Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
503.259
Registrierte
Nutzer

Ladendiebstahl (Ersttäter) / Anhörungsbogen

 Von 
Clara
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Ladendiebstahl (Ersttäter) / Anhörungsbogen

Mein Vater ist seit drei Wochen vollkommen verzweifelt. Er ist ein absolut korrekter Mensch und wurde nun des Ladendiebstahls beschuldigt. Beim Schraubenkauf in einem Baumarkt ist ihm offenbar beim Abwiegen der Schrauben ein Fehler unterlaufen. Nachdem der Detektiv ihn auf dem Parkplatz angesprochen und die Ware nochmals gewogen hat (vorher hat er ihn im Büro untersucht), ergab sich eine Differenz von 93 Cent. Diese hat mein Vater sofort bezahlt, ebenso wie eine Fangprämie von 75 Euro. Er hat immer wieder beteuert, dass er nicht gestohlen hat, sondern sich offenbar vertan hat. Der Detektiv wollte davon nichts wissen. Er sollte was unterschreiben, worüber er nicht aufgeklärt worden ist (Tatgeständnis?). Mein Vater spricht zwar sehr gut deutsch, aber in einer solchen für ihn vollkommen fremden Situation war er zu nervös, um irgendetwas durchzulesen, was er auch gesagt hat.

Jetzt hat er ein Jahr Hausverbot und einen Anhörungsbogen von der Polizei vorliegen. Wie soll er nun vorgehen? Was schreibt man in den Anhörungsbogen?

Er schläft seit Tagen nicht mehr, weil er sich wie ein Schwerverbrecher vorkommt und diese Sache erledigen möchte. Was füllt er am besten aus: schildert er nochmals den Sachverhalt und betont, dass er sich vertan hat. Gesteht er die Tat, dann wäre er ein Ersttäter oder kreuzt er Einstellung des Verfahrens mit Geldstrafe an? Ende dieser Woche muss er den Bogen abgeben (der zentrale Geschäftsleiter hatte ihm eigentlich zugesagt, die Anzeige wieder zurück zu nehmen, was aber nicht passiert ist). Womit muss er nun rechnen?

Danke.

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geldstrafe Jahr Polizei Sache


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24452 Beiträge, 6383x hilfreich)

Tja, da kann man nur sehr schwer einen guten Rat geben.

Bestreitet er alles, und blebit bei seiner "Vertan-Variante" wird es zu einer Gerichtsverhandlung oder zum Erlass eines Strafbefehls (schriftliches Verfahren) kommen.
Im Falle einer Verurteilung wird eine Geldstrafe verhängt werden. Liegt diese über 90 Tagessätzen (was ich nicht unbedingt glaube) wäre er vorbestraft. (Eintrag im pol. Führungszeugnis) Weniger als 90 Tagessätze= keine Vorstrafe.Natürl. ist auch ein Freispruch möglich, den ich aber aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts für eher unwarscheinlich halte.

Wenn das Verfahren gegen Geldbuße eingestellt wird, zahlt er diese Geldbuße und ist keinesfalls vorbestraft.

Hat er denn das Schuldanerkenntnis im Laden unterschrieben?

MfG Bob

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen