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Bildungsgutschein abgelehnt

8.1.2010 Thema abonnieren
 Von 
nici1973
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Bildungsgutschein abgelehnt

Hallo Zusammen!
Wir möchten gerne wissen, ob es möglich ist in unserem Fall gegen das AA anzugehen.
Also folgendes:
Mein Mann ist seit dem 01.01.2009 arbeitslos, weil einem Aktionär in den Sinn kam, dass die Firma nicht mehr in das Konzept des Unternehmens passt!
Mein Mann ist Industriemeister und hat einige Weiterbildungen in seinen Berufsjahren mitgemacht. Nur bringt ihn das leider nicht weiter. Ihm ist bei der Stellensuche im I-Net aufgefallen, dass Fachkräfte für Arbeitssicherheit sehr gefragt sind und hatte sich über diese Weiterbildung informiert.
Dann hat er sich damit an seine Sachbearbeiterin gewendet. Die blockte sofort ab und meinte er wäre schon qualifiziert genug! Er hat danach telefonisch Kontakt mit dem Leiter der Schule aufgenommen, der ihm einige Tipps und auch die Telefonnummer des Leiters vom AA Oberhausen gab. Auch der blockte ab, obwohl zu dem Zeitpunkt(Mitte Nov.) noch 7 Bildungsgutscheine zur Verfügung standen. Als er seiner Sachbearbeiterin dann mitteilte, dass er die Kosten dann halt selbst übernimmt. Meinte diese:"Dann stehen Sie dem Arbietsmarkt nicht mehr zur Verfügung und wir streichen Ihnen das ALG!" Sie haben sich schließlich darauf geeinigt, dass er die Weiterbildung sofort abbricht, sobald ihm ein potenzieller AG vorliegt.
Nun ist es leider so, dass mein Mann der einzige Selbstzahler in dem Kurs ist. Die anderen bekommen zusätzlich: Eine Unterkunft, Fahrkosten erstattet, eine Auffwandentschädigung weil sie ja die ganze Woche nicht zu Hause sind. Und er ? Nicht einen Cent!
Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, oder doch???
Ach ja: Um dem AA zu zeigen, dass Fachkräfte für Arbeitssicherheit sehr gefragt sind, hat er alle Stellenanzeigen, die er gefunden hat ausgedruckt und ihr vorgelegt.
Kann er die Kosten der Weiterbildung vielleicht noch im Nachhinein vom AA zurückfordern?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11523 Beiträge, 3639x hilfreich)

@nici:

Gibt es die Ablehnung der Förderung schriftlich, bzw. kann Dein Mann nachweisen, dass er überhaupt einen entsprechenden Antrag gestellt hat?

Grundsätzlich sind Bildungsmaßnahmen immer Ermessensleistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Anspruch besteht allerdings auf pflichtgemäße Ermessensausübung. Im Kern bedeutet das soviel, dass die AA vergleichbare Antragsteller nicht unterschiedlich behandeln darf Auch allein die Tatsache, dass angeblich eine ausreichende Qualifikation vorliegt, ist als Begründung für die Ablehnung m.E. nicht ausreichen, sofern in dem Ausbildungsberuf keine, oder nicht ausreichen, Stellen verfügbar sind. Was nützt mir schließlich eine Top-Ausbildung, wenn Leute mit meiner Qualifikation einfach nicht gebraucht werden.

Wenn es darum geht, zu beurteilen, ob nach Abschluss einer bestimmten Weiterbildung, bessere Eingliederungschancen bestehen, geht die AA m.E. leider nicht immer (um nicht zu sagen, so gut wie nie) sehr praxisorientiert vor. Es ist oftmals schwer nachvollziehbar, wonach eingentlich entschieden wird, welche Maßnahmen sinnvoll sind, und welche nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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