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Spekulationssteuer Verkauf Immobilie <10 Jahre

11.10.2018 Thema abonnieren
 Von 
Beppo123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Spekulationssteuer Verkauf Immobilie <10 Jahre

Beim Verkauf meiner nicht selbstgenutzten Immobilie nach 8 Jahres des Erwerbs wird die Spekulationssteuer auf den Verkaufsgewinn mit dem persönlichen Steuersatz fällig. Der Verkauf war im Dezember 2017 mit dem Notartermin (Verpflichtungsgeschäft), aber der echte Übergang mit Kaufpreiszahlung usw. war erst im 1. Quartal 2018. Mitte des Jahres fragte das Finanzamt bei mir nach, wann der Übergang der Pflichten und Lasten an den Erwerber war? Nach meiner schriftlichen Beantwortung das der Übergang erst in 2018 stattfand, bekam ich den Steuerbescheid für 2017, ohne das der Verkauf ein Thema war. Nun frage ich mich, ob dieser Vorgang korrekt ist oder ob das Finanzamt nicht auf einer Besteuerung in 2017 hätte bestehen müssen? Da der Steuerbescheid für 2017 inzwischen rechtskräftig ist, wäre ein Arbeitsfehler beim Finanzamt mein Vorteil, da ich nichts verschwiegen habe.

In welchem Jahr muss der Gewinn in der Steuererklärung aufgeführt werden?
Gilt der Tag der Beurkundung beim Notar(Verpflichtungsgeschäft Dez. 2017)?
Gilt der Tag des Geldflusses(Kaufpreiszahlung in 2018)?

Vielen Dank für Euren Beratung.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 206x hilfreich)

Der Zeitpunkt des Verpflichtungsgeschäftes (Kaufvertrag) ist maßgeblich.

In der Steuererklärung haben Sie die Einkünfte aber nicht erklärt?

Die Einspruchsfrist hat für das FA keine Bedeutung. Der Bescheid steht nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung?

-- Editiert von Cybert. am 11.10.2018 19:25

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#2
 Von 
Beppo123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Der Zeitpunkt des Verpflichtungsgeschäftes (Kaufvertrag) ist maßgeblich.

In der Steuererklärung haben Sie die Einkünfte aber nicht erklärt?

Die Einspruchsfrist hat für das FA keine Bedeutung. Der Bescheid steht nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung?

Nein, in der der Erklärung für 2017 habe ich die Einkünfte nicht erklärt. Nur auf Anfrage des Finanzamtes habe ich in Unkenntnis geantwortet, das aus meinem Verständnis der Geldfluß in 2018 der entscheidende Fakt ist und ich die Angaben im nächsten Jahr erklären werde.

Der Bescheid steht nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Könnte das Thema zu meinen Gunsten Ausgehen oder droht mir Ärger wenn ich es darauf ankommen lasse und mich auf das Versäumnis des Finanzamtes mit der Erklärung in 2017 berufe?

-- Editiert von Beppo123 am 11.10.2018 19:36

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#3
 Von 
taxpert
Status:
Praktikant
(654 Beiträge, 158x hilfreich)

Für die Steuerpflicht an sich ist der Zeitpunkt des obligatorischen Rechtsgeschäftes maßgeblich! Für den Zeitpunkt der Entstehung der Steuer der Zeitpunkt der Zahlung, §11 EStG!

taxpert

Signatur:"Yeah, I'm the taxman and you're working for no one but me!" The Beatles, Taxman
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#4
 Von 
Beppo123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von taxpert):
Für die Steuerpflicht an sich ist der Zeitpunkt des obligatorischen Rechtsgeschäftes maßgeblich! Für den Zeitpunkt der Entstehung der Steuer der Zeitpunkt der Zahlung, §11 EStG!

taxpert

Die Steuerpflicht wurde mit dem Verkauf in 2017 festgelegt und da das Geld erst 2018 gezahlt wurde, muss ich die Versteuerung auch erst mit der Erklärung für 2018 im Jahr 2019 durchführen. Damit ist es also kein Arbeitsfehler des Finanzamtes, sondern alles richtig und ich mache brav die Angaben auf der nächsten Erklärung, richtig?

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(32076 Beiträge, 10900x hilfreich)

Zitat:
Damit ist es also kein Arbeitsfehler des Finanzamtes, sondern alles richtig und ich mache brav die Angaben auf der nächsten Erklärung, richtig?

Richtig

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#6
 Von 
Beppo123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Richtig

vielen Dank :)

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