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Fahrlässige Brandstiftung?

31.5.2001 Thema abonnieren
 Von 
Ploog
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrlässige Brandstiftung?

Ich soll durch Einfüllen von stark abgekühlter Asche (vor acht Stunden entzündete Holzkohle) den Brand einer mit Grünabfällen gefüllten Biotonne verursacht haben (was wiederum zum Brand zweier Garagen geführt haben soll). Ich habe die Asche zuvor nach Glut durchwühlt, die Hand über die Asche gehalten und den Inhalt der Biotonne geprüft. Die Asche erschien mir stark abgekühlt (geringe Wärmeabstrahlung in 2cm Höhe fühlbar).
Nach dem Einfüllen der nahezu vollständig zerfallenen Kohle bemerkte ich eine kleine GLut (ca 3 cm Durchmesser), die ich mit gut einem halben Liter Wasser löschte (Restwasser über die Asche verteilt). Anschließend Sichttest, geblasen, Fühltest - kein Hinweis auf Glut/Hitze (Rauch, Knistern, Hitze). Wie wahrscheinlich ist mein Handeln als Brandursache? Kann man mir Fahrlässige Brandstiftung vorwerfen (Ermittlungen laufen)?

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1 Antwort
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#1
 Von 
sling
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 14x hilfreich)

Also, das sieht nicht gut aus. In Deinem Fall könnte man von bewusster Fahrlässigkeit sprechen, denn Dir war ja die Möglichkeit der Glutübertragung bewusst, jedoch hast Du darauf vertraut, dass alles gut gehen wird. Besonders Deine Einlassung, dass eine geringe Wärmeabstrahlung fühlbar war, spricht nicht für Dich. Die Wärme kann ja nicht von irgendwo kommen. Und ein bisschen mehr als ein halber Liter Wasser hätte es ja auch seien können, wird der Staatsanwalt argumentieren... Da erheblicher Sachschaden entstanden seien soll, solltest Du auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate ziehen, besonders in Hinblick auf die zivilrechtlichen Anspruche der Garagenbesitzer, die ein Schuldspruch nach sich ziehen würde.
Alles Gute,
sling.

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