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Überfall - Schmerzengeld

 Von 
gurgelhals
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 42x hilfreich)
Überfall - Schmerzengeld

Hallo,
ein Frau (ca.50J.) wurde Sylvesterabend von einem Mann während der Fahrt von ihrem Fahrrad getreten. Der Täter trat noch mehrmals auf die liegende Frau ein, um danach mit ihrem Fahrrad weg zu fahren.
Ergebnis: Fahrrad weg, Blutergüsse und psychischer Schock.
Täter gefaßt, Anzeige läuft.
Der Weiße Ring meint, daß eine Schmerzensgeldklage gegen den Täter für ein paar blaue Flecke zu gering sei bzw. der Aufwand sich nicht lohnt.

Meine Frage:
Hat jemand damit Erfahrung? Wie hoch wäre der Schmerzensgeldanspruch?


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Geld Fahrrad Zahl Hoch


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1252x hilfreich)

Kann man so nicht beantworten.

Ratsam wäre es, wenn die Geschädigte sich an einen Anwalt wendet.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24542 Beiträge, 13342x hilfreich)

Hi,

nun, der "Weiße Ring" hat vermutlich mehr Erfahrung in solchen Sachen als wir hier...Übrigens kann man sich einen solchen Anspruch häufig nach erfolgreicher gerichtlicher Durchsetzung an die Wand nageln. Wenn der Täter wenig Geld hat, ist eine Zwangsvollstreckung erfolglos. Googeln Sie mal "Pfändungsfreigrenze" - Sie werden beeindruckt sein....Und das ganze Zivilverfahren kostet zunächst mal das Geld der Betroffenen!

Gruß vom mümmel

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#3
 Von 
gurgelhals
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 42x hilfreich)

So was ähnliches hatte ich mir schon gedacht.
Dennoch Danke für die Antwort.



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#4
 Von 
gurgelhals
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 42x hilfreich)

muemmel:
Ja, Sie haben Recht. Die Zivilklage wegen Schmerzensgeld sollte nur eine kleine Genugtuung für den seelischen Schmerz sein.
Da der Täter noch nicht polizeilch aufgefallen ist, wird es wohl daraus hinaus laufen, daß er nur den erhobenen Zeigefinger vom Richter erhält: "Mach das nicht nochmal!"

Wer denkt an die Geschädigte und ihre psychischen Folgen, wenn der Täter (höchstwahrscheinlich) nur mit einer Bewährungsstrafe davon kommt.

"Wer einmal (noch dazu wildfremde Frauen) schlägt, der hat dann auch keine Hemmung ein zweites mal zu zusschlagen."

Blaue Flecke verheilen, aber die abgegriffene Psyche bleibt.



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#5
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1252x hilfreich)

Naja, Strafverfahren und mögliches Zivilverfahren sind hier zu trennen. Mögliche Schadensersatzansprüche/Schmerzensgeld sind nicht Aufgabe des Strafrichters.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#6
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24542 Beiträge, 13342x hilfreich)

Hi,

so ist es. Eine Bewährungsstrafe allerdings böte sogar die Möglichkeit, ein Schmerzensgeld als Bewährungsauflage festzulegen.

Gruß vom mümmel



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#7
 Von 
Dieter25
Status:
Lehrling
(1972 Beiträge, 920x hilfreich)
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#8
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24542 Beiträge, 13342x hilfreich)

Hi,

ach, die gute alte Adhäsion...Ich habe noch nie ein Strafverfahren erlebt, wo es tatsächlich zur Adhäsion kam. Sie führt wohl eher ein theoretisches Dasein...

Gruß vom mümmel

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#9
 Von 
Dieter25
Status:
Lehrling
(1972 Beiträge, 920x hilfreich)

>Sie führt wohl eher ein theoretisches Dasein...

Eigentlich schade, daß dieses Verfahren so wenig praxisorientiert ist; wenn man bedenkt, dass damit ein Zivilprozeß überflüssig werden könnte und zur Kosten- und Zieiterersparnis für den Betroffenen führen würde.

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