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Mietrecht // Vermieterin ruft bei Eltern an//

 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Mietrecht // Vermieterin ruft bei Eltern an//

Guten Tag ,
Durch Komplikationen mit meinem Arbeitgeber, hatte ich die letzten Monate Probleme damit meine Miete zu bezahlen.
Meine Vermieterin hat sich daraufhin gestern bei mir gemeldet.
Sie hat mir mehrere fragwürdige Sachen an den Kopf geworfen obwohl ich ihr mitgeteilt habe dass ich die Miete bezahlen kann ...
Sie meinte halt ich sei sowieso dreckig , meine Wohnung sei nicht sauber und stinkt, es sei ein Drogen Umschlag Platz, in meinem Schlafzimmer wird Rauschgift gezüchtet und die Nachbarn beschweren sich jeden Tag .
Ich habe die Nachbarn gefragt dass alles ist totaler Mist!
Das schlimmste jedoch ist dass die meine schwer kranke Mutter angerufen hat(woher sie die Nummer hat weiß ich nicht ) und ihr die gleichen Sachen an den Kopf geworfen hat ... Scheinbar in einem Ton sodass meine Mutter sich gestern wieder mit Pillen zustopfen musste.
Darf die Vermieterin einfach so dritte miteinbeziehen ?
Was kann ich tun ?

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Vermieterin recht Mutter


28 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(25987 Beiträge, 10697x hilfreich)

Die Vermieterin darf anrufen wo immer sie will. Die Mutter sollte sich die Anrufe verbeten, das ist aber ihre Angelegenheit.

wirdwerden

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#2
 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Vermieterin darf einfach dritte Leute miteinbeziehen und lügen über mich erzählen? Und sie darf auch meine Mietschulden veröffentlichen ... Ich dachte in Deutschland gibt es sowas wie Datenschutzgesetze ????

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#3
 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry aber ich kann das einfach nicht glauben ... Als ob diese kleine schlampe jetzt im Recht ist ...
Die darf mich doch nicht so schlecht reden und mit welchem Recht ruft sie meine Eltern an und informiert sie über private Angelegenheiten ???? Irgendwer hier der Ahnung hat ???

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#4
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2788 Beiträge, 1132x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
Als ob diese kleine schlampe jetzt im Recht ist ...

Dieser kleine Satz zeigt doch, wie du gepolt bist, bzw. stellst du dich als Traum aller Vermieter ins richtige Licht.

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(25987 Beiträge, 10697x hilfreich)

Ich habe Ahnung. Und hier bitte keine Beleidigungen. Nochmals in kleinen Schritten zum midenken. Jeder darf jeden anrufen. Wenn jemand das nicht will, dann muss er sich selbst dagegen wehren, hier wären das die Eltern. Ich kann nicht irgendjemanden dran hindern, meinen Nachbarn anzurufen, da muss er sich selbst drum kümmern.

Wenn Lügen verbreitet werden, die gerichtsfest nachweisbar sind, dann kannst Du Geld in die Hand nehmen, zum Anwalt marschieren und Ihr könnt gemeinsam überlegen, ob es sich lohnt eine Abmahnung zu schreiben oder vor Gericht zu ziehen. Das war aber hier nicht die Frage.

wirdwerden

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#6
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5359 Beiträge, 1812x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
Irgendwer hier der Ahnung hat ?

Klar, u.a. wirdwerden, die Dir bereits geantwortet hat.

Und ja, es gibt auch Datenschutzgesetzte, was diese Frage soll, verstehe ich allerdings nicht, da ein Verletzung so auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist.

Das Gesetzt schütz gewisse Sachverhalte, verbietet aber nicht pauschal die Veröffentlichung von hier sogar Tatsachen (Mitschulden).

Zitat (von go497658-34):
Was kann ich tun ?

Die Mietschulden auszugleichen und es in Zukunft nicht wieder zu Schulden kommen zu lassen, wäre mein Lösungsansatz.
Die Opferrolle, in der Du Dich hier darstellst, steht Dir m.E. nicht zu.

Berry

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#7
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Student
(2814 Beiträge, 1172x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Das Gesetzt schütz gewisse Sachverhalte, verbietet aber nicht pauschal die Veröffentlichung von hier sogar Tatsachen (Mitschulden).

Die Verbreitung personenbezogener Informationen, die geschäftsmäßig gespeichert werden (bei Wohnraumvermietung: (+)), ist nur nach Maßgabe der DSGVO zulässig (ausdrückliche Zustimmung, berechtigtes Interesse etc.).
Ein berechtigtes Interesse an der Verbreitung der personenbezogenen Information "XY hat Mietschulden bei mir" hat der VM wohl nur gegenüber einem Anwalt, Gericht, Inkassobüro etc., aber nicht gegenüber Dritten, die mit dem Mietverhältnis nichts zu tun haben.
Strenggenommen darf ein VM nicht mal Dritten mitteilen "der XY ist Mieter bei mir".

Allerdings wird man mehr als einen Unterlassungsanspruch hier nicht gewinnen können, von daher eher Sturm im Wasserglas.

-- Editiert von BigiBigiBigi am 15.08.2018 15:48

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#8
 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Sehe ich anders... Immerhin erzählt die sehr viel Mist über mich Rum .
Kontaktiert meine Eltern obwohl ich 25 bin.
Das mit den Mietschulden ist geklärt , auch wenn verspätet aber sowas kann ja wohl Mal passieren ... ;-)

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#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5289 Beiträge, 2682x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
Das mit den Mietschulden ist geklärt , auch wenn verspätet aber sowas kann ja wohl Mal passieren ... ;-)

Dann wartet man aber nicht darauf, dass der Vermieter sich meldet, sondern kommuniziert sowas offen und frühzeitig.
Ansonsten kann es auch passieren, dass man die längste Zeit Mieter der Wohnung gewesen ist.

Zitat (von go497658-34):
Sehe ich anders... Immerhin erzählt die sehr viel Mist über mich Rum .

Dann geh zum Anwalt und lass den eine strafbewehrte Unterlassungserklärung verfassen.
Alternativ zur Polizei gehen und Anzeige wegen Verleumdung erstatten, aber nicht wundern, wenn Du im Laufe dessen auf den zivilrechtlichen Klageweg verwiesen wirst.

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#10
 Von 
hiphappy
Status:
Bachelor
(3451 Beiträge, 1835x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
aber sowas kann ja wohl Mal passieren ... ;-)

Nein.

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#11
 Von 
vieilledame
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
Sorry aber ich kann das einfach nicht glauben ... Als ob diese kleine schlampe jetzt im Recht ist ...
Die darf mich doch nicht so schlecht reden und mit welchem Recht ruft sie meine Eltern an und informiert sie über private Angelegenheiten ???? Irgendwer hier der Ahnung hat ???

Mit welchem Recht zahlst du keine Miete, und das seit Monaten?

Darüber hinaus hast du es nicht mal für nötig gehalten, deine Vermieterin zu informieren.

Weisst du eigentlich, dass dir die fristlose Kündigung droht?

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#12
 Von 
AltesHaus
Status:
Schlichter
(7199 Beiträge, 1847x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Die Vermieterin darf anrufen wo immer sie will. Die Mutter sollte sich die Anrufe verbeten, das ist aber ihre Angelegenheit.

Das stimmt, allerdings darf der VM nicht so ohne Weiteres aus dem Mietverhältnisnähkästchen plaudern.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#13
 Von 
AltesHaus
Status:
Schlichter
(7199 Beiträge, 1847x hilfreich)

Zitat (von go497658-34):
Sie hat mir mehrere fragwürdige Sachen an den Kopf geworfen obwohl ich ihr mitgeteilt habe dass ich die Miete bezahlen kann ...

... als VM stellt sich mir direkt die Frage ... wenn Sie doch jetzt können, warum haben Sie nicht sofort getan?

Und für die Zukunft (da es tatsächlich Arbeitgeber gibt wie Mieter, die nämlich erst zahlen, wenn sie meinen, dass es unbedingt sein muss), reden sofort mit dem VM wenn sich da dunkle Wolken am Geldhimmel zeigen, so weiß der VM Bescheid und Sie müssen sich nichts vorhalten lassen.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#14
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5359 Beiträge, 1812x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
Das stimmt, allerdings darf der VM nicht so ohne Weiteres aus dem Mietverhältnisnähkästchen plaudern.

Dass genau stimmt so eben nicht.

Der Datenschutz schütz, worauf die dreifach Bigi ja oben ergänzend hingewiesen hat, gespeicherte personenbezogene Daten.

Die Information "Mieterin Goxxxx schuldet Miete" ist in der Form aber keine abrufbare gespeicherte Information, und fällt daher nicht unter den Datenschutz.
Da es sich außerdem auch um eine Tatsache handelt, fällt auch Verleumdung oder üble Nachrede raus.

Berry

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#15
 Von 
AltesHaus
Status:
Schlichter
(7199 Beiträge, 1847x hilfreich)

@Sir Berry

Nein ich bin da anderer Meinung, es handelt sich um ein laufendes Mietverhältnis, und die Dritten denen gegenüber derartiges erwähnt wurde stehen nicht im Vertragsverhältnis mit der Mieterin, sind sozusagen unbeteiligte Dritte und haben kein berechtigtes Interesse an derartigen Auskünften zu haben ... und ich meine (aber ich weiß es nicht genau), dass derartiges auch nicht erlaubt sei. Zumal die Forderung noch nicht einmal tituliert ist.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#16
 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erstmal für all die Antworten.

Zu aller erst sollte ich klarstellen dass ich mit der Vermieterin bereits vor drei Monaten gesprochen habe als sie hier war.
Ich habe mir den Fuß im Treppenhaus gebrochen weil das Geländer seit Jahren defekt ist und meine Ausbildung daurfhin verloren.

Sie wusste dass sie ihr geld immer bekommt im Notfall habe ich es mir dann halt manchmal von meinen Eltern geliehen.

Mich stört halt wie sie redet und was für üble Gerüchte sie in die Welt setzt.
Wegen dunkel Schwarzen Vorhängen in meinem Schlafzimmer darf ich mir anhören ein Drogen Baron zu sein und irgendwelche Dinge anzustellen.


Mit meinem Vater habe ich außerdem Ärger deswegen bin ich ausgezogen, er soll also nicht wissen wo ich wohne.
Kann doch nicht sein das die vm sich da jetzt einfach einmischt oder ?
Mfg und danke

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#17
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2319 Beiträge, 532x hilfreich)

Hier sind verschiedene Sachverhalte zu unterscheiden.

Dass Mietschulden mietrechtliche Konsequenzen haben können, ist zwar richtig, gehört aber nicht zur Fragestellung.

Dass die VM vertragsrelevante Sachen tratscht, geht gar nich-t nur was kann man da gegen tun?

Polizei und Staatsanwalt wuerden sicherlich pflichtbewußt eine Anzeige entgegehnen nehmen und dann verwerfen => bringt nix.

Anwalt ? Ja geht, man kann die VM abmahnen und eine Unterlassungserklärung einfordern lassen. Braucht man aber Geld für und dass beißt sich meist mit den Mietschulden von oben.

Starken Max markieren ist auch tendenziell schlecht mit Schulden, aber wenn es sein muss und man kein Geld für den Anwalt hat, kann man folgendes versuchen: VM auffordern Auskunft über die gespeicherten Daten zu erteilen inkl. wem sie diese Daten offengelegt hat. Je nach reaktion oder eben nichtreaktion könnte man dann zum Landesdatenschutzbeauftragten gehen und hoffen, dass der Lust auf ne grillparty hat.



Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#18
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(25987 Beiträge, 10697x hilfreich)

Es macht wenig Sinn, die Frage immer zu wiederholen, nur weil die Antworten nicht passen.

AltesHaus, Du verwechselst da was. Ein Dritter hat keinen Anspruch auf eine Auskunft von einem Vermieter. Aber umgekehrt kann der Vermieter jedem erzählen, wie z.B. das Zahlungsverhalten des Betroffenen ist.

wirdwerden

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#19
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Student
(2814 Beiträge, 1172x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Die Information "Mieterin Goxxxx schuldet Miete" ist in der Form aber keine abrufbare gespeicherte Information, und fällt daher nicht unter den Datenschutz.

Selbstverständlich handelt es sich um gespeicherte Information (genauer: "ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten" i.S.d. Art. 2 Abs. 1 DSGVO). Oder wird die Miete in bar übergeben, ohne daß ein Konto im Spiel ist?

Zitat (von AltesHaus):
Zumal die Forderung noch nicht einmal tituliert ist.

Auch eine titulierte Forderung fällt (ggfs.) unter DSGVO. Es läge, wie schon oben gesagt, lediglich berechtigtes Interesse und damit zulässige Verarbeitung i.S.d. Art. 6 Abs 1. b), f) DSGVO vor - etwa bei anwaltlicher, gerichtlicher oder Inkasso-Betreibung der Forderung.

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#20
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3358 Beiträge, 1918x hilfreich)

Wenn ich mich recht entsinne gab es bei Harry Potter so einen Zauberspruch, mit dem man gezielt das Gedächtnis auslöschen konnte.
Ohne einen solchen ist es echt schwierig, im Kopf gespeicherte Daten zu löschen.
Erstaunlicherweise hat da sogar der Gesetzgeber ein Einsehen und verlangt nicht, dass da etwas gelöscht werden muss.
Wenn ich nun irgend welche Daten aus dem Datenspeicher "Gedächtnis" abrufe und dritten mitteile, ohne dazu eine weitere Speicherform zu nutzen (also eben NICHT schriftlich), dann greift die Datenschutzverordnung nicht.
Es gibt ggf. andere Verbote, aber den Datenschutz kann man getrost außen vor lassen.

Im vorliegenden Fall kämen Verleumdung und üble Nachrede in Betracht. Da der Vermieter aber offenbar nur Tatsachen erzählte (ohne irgend etwas schriftliches -> Datenschutz), sind die nicht gegeben.
Die Mieterin könnte Unterlassung fordern. Allein: mit welchem Recht?
Bei der Beleidigung der Vermieterin "diese kleine schlampe" sieht das schon anders aus: wenn gegenüber dritten so über sie geredet oder geschrieben (!) wird, dann ist das wohl eine Beleidigung und kann neben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung bereits jetzt einen Schmerzensgeldanspruch begründen - wahlweise kann die Vermieterin auch verkünden, dass "so eine" wie die Mieterin sie gar nicht beleidigen könne, weil einfach zu niveaulos, um von der Vermieterin ernst genommen zu werden.

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#21
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5289 Beiträge, 2682x hilfreich)

Zitat (von quiddje):
Da der Vermieter aber offenbar nur Tatsachen erzählte

Ist das so?

Falls nicht geht das aber gar nicht ->

Zitat (von go497658-34):
es sei ein Drogen Umschlag Platz, in meinem Schlafzimmer wird Rauschgift gezüchtet

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#22
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5359 Beiträge, 1812x hilfreich)

Zitat (von BigiBigiBigi):
Selbstverständlich handelt es sich um gespeicherte Information

Un wo genau ist exakt diese Information "hat keine Miete gezahlt" gespeichert?

Berry

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#23
 Von 
go497658-34
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Also die erzählt definitiv nicht nur die Wahrheit.
Ich habe nichts mit Drogen am Hut und habe es auch noch nie gehabt.

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#24
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2319 Beiträge, 532x hilfreich)

Natürlich darf ein Vermieter vertragsrelevante information nicht Dritten zugänglich machen.

So auch AG München
Beim Amtsgericht München (422 C 17314/13) ging es um einen Vermieter, der Briefe an seinen Mieter, die das Vertragsverhältnis betrafen (und in denen die Gesundheit des Mieters thematisiert wurde), an dessen Wohnungstür gehängt hat – lesbar für alle anderen Mieter. Dies angeblich, weil er keinen Briefkasten bereit gehalten hat. Diese „Zustellung" sei daher geboten. Das Amtsgericht erkannte zu Recht einen Unterlassungsanspruch, denn der Mieter wurde hier in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt:

Das Anheften der für andere Personen lesbaren Schreiben stellt eine Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Kläger dar. Vom Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 1,1 I GG ist das Recht des Einzelnen auf Achtung seiner personalen und sozialen Identität, auch in der Darstellung des Einzelnen nach Außen, umfasst (vgl. Palandt, Sprau, 71. Auflage, § 823, Rn. 86). Dadurch, dass der Beklagte für andere lesbar Schreiben an die Türen geheftet hat, in denen er auf die Kläger Bezug nimmt, hat er die Darstellung der Beklagten nach Außen beeinträchtigt. Die Kläger haben ein schützenswertes Interesse daran, dass Einzelheiten ihrer vertraglichen Beziehung zum Beklagten Dritten nicht zugänglich gemacht werden. […]

Eine Beeinträchtigung läge auch dann vor, wenn die Schreiben nur von wenigen Mitmietern zur Kenntnis genommen werden sollten, da es für eine Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ausreichend ist, wenn die Äußerungen nur gegenüber einzelnen Personen erfolgen. Geschützt ist nämlich auch das Recht des Einzelnen, selbst zu entscheiden, wem welche Informationen aus seinem Lebensbereich offenbart werden.

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#25
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2319 Beiträge, 532x hilfreich)
Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#26
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Student
(2814 Beiträge, 1172x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Un wo genau ist exakt diese Information "hat keine Miete gezahlt" gespeichert?

Im Zweifel implizit im Konto des Vermieters - es fehlt dann ja die sonst jeden Monat eintrudelnde Transaktion. ;)

Abgesehen davon, wenn dich das nicht überzeugt - schon die Information, daß der TE Mieter bei diesem VM ist, ist datenschutzrechtlich relevant. Die ist nämlich im Mietvertrag gespeichert. Solange der VM also nicht sicher weiß, daß die Mutter von dem Mietverhältnis weiß, darf er ihr nicht mal sagen "Ihr Sohn ist/war mein Mieter", was er mit einer Mitteilung über Mietschulden natürlich macht.

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#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(61329 Beiträge, 28429x hilfreich)

Der Speicherort "Gehirn" ist von der DSGVO" ausgenommen ... :grins:



Zitat (von BigiBigiBigi):
schon die Information, daß der TE Mieter bei diesem VM ist, ist datenschutzrechtlich relevant.

Inwiefern?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#28
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2319 Beiträge, 532x hilfreich)

steht oben schon mal. auch der private Vermieter wird einen Ordner Mitvertragsunterlagen haben und schon ist er zum Beispiel verpflichtet, den ordner so aufzubewahren, dass kein dritter (putzfrau, besucher etc..) einfach Einblick nehmen kann.

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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