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Forderung von CCS Inkasso rechtens?

10.12.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Inkasso Forderung
 Von 
timtam
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)
Forderung von CCS Inkasso rechtens?

Hallo miteinander,
mein Sohn hat am 29.09.16 bei Aral mit der girocard 15,60€ bezahlt und die Lastschrift konnte mangels Deckung nicht eingelöst werden.Am 7.11.16 hat er die 1 Mahnung und am 29.11.16 die 2.Mahnung von CCS-Inkasso erhalten.Aus dem ursprünglichen Betrag sind nun 86,50€ geworden,wobei der Betrag aus 1.und 2.Mahnung identisch ist und sich folgendermaßen zusammensetzt:
Hauptforderung:15,60€
Bankrücklastschriftkosten: 10,50€
Adressermittlungskosten:10,00€
Verzugsschaden der Ingenico Payment Services GmbH : 9,90€
Geschäftsgebühr: 33,75€
Auslagen :6,75€
Weil mir die Gesamtforderung nicht angemessen erscheint,wollte ich für meinen Sohn ein Schreiben fertig machen ,um die Forderung in Teilen zu bestreiten.Habe mich eben schon belesen,bin nun aber aufgrund der Fülle von Infos trotzdem überfordert.Dabei spielt auch eine Rolle,dass ich am Montag ins Krankenhaus muss und eigentlich gar nicht den Kopf frei habe für solche Dinge,aber die Zeit drängt.
Deshalb meine Fragen......Wie sollte ich am besten vorgehen? Ist die Gesamtforderung überhaupt gerechtfertigt?Sollten erst Nachweise angefordert werden über diese ganzen Nebenkosten oder gleich die Höhe bestreiten?
Um etwaigen Fragen vorzubeugen...Mein Sohn ist volljährig ,ist aber momentan vom "Weg abgekommen " ,hat den Überblick verloren und ich unterstütze ihn.
Ich hoffe,dass mir jemand auf meine Frage antworten kann.

-- Editier von timtam am 10.12.2016 13:28

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Inkasso Forderung


33 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Ich würde denen erst mal folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Sie wollen mir unverzüglich einen Rechnungsnachweis über die folgenden Posten vorlegen: Adressermittlungskosten, Bankrücklastschriftkosten, Verzugsschaden der Ingenico. Im übrigen wollen Sie mir eine Vollmacht des Gläubigers für die Ingenico und eine Vollmacht der Ingenico an Sie im Original vorlegen. Und sie wollen mir das vollständige zwischen Ihnen und den Gläubigern geschlossene Vertragswerk in Kopie vorlegen. Ich benötige dies alles, um ihre Forderung sachlich zu überprüfen. Ihnen ist übrigens bekannt, dass der BGH bei Rücklastschriften gesonderte Bearbeitungsgebühren verboten hat?"

Ich würde ansonsten maximal 25 bis 30€ an den Ursprungsgläubiger bezahlen. Zweckgebunden. "Nur HF + Briefporto + Zinsen + Bankgebühr + Adressermittlung".

Dann würde ich mal abwarten, wie sie reagieren.
Die über 10 € Rücklastschrift klingen zu hoch. Bearbeitungsgebühren einer Ingenico sind frei erfunden bzw. nicht durchsetzbar. Extra Bearbeitungsgebühren dürfen bei Rücklastschriften nämlich nicht gefordert werden.

Die Inkassogebühr kann man sich streiten. Sie ist überraschend niedrig. Ob man die bei Rücklastschriften direkt erheben sollte, ist umstritten.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#2
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1467 Beiträge, 563x hilfreich)

Ich würde bezahlen: HF plus 10,- Adressermittlung plus 5,- Mahngebühren plus 5,- Rücklastschrift. Komme in Summe auf c.a. 35,- die ich zweckgebunden an ingenico überweisen würde. Inkassogebühren sind in der Branche nicht durchsetzbar da ingenico selbst schon eine Inkassodienstleistung erbringt

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#3
 Von 
timtam
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Erst mal vielen lieben Dank für die zwei schnellen Antworten,die schon mal sehr weiterhelfen .

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#4
 Von 
timtam
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Noch eine Frage...Das Schreiben mit der Aufforderung zur Kostenaufschlüsselung ist bereits raus,sowohl per Mail als auch per Einschreiben .Wenn wir erst mal nur die Hauptforderung überweisen,dann direkt an Aral überweisen oder an CCS ?

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#5
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1467 Beiträge, 563x hilfreich)

So weit ich weiß wird die Forderung bei Lastschriftbezahlung an ingenico abgetreten. Wird vom Inkasso ja auch als Gläubiger benannt. Ich würde daher an die zahlen.

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#6
 Von 
guest-12308.09.2017 10:17:08
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

hi, ich habe ein ähnliches Problem. Habe aufgrund eines Kontowechsels noch einen offenen Betrag bei Aral. Habe auch schon ein Schreiben von CCS Inkasso bekommen mit genau der selben Konstenaufstellung wie oben beschrieben.
Nach langem googlen und telefonieren, bin ich hier auf den thread gestoßen und wollte mal nachfragen wie es bei dir ausgegangen ist bzw. wie genau deine Schritte waren.
danke schon mal!

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#7
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2024 Beiträge, 1292x hilfreich)

Sie (mooseni) sollten den unstrittigen Betrag zweckgebunden (d.h. die einzelnen Posten im Überweisungstext klar benennen) an Ingenico überweisen. Die Kontodaten finden Sie auf dem Rücklastschriftbeleg.

Hauptforderung: XXX -> unstrittig, das muss voll bezahlt werden
Bankrücklastschriftkosten: 10,50€ -> strittig, maximal EUR 4 sind zu zahlen
Adressermittlungskosten:10,00€ -> erst einmal unstritig, das muss voll bezahlt werden (allerdings darf man einen Kostennachweis verlangen)
Verzugsschaden der Ingenico Payment Services GmbH : 9,90€ strittig, muss nicht gezahlt werden (allenfalls viell EUR 0,50)
Geschäftsgebühr: 33,75€ -> strittig, muss nicht gezahlt werden
Auslagen :6,75€ -> strittig, muss nicht gezahlt werden

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#8
 Von 
guest-12308.09.2017 10:17:08
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

danke für die schnelle antwort!
Deine Auflistung kann ich nachvollziehen. In anderen threads habe ich dies auch bereits gelesen.
ich würde jetzt die Hauptforderung (20€ ;) + Rücklastschriftskosten (bei mir: 3,50€ ;) + Adressermittlungskosten (10€ ;) + Auslagen (bei mir: 3€ ;) überweisen.
Allerdings habe ich kein Beleg mehr und somit auch keine Bankverbindung der Ingenico gmbH. Ich weiß, dass es am besten ist die Hauptforderung direkt an den Gläubiger zu überweisen.
In meinem Fall bin ich allerdings gezwungen an CCS Inkasso zu überweisen, da ich sonst keine Bankverbidngung mehr habe.

Aus diesem Grund würde ich CCS Inkasso gerne noch per einschreiben ein Schreiben zukommen lassen, wo ich meine Überweisung detailliert (s.o.) aufliste und noch folgendes anhänge:
"Die weiteren Forderungen, welche sie in ihrem Schreiben auflisten, werde ich ohne Vorlage von Nachweisen über die Höhe und ohne Aufschlüsselung um was es sich hierbei im Einzelfall handelt, nicht begleichen. Ebenso werde ich auf weitere Schreiben von ihnen, ohne die geforderten Nachweise, nicht antworten. Einem Mahnbescheid werde ich in so einem Falle auch widersprechen. Zudem widerspreche ich der Speicherung personenbezogenen Daten und/oder deren Weitergabe."

Meine Frage jetzt. Habe ich etwas vergessen? Und sollte ich noch etwas bezüglich Schufa erwähnen? Bzw. können die mir einfach einen negativen Schufa Eintrag machen?

Danke nochmal!

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#9
 Von 
Shihaya
Status:
Praktikant
(951 Beiträge, 416x hilfreich)

Ich würde sicherheitshalber noch die telefonische und persönliche Kontaktaufnahme untersagen.

Gruß

Shihaya

Signatur:Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, und nicht für das, was ihr versteht.
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#10
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2024 Beiträge, 1292x hilfreich)

Es kam zu einer Rücklastschrift. Ihre Bank muss die Bankverbindung von Ingenico kennen. Schauen Sie doch einfach mal auf Ihrem Kontoauszug nach.

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#11
 Von 
guest-12308.09.2017 10:17:08
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank an alle! Habe jetzt den Brief per Einschreiben an CCS Inkasso geschickt und warte nun ab was passieren wird. Aber mache mich bereits jetzt auf weitere Forderungen und Briefe von denen gefasst. Zumindest laut den Beiträgen in den Foren hat man dies zu erwarten.

An vundaal76: Ja das dachte ich zuerst auch. Aber da das Konto bereits aufgelöst war, als versucht wurde den Betrag abzubuchen, kann die Rücklastschrift nicht eingesehen werden. Habe auch mehrfach bei der Bank unter verschiedenen Hotlines und bei meinem ehemaligen Bankberater angerufen und sie konnten mir keine Auskunft geben. Ich versteh es zwar immer noch nicht, warum die versuchte Abbuchung nirgends im System zu sehen ist, aber habe mich damit jetzt abgefunden.
Was ich aber bisher in Foren gelesen habe, hätte es anscheinend eh nichts gebracht, da Aral nicht direkt abbucht sondern alles über Ingenico Payment zu laufen scheint.
Naja habe, wie in meinem vorherigen Beitrag geschildert, jetzt den offenen Betrag an CCS Inkasso überwiesen, da ich ja auch meine Schulden begleichen möchte!

Kann mich gerne nochmal melden, ob sich CCS Inkasso nochmal bei mir melden wird oder wie es ausgegangen ist.

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#12
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2024 Beiträge, 1292x hilfreich)

Zitat:
Habe auch mehrfach bei der Bank unter verschiedenen Hotlines und bei meinem ehemaligen Bankberater angerufen und sie konnten mir keine Auskunft geben.

Das macht man nicht telefonisch, sondern schriftlich und nachweislich.

Zitat:

Ich versteh es zwar immer noch nicht, warum die versuchte Abbuchung nirgends im System zu sehen ist, aber habe mich damit jetzt abgefunden

Da lügt Ihre alte Bank, denn ...

Zitat:
Adressermittlungskosten (10€ ;)

Ihre alte Bank hat Ihre Postanschrift rausgerückt und dafür Provision kassiert. Das muss dokumentiert sein.
Zudem hat Ihre alte Bank eine Rücklastschriftprovision erhalten -> dass die alte Bank die Bankverbindung nicht kennt, von wo Ingenico abbuchen wollte, ist lachhaft.

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#13
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(648 Beiträge, 181x hilfreich)

Zitat (von mooseni):
Zudem widerspreche ich der Speicherung personenbezogenen Daten und/oder deren Weitergabe."

Meine Frage jetzt. Habe ich etwas vergessen? Und sollte ich noch etwas bezüglich Schufa erwähnen? Bzw. können die mir einfach einen negativen Schufa Eintrag machen?

Du hast der Weitergabe deiner Daten widersprochen. Zwar nicht explizit an Auskunfteien nach §28a BDSG, aber das schließt es meiner Meinung nach mit ein. Zumal du den unstrittigen Teil der Forderung beglichen und dem Rest widersprochen hast.

Sie können dir zwar einen negativen Schufa-Eintrag machen, du kannst dich dann aber dagegen wehren. Nötigenfalls sogar per Klage mittels Anwalt, der dann vom Eintragenden zu zahlen wäre.

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#14
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Zusammen,
bin neu hier und mich hat es nun leider auch erwischt und ein Brief von CSS Inkasso mit einer Forderung aufgrund von Rücklastschrift ist ins Haus geflattert.
Die Hauptforderung stammt vom 21.1.2018 und der Brief kam heute an. Ingenico hat 2 mal versucht, das Geld einzuziehen, was jedoch leider mangels Deckung (musste 2 Monate auf mein Gehalt warten) direkt wieder rückgebucht wurde.

1. Hauptforderung: 50€
2. Bankrücklastschriftkosten: 9,20€
3. Adressermittlungskosten: 10€
4. Verzugsschaden der Ingenico Payment Service GmbH: 9,90€
5. Geschäftsgebühr: 45€
6. Auslagen: 9€

Ich würde gerne so wie hier beschrieben vorgehen und die unstrittigen Beträge einzeln aufgelistet direkt an Ingenico überweisen und gegen die strittigen Beträge per Einschreiben Einspruch einlegen bzw. so wie oben dargelegt vorgehen.

Welche Beträge sind denn in meinem Fall unstrittig, also sollte ich direkt bezahlen?
Im vorhinein besten Dank für eure tolle Hilfe

Viele Grüße

edit: ich sehe gerade, dass auf den Rücklastschriften von INGENICO WG. BP bei meinem onlinebanking keine IBAN ersichtlich ist, auf die ich den unstrittigen Betrag überweisen kann. Hat da jemand eine Lösung für mich?


-- Editiert von Fridolin220 am 13.03.2018 18:04

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#15
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Korrekt sind in deinem Fall: Hauptforderung,
Eine Rücklastschrift zwischen 3 und 5€.
Briefporto (1,50€ in etwa)
Adressermittlung

Zitat:
Hat da jemand eine Lösung für mich?

Frage deine Bank nach der Kontoverbindung. Im Endeffekt ist es aber egal, denn man kann auch an CCS überweisen. Wichtig ist nur der Verwendungszweck und dass man per Brief eindeutig klar stellt, dass die sich ihre frei erfundenen Gebühren sonst wo hinstecken können ;-)

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#16
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Verwendungszweck wichtig soll heißen, dass ich das - wie von denen gewünschte - Aktenzeichen aus dem Forderungsschreiben angeben kann?

Vielen dank für deine Hilfe!

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#17
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich nehme Bezug auf ihr Schreiben vom 7.3.2018 mit dem Aktenzeichen AZ 109890078
Ich werde die Hauptforderung (1) in Höhe von 50€, die Kosten für die Bankrücklastschrift in Höhe von 5€, Briefporto in Höhe von 1,50€ und die Kosten für die Adressermittlungskosten (3) in Höhe von 10 € auf das von Ihnen genannte Konto überweisen. Das ergibt einen Gesamtüberweisungsbetrag von 66,50€.
Die weiteren Forderungen, welche sie in ihrem Schreiben auflisten, werde ich ohne Vorlage von Nachweisen über die Höhe und ohne Aufschlüsselung, um was es sich hierbei im Einzelfall handelt, nicht begleichen.
Ihnen ist übrigens bekannt, dass der BGH bei Rücklastschriften gesonderte Bearbeitungsgebühren verboten hat.
Ebenso werde ich auf weitere Schreiben von ihnen, ohne die geforderten Nachweise, nicht antworten. Einem Mahnbescheid werde ich in so einem Falle auch widersprechen. Zudem widerspreche ich der Speicherung personenbezogenen Daten und/oder deren Weitergabe.
Weiterhin untersage Ich Ihnen die telefonische und persönliche Kontaktaufnahme.
Mit freundlichen Grüßen
xxx
Heidelberg, 16.03.2018

Kann das so raus?! Vieeeelen dank

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#18
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Ich würde den Satz ergänzen "Außerdem weise ich sämtliche Inkassogebühren mit Argument Inkassoüberfall und Konzerninkasso zurück."

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#19
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

habe es jetzt so gemacht, wie empfohlen wurde. Den Betrag überwiesen und im Verwendungszweck einzeln aufgelistet wieviel für welchen Teil überwiesen wurde.
Der Brief ging per Einschreiben raus und heute habe ich schon ein Schreiben von CSS inkasso erhalten, welches ich hier im Link

https://photos.app.goo.gl/LwUPbg5pmkb0cTnr1

kurz zeigen möchte. Wie ist nun die weitere Vorgehensweise?
Für weitere Hilfe bin ich sehr sehr dankbar.
Viele Grüße

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#20
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Ich persönlich würde nun Beschwerde beim Aufsichtsgericht einreichen. Das kostet auch nur Briefporto. Ich würde es so formulieren:

"Wertes Gericht.
Ich beschwere mich hiermit über das Geschäftsgebahren der CCS. Dieses will unter Aktenzeichen ABC eine Forderung bei mir eintreiben. Ungeachtet der besonderen Frage des 'Inkassoüberfalls' habe ich insbesondere die Bearbeitungsgebühr Ingenico und die Inkassogebühr zurückgewiesen. Bearbeitungsgebühren bei Rücklastschriften sind gemäß ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht erlaubt und dürfen nicht dem Schuldner auferlegt werden. Stattdessen muss ein Gläubiger diese Gebühren selbst tragen. Die Inkassogebühren sind nicht zulässig, da Ingenico und CCS zu demselben Konzern gehören. gemäß §2 RDG findet somit keine Rechtsdienstleistung statt und es gibt keinerlei Rechtsgrundlage, Inkassogebühren über das RVG zu begründen oder irgendwie vom Schuldner zu verlangen.
Anbei erhalten Sie die Antwort der CCS. Es ist klar zu erkennen, dass die CCS sich vorsätzlich gegen die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs stellt und zudem vorsätzlich und rechtswidrig Begründungen für die Zulässigkeit der Inkassogebühren und Bearbeitungsgebühren erfindet. Um es einfach auszudrücken: CCS lügt sich etwas zusammen zur eigenen Bereicherung. In meinen Augen zeigt dies sogar strafrechtliche Relevanz (Betrug).
Ich ersuche sie, der CCS dauerhaft und endgültig das Erheben von jedweden Bearbeitungsgebühren bei Rücklastschrift-Forderungen zu verbieten. Ebenso das Erheben von Inkassogebühren bei konzerneigenen Beauftragungen. Auch möchten sie der CCS bitte dauerhaft verbieten, derartige Lügen zu verbreiten. Die CCS stört hier massivst den Rechtsfrieden und das in sicher vielen tausenden Fällen pro Monat. Zudem bereichert sie sich illegal durch die Verbreitung dieser Lügen.
Das Verweisen auf den Zivilrechtsweg ist in meinen Augen nicht wirksam genug. Gerade auch aufgrund der verbreiteten Lügen der CCS und der Stellung als zugelassener Rechtsdienstleister wird hier bei vielen Schuldnern der Eindruck erzeugt, dass die CCS hier korrekt und legitim handeln würde und dass ihr dieses Geld zustünde. Man muss hier die Allgemeinheit vor diesen Verstößen des BGB/RDG/RVG schützen."

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#21
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

ok, vielen dank für die schnelle antwort.

jetzt bin ich allerdinbgs etwas überfordert oder stell mich vlt. auch nur sehr doof an:

Ich finde keine adresse von einem "aufsichtsgericht".. wohin muss ich das denn schicken?
kannst du mir da helfen?

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#22
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/ wäre für CCS zuständig.

-- Editiert von mepeisen am 23.03.2018 23:35

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#23
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank für deine tolle Hilfe und Unterstützung,
habe vor kurzem Antwort von dem zuständigen Aufsichtsgericht erhalten und war dementsprechend auch erst erleichtert.
Nun (4 Tage später) ein weiterer Brief von CSS Inkasso

Beide Briefe hier abfotografiert

https://photos.app.goo.gl/wqlKltYJJrTCNEcA3

was nun? da meine kreditwürdigkeit schon nicht die Beste ist, habe ich angst vor einem Schufa Eintrag.

-- Editiert von Fridolin220 am 06.04.2018 16:39

-- Editiert von Fridolin220 am 06.04.2018 16:41

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#24
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Du hast widersprochen. Ein Schufa-Eintrag darf also vorläufig erst mal nicht erfolgen. Ich würde abwarten, bis das Inkasso die Beschwerde beim Gericht mitbekommt und deren Reaktion abwarten. Im Moment hat sich das ja überschnitten zeitlich.

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#25
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 769x hilfreich)

Es kann in dem Fall nicht schaden in einigen Wochen eine Selbstauskunft bei der Schufa einzuholen.

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#26
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5182 Beiträge, 2663x hilfreich)

"Da das wiederholte Einziehen......... ,vielen erneut Bankgebühren an"

Sogenannte Hoffnungsläufe sind das Geschäftsvergnügen des Gläubigers, die dadurch entstandenen Kosten sind nicht erstattungsfähig.

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#27
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo zusammen.
Die CCS Inkasso hat beim Oberlandgericht stellung genommen und dieses sieht nach einer Prüfung für aufsichtsrechtliche Maßnahmen keinen Anlass. Eine Stellungnahme der CCS lag bei und eine Woche später kam ein erneutes Anschreiben der CCS Inkasso zur "Letzten Mahnung vor Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens" mit der Forderung des offenen Forderungsbetrages.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht alle relevanten Seiten des Oberlandgerichtes, sowie die letzte Mahnung von CCS inkasso abzufotografieren (Name und Anschrift wurde geschwärzt).

Link: https://photos.app.goo.gl/jpWnLnKJwhbpf6VP2

Bin kurz davor einfach den Rest zu überweisen, um meine Ruhe zu haben bzw. "auf der sicheren Seite" zu sein.

Was meint ihr, wie sollte ich weiter vorgehen?

Im vorhinein besten und herlichsten Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße

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#28
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20175 Beiträge, 13726x hilfreich)

Ich habe mir das noch einmal genauer angeschaut. Ich würde weiterhin die Inkassokosten nicht bezahlen. Und ich würde auch dem OLG noch einmal Gründe nennen, wieso es den fall noch einmal genauer prüfen sollte. Denn meiner Meinung nach ist das Urteil des Landgerichts zum Konzerninkasso nicht abschließend richtig. Zum einen, weil sich eine neue Situation durch ein kürzlich ergangenes BGH-Urteil ergeben hat, zum anderen weil es wesentliche Umstände gibt, die beim LG Düsseldorf nicht berücksichtigt wurden, die aber eine Konzernabhängigkeit zweifelsfrei beweisen meiner Meinung nach.

Ich habe parallel mal den Inkassowatch angeschrieben, was er von meiner Bewertung denkt. Wäre es OK für dich, wenn ich da den Kontakt herstelle? Denn der Inkassowatch arbeitet aktiv daran, diese Abart des Konzerninkassos endlich mal abzustellen und es würde sich meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit ergeben, wenn sie dir bei deiner Beschwerde helfen dürften.

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#29
 Von 
Fridolin220
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 2x hilfreich)

Hey. Ich habe halt Angst, dass erneut die Schufa informiert wird.
Klar, über eine Stelle, die sich dem annimmt und mir hilft, wäre ich selbstverständlich sehr dankbar.
Vg

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#30
 Von 
Dibogilo
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Fridolin220,

ich habe exakt den selben Fall auf dem Tisch und würde gerne wissen, wie es bei dir ausgegangen ist bzw. was du einem raten würdest. Lohnt es sich gegen das CCS Inkasso anzugehen und sogenannten "Geschäftsgebühren" nicht zu zahlen? Besten Dank im Voraus!!

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