein:
Ein ärztliches Attest (egal ob vom Amtsarzt oder nicht) hat die Aufgabe, den Gesundheitszustand festzustellen ("ist krank", "ist nicht krank", "hat folgende Krankheit:...", "die Krankheit hat folgende Symptome: ...", usw.). Darüber kann sich ein Richter kaum hinwegsetzen, denn dafür müsste er fachlich die gleiche Qualifikation haben wie ein Arzt.
Die Frage, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, unterliegen aber der Beweiswürdigung des Gerichts. Wenn das Gericht (beispielsweise) zur Ansicht kommt, Sie hätten trotz der Krankheit an der Klausur teilnehmen können - dann ist das völlig im erlaubten Rahmen. Es ist nicht Gegenstand eines Attestes (auch nicht eines Amtsarztes), die Fakten (juristisch) zu bewerten - das macht das Gericht.
Das Attest liefert die Fakten zur Krankheit - der Richter bewertet diese Fakten und bildet sich daraus ein Urteil.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#2
 Von 
Hanspeter252
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Man kann bei Ihnen nur raten worum es genau geht. Mit so wenig Fakten kann man kaum etwas konkretes antworten. Ein Student müsste es eigentlich schaffen, einen Sachverhalt so darzustellen, dass er für Außenstehende verständlich ist.

Allgemein:
Ein ärztliches Attest (egal ob vom Amtsarzt oder nicht) hat die Aufgabe, den Gesundheitszustand festzustellen ("ist krank", "ist nicht krank", "hat folgende Krankheit:...", "die Krankheit hat folgende Symptome: ...", usw.). Darüber kann sich ein Richter kaum hinwegsetzen, denn dafür müsste er fachlich die gleiche Qualifikation haben wie ein Arzt.
Die Frage, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, unterliegen aber der Beweiswürdigung des Gerichts. Wenn das Gericht (beispielsweise) zur Ansicht kommt, Sie hätten trotz der Krankheit an der Klausur teilnehmen können - dann ist das völlig im erlaubten Rahmen. Es ist nicht Gegenstand eines Attestes (auch nicht eines Amtsarztes), die Fakten (juristisch) zu bewerten - das macht das Gericht.
Das Attest liefert die Fakten zur Krankheit - der Richter bewertet diese Fakten und bildet sich daraus ein Urteil.

danke für die Anwort :)

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