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Anwaltskosten - Hätte der Anwalt sich nicht erst einmal wenigstens melden können?

 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(841 Beiträge, 171x hilfreich)
Anwaltskosten - Hätte der Anwalt sich nicht erst einmal wenigstens melden können?

Habe mir bei einem Arbeitsunfall eine Hepatitis B Infektion zugezogen.Da wir keinen Arbeitschutz hatten und keine Belehrungen in Umgang mit diesen Stoffen, hat mir auch keiner gesagt das man sofort nach so einer Verletzung zum Arzt muss usw.Da die BG nun schon seit 4 Monaten ! untersucht, habe ich einen Anwalt angeschrieben und den Sachverhalt geschildert und gefragt ob,die so einen Fall übernehmen könnten. Dann war 4 Wochen Ruhe, nichts zu hören von denen.Auch ein Anruf ergab nichts.Jetzt kam ein Schreiben gleich mit Rechnung und einer Vollmacht die ich unterschreiben sollte. Hätte der Anwalt sich nicht ersteinmal wenigstens melden können oder muss ich die Rechnung bezahlen ? Hatte ihm geschrieben das ich über keine finanziellen Mittel verfüge. Die Rechnung ist fast 400.-€ ohne das ich mit denen gesprochen habe. Hätte man mich nicht über die Kosten aufklären müssen.

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Anwalt Rechnung Vollmacht


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ratlos44
Status:
Schüler
(389 Beiträge, 57x hilfreich)

Ja, der RA muss über Kosten so schnell wie möglich aufklären. Des Weiteren kann es hier sein, dass wenn sie auf ihre "finanziell begrenzten Mittel" hingewiesen haben, er über einen Beratungsschein hätte abrechnen müssen!

Hatten sie einen Termin vor Ort beim Anwalt?? Wahrs. nicht nach ihrer Schilderung....

was hat der RA denn bis jetzt geleistet? Was ist denn der Abrechnungsgrund? Welche VV des RVG werden zitiert??
Hilfreich wäre es mal die Rechnung ins Forum zu schreiben..

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#2
 Von 
fridolin501
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 503x hilfreich)

So wie es geschildert ist, hat der RA die Forderung und die Vollmacht gleichzeitig geschickt.

Wenn die Vollmacht unterschrieben zurück an den RA geht, ist er mandatiert und kann für außergerichtliche Tätigkeit sein Honorar verlangen.

Natürlich muss er auch tatsächlich tätig werden. Aber das geht auch schon mit einem kleinen Schreiben zur Sache.

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#3
 Von 
ratlos44
Status:
Schüler
(389 Beiträge, 57x hilfreich)

Ein Mandat kann auch mündlich - wie hier off. geschehen - zustandekommen! Die Vollmachtsurkunde dient meist nur dem Nachweis der Legitimierung nach außen zB gegenüber dem Gegner...

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#4
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(841 Beiträge, 171x hilfreich)

Der Anwalt hatte in seinem 1.Schreiben an mich die Vollmacht mit beigelegt.Habe bis heute nicht ein Wort gesprochen mit Ihm.Habe klar im Brief geschrieben ob er die Sache übernehmen würde.Ich war der Meinung er schreibt er würde die Sache übernehmen und es kostet so und so viel.Oder ruft einmal an.
Die Rechnung lautet
280.-€
20.- € Auslagenpauschale
57.- Umsatzsteuer
macht zusammen 357.-€
er hat bis jetzt einen Brief an die Berufsgenossenschaft geschrieben und sich zum Bevollmächtigen bestellt.Vollmacht folgt steht dort.Habe Sie aber nicht zu Ihm geschickt.

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#5
 Von 
guest123-1698
Status:
Student
(2977 Beiträge, 690x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3904 Beiträge, 1193x hilfreich)

Hat der Anwalt in dem Brief an die BG auch inhaltlich Stellung bezogen oder nur Ihre Vertretung angezeigt?

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#7
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(841 Beiträge, 171x hilfreich)

Er hat nur die Vertretung angezeigt !

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#8
 Von 
ratlos44
Status:
Schüler
(389 Beiträge, 57x hilfreich)

"Er hat nur die Vertretung angezeigt"
Dann geht zumindest der RA davon aus, dass er zu diesem Zeitpunkt mandatiert war.
Aufschluss würde das erste Schreiben an den RA geben, ob man aus dem genauen Wortlaut die Beauftragung ersehen kann.

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#9
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6788 Beiträge, 3639x hilfreich)

Vielleicht auch noch mal genau die Rechnung anschauen. Ggf. wird mit der Rechnung ein Vorschuss angefordert, wozu der RA auch berechtigt ist. Wenn in den ersten Schreiben sofort auf die fehlenden finanziellen Mittel verwiesen wird, würde ich als RA auch einen Vorschuss anfordern.

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#10
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(841 Beiträge, 171x hilfreich)

Ich habe klar und deutlich gefragt ob eine Vertretung möglich ist und auch geschrieben das ich in meiner Kündigungsschutzklage Prozesskostenhilfe beantragt hatte und auch bekommen habe.Hätte der Anwalt nicht wenigstens anrufen müssen und mich über die Kosten aufklären müssen? Oder ein Schreiben schicken können oder Fax, die mich über die entsstehenden Kosten aufklären.

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#11
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3904 Beiträge, 1193x hilfreich)

Ich sehe derzeit keinen Anlaß die Rechnung zu begleichen.

Sie haben keinen Auftrag erteilt. Etwas anderes müsste der Anwalt nachweisen.

Ferner hätte der Anwalt sie auf die Möglichkeit eines Beratungsscheines hinweisen müssen.

Teilen Sie dem Anwalt mit, dass ein Auftrag nicht erteilt wurde und eine Vertretung auch nicht (mehr) gewünscht werde.

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