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ARGE VERWEIGERT VERMITTLUNGSSCHEIN

 Von 
lucky-on-usa
Status:
Beginner
(147 Beiträge, 45x hilfreich)
ARGE VERWEIGERT VERMITTLUNGSSCHEIN

Hallöchen, doch noch eine Frage:

Mein Mann bekommt nun schon seit´s das gibt H4, die letzten 6 Monate war er mit meinem Kleinen Sohnemann im EZ-Jahr, damit ich arbeiten gehen konnte...
Nun ist das EZ-Jahr vorbei und er ist weiter arbeitslos...

Nun hat er über eine private Arbeitsvermittlung zwei Stellen als Paketdienstfahrer bekommen, Gehalt 1000-1500€ netto, unbefristet und bei uns in der Nähe--also ein Traum!
Nur braucht man halt dafür diesen Vermittlungsschein...
Den verweigert ihm seine Betreuerin mit der Aussage, mein Mann wäre noch nicht lange genug arbeitslos, wenn er den Job haben wöllte solle er den Schein doch selbst bezahlen....2000€!!!!! :schock:

Heute haben wir in Nürnberg angerufen, die meinten das könne jeder einzelne Bearbeiter selbst entscheiden, wer soeinen Schein bekommt und wer nicht!!!
Nun meine Frage:Kann die das echt bringen?? Ich meine mein Mann ist seit fast 5 Jahren arbeitslos, das ist wohl nicht lange genug oder was???
Und kann die dann mit den Scheinen Pokern und uns somit den Job versauen, nur weil mein Mann vielleicht keine gerade Nase hat??
Ich mein das geht doch sicher schon unter diskriminierung!!
Und wir haben 2 Kinder, mein Mann brauch den Job dringend!!!

Kann uns vielleicht irgendwer einen Rat geben??
Bin mit unserer ARGE echt noch am verzweifeln!!

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arbeitslos Job Vermittlungsgutschein


11 Antworten
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#1
 Von 
Knuba
Status:
Praktikant
(848 Beiträge, 154x hilfreich)

Den Vorgesetzten Deiner SB ausfindig machen und mit ihm sofort Kontakt aufnehmen. lasst Euch auch einen Bescheid vom potentiellen Arbeitgeber geben, dass Dein Mann durch diesen Vermittlungsgutschein, eine feste Arbeitsstelle bekommen wird.

Es ist immer dasselbe. Die, die absolut keine Arbeit finden werden fertig gemacht, die, die einen Teilzeitjob haben, sollen ihn kündigen, um sich eine Vollzeitstelle suchen zu können und die, die Aussicht auf Arbeit haben, denen wird das verpfuscht.

-----------------
" :wipp: "

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#2
 Von 
Knuba
Status:
Praktikant
(848 Beiträge, 154x hilfreich)

Den Vorgesetzten Deiner SB ausfindig machen und mit ihm sofort Kontakt aufnehmen. lasst Euch auch einen Bescheid vom potentiellen Arbeitgeber geben, dass Dein Mann durch diesen Vermittlungsgutschein, eine feste Arbeitsstelle bekommen wird.

Es ist immer dasselbe. Die, die absolut keine Arbeit finden werden fertig gemacht, die, die einen Teilzeitjob haben, sollen ihn kündigen, um sich eine Vollzeitstelle suchen zu können und die, die Aussicht auf Arbeit haben, denen wird das verpfuscht.

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" :wipp: "

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#3
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11523 Beiträge, 3639x hilfreich)

Völlig idiotisch, aber leider war: Während der ALG I Empfänger einen Rechtsanspruch auf einen Vermittlungsgutschein hat, nachdem er mindestens 6 Monate arbeitslos ist, gibt es für den ALG II Empfänger eben keinen Rechtsanspruch, sonder der Gutschein ist eine Kann-Leistung. Insofern ist die Aussage aus Nürnberg leider korrekt.

Trotzdem würde ich ebenfalls dringend empfehlen, sofort mit dem Vorgesetzten der Sachbearbeiterin zu sprechen. Diesem müsst Ihr deutlich machen, dass Dein Mann dem Amt noch sehr, sehr viel mehr Geld als diese 2.000,-- Euro kosten wird, wenn er diesen Job nicht bekommt. Wichtig dabei: Legt etwas schriftliches vor, dass Dein Mann den Job tatsächlich bekommt, wenn er den Gutschein hat.

Wenn auch dieses Gespräch keinen Erfolg bringt, wendet Euch an den zuständigen Bürgermeister oder Landrat. Mit genau der selben Argumentation. Wenn alle Stricke reisen, wirkt die Drohung, die Presse zu informieren oftmals Wunder; zumindest auf der genannten politischen Ebene.

Es ist einfach lächerlich, dass an solchen Dingen die Aufnahme eines unbefristeten Vollzeitjobs (wo kriegt man den heute noch), nach fünfjähriger Arbeitslosigkeit scheitern soll. Armes Deutschland.

Gruß,

Axel

-----------------
"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16651 Beiträge, 7066x hilfreich)

Finde ja den Vorschlag von Axel sehr gut :)

Nebenbei: Eine Ermessensentscheidung hat von Rechts wegen keine willkürliche Laune des Sachbearbeiters zu sein, sondern muß unter Abwägung der Tatsachen erfolgen. Und allein schon deswegen hat der Rechtsweg:Widerspruch und zeitgleich Klage, oder eben auch Kontakt zu Entscheidungsinstanzen aufnehmen gute Aussicht auf Erfolg!

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#5
 Von 
tatcher_a_hainu
Status:
Schüler
(292 Beiträge, 27x hilfreich)

Bezieher des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) haben keinen Rechtsanspruch auf einen Vermittlungsgutschein. Sie können aber nach § 16 I SGB II auch einen bekommen (Kann-Leistung). Hartnäckiges Fragen lohnt sich hier. Die Höhe des Vermittlungsgutscheines beträgt nunmehr 2.000,00 Euro. Die erste Rate von 1.000,00 Euro wird erst gezahlt, wenn das Arbeitsverhältnis 6 Wochen bestand. Die zweite Rate von 1.000,00 Euro wird wie bisher gezahlt, wenn das Arbeitsverhältnis 6 Monate bestand.

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#6
 Von 
Eirene113
Status:
Master
(4102 Beiträge, 465x hilfreich)

Wieso verlangt denn diese Paketdienstfirma diesen Schein? Die können deinen Mann doch auch so einstellen. Ich kenn das nur mit dem Beratungsschein, wenn man zu diesen freien Jobanbietern geht.

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#7
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11523 Beiträge, 3639x hilfreich)

@Eirene:

Der Job wurde doch von einem privaten Arbeitsvermittler vermittelt, wie im Ursprungsthread eindeutig geschrieben wurde. Da auch nirgendwo steht, dass der potentielle AG den Vermittlungsgutschein verlangt, gehe ich davon aus, dass es der Arbeitsvermittler ist, der diesen haben will. Der AG wird vermutlich eine Vereinbarung mit dem Arbeitsvermittler haben, dass er neue Arbeitnehmer, die vom Vermittler benannt wurden, nur einstellen darf, wenn diese über einen gültigen Vermittlungsgutschein verfügen.

Gruß,

Axel

-----------------
"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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#8
 Von 
Eirene113
Status:
Master
(4102 Beiträge, 465x hilfreich)

danke AxelK........ich hatte es tatsächlich überlesen.

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#9
 Von 
Mark Niebuhr
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo an alle !
Habe die vorausgehenden Beiträge verfolgt und würde hier gerne mal meinen Frust ablassen. In einigen Belangen seid Ihr sehr blauäugig. Die ARGE ist eine anonymisierte "Serviceagentur" - kein AAmt wie früher. Der "Arbeitssuchende" kommt ohne vorherige Anmeldung und Wartezeit gar nicht zu einem Beratertermin. Also wird der wechselnde Berater kaum den Kontakt zu einem Vorgesetzten zwecks Beschwerde herstellen.
Meine Frau ist bei HARTZ 4 abgelehnt ( da ich Arbeit habe ) und bekommt trotz aller Bemühungen keine Arbeitsstelle, da sie keinen Vermittlungsgutschein hat.(Sie zählt laut Gesetz nicht als arbeitssuchend ?)
Jobs waren jedoch mitunter frei ( gegen Vermittlungsgutschein ).
Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Arbeitgeber das schriftlich bestätigen würde, das er nur auf den Gutschein scharf ist...! (Was in meiner strukturschwachen Region jedoch üblich ist).
Auf ein zweites Einkommen sind wir angewiesen - was kann man noch tun ?
Ist das nicht auch Diskriminierung ???



-- Editiert von Mark Niebuhr am 17.10.2007 22:01:54

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#10
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2120x hilfreich)

@mark niebuhr

wo sind wir blauäugig?
recht auf weiterbildung, vermittlungsgutscheine tc ist nun mal so nicht im sgb II verankert.
blauäugig wäre es, dies zu verheimlichen.
blind dagegen, wenn man sich nicht zumindest versucht, dagegen zu wehren.
nutz mal die suchfunktion. vor einiger zeit gab es einen thread einer mutter, die von freien ausbildungsplätzen ohne vermittlungsgutschein erfuhr. sie wollte die adressen d. firmen für ihr 'kind'. die arge argumentierte, das seien jobs der arb.agentur...sie wehrt sich mit allen mitteln dagegen.

sunbee

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#11
 Von 
Mark Niebuhr
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

@sunbee
Wer diesen Schwachsinn schon einige Zeit miterlebt hat verliert die Lust, sich nervenaufreibend allein gegen solche menschenverachtende Bürokratie zu stellen.
Man zieht natürlich im Gesamtmaßstab seine entsprechenden Schlüsse.
Gruß:M. N.

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