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PayPal Betrug Inkasso Gericht

3.1.2018 Thema abonnieren Zum Thema: Geld Konto Handy
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)
PayPal Betrug Inkasso Gericht

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe momentan ein großes Problem, was mir letzte Nacht den Schlaf geraubt hat. Und zwar bin ich Opfer des sogenannten Dreieck betruges geworden. Ich habe ein Handy für 500€ auf eBay Kleinanzeigen inseriert, ein vermeintlicher Käufer hat sich gemeldet und wollte mir den vollen Preis und noch zusätzlich etwas Geld auf mein PayPal Konto überweisen, wenn ich es Ihm den persönlich bringe. Gesagt getan, Handy wurde dem Betrüger persönlich ausgehändigt, da die Bezahlung per PayPal schon abgeschlossen wurde. Nun habe ich gestern Abend eine Nachricht von PayPal und vom Verkäufer, der jetzt seit 2 Wochen auf sein Handy wartet und PayPal bereits eingeschaltet hat. Natürlich habe ich den kürzeren gezogen, wie immer... Nun denke ich wirklich den ganzen Tag drüber nach, wie soll ich vorgehen? Mein PayPal Konto ist mit 500€ im Minus, da ich das Geld bereits auf mein Girokonto abbuchen lassen habe. Strafanzeige wurde heute morgen aufgenommen. Wie soll ich reagieren? Ich bin nicht Rechtschutzversichert.

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Geld Konto Handy


42 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Wieso haben Sie schlaflose Nächte?
Sie haben doch die EUR 500 sicher auf Ihrem Konto.

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#2
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Aber mein PayPal Konto ist ja im Minus? Wollen die sich das Geld nicht zurückholen?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(62138 Beiträge, 28573x hilfreich)

Zitat (von scousejaeger):
und noch zusätzlich etwas Geld auf mein PayPal Konto überweisen, wenn ich es Ihm den persönlich bringe.

Dies könnte man wie genau beweisen?



Zitat (von scousejaeger):
Handy wurde dem Betrüger persönlich ausgehändigt,

Vermutlich hat man keinen Nachweis darüber das dies überhaupt stattgefunden hat?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Ich habe die ganzen Chatverläufe aus eBay Kleinanzeigen. Damit kann man doch die IP Adresse ermittelt werden, oder nicht?
Reicht das vor Gericht den nicht?

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#5
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Zitat:
Aber mein PayPal Konto ist ja im Minus? Wollen die sich das Geld nicht zurückholen?

Wie soll Paypal sich das Geld denn zurückholen?

Fakt ist: Paypal ist in Deutschland sehr klagescheu, insb. bei solchen undurchsichtigen Geschichten.
Insoweit würde ich mich zurücklehnen.
Gerichtlicher Mahnbescheid kommt so ca. im Mai. Diesem müsste man nur widersprechen.

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#6
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Droht mir denn nicht ein Schufa eintrag? Ich habe vor bald einen Kredit für ein Haus aufzunehmen, muss ich da mit irgendwelchen Schwierigkeiten rechnen? Ich habe seit 10 Jahren ein stabiles einkommen und habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

-- Editiert von scousejaeger am 04.01.2018 20:52

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#7
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Einmal nachweislich und schriftlich bei Paypal der Forderung widersprechen -> das geht auch per E-Mail, solange Paypal darauf antwortet oder eine Eingangsbestätigung ausstellt. Dann darf nichts mehr an die Schufa gemeldet werden.

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#8
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Zitat:
Ich habe die ganzen Chatverläufe aus eBay Kleinanzeigen. Damit kann man doch die IP Adresse ermittelt werden, oder nicht?
Reicht das vor Gericht den nicht?

Welches Gericht meinen Sie denn?
Der Käufer hat ja die EUR 500 von Paypal erstattet bekommen. Das ist ja die Begründung, warum Ihr Paypal-Konto mit 500 in den Miesen ist.
Der Geschädigte ist hier Paypal.

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#9
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Falls PayPal vor Gericht zieht ist damit gemeint. Vielen Dank für eure Hilfe, das hat mich aufjedenfall etwas beruhigt!

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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10287 Beiträge, 4400x hilfreich)

Ich verstehe das hier noch nicht so ganz.
K kauft ein Handy von VK und bezahlt mit dem PP Konto von K.
VK übergibt Handy persönlich an K. Die Kommunikation ist schriftlich erfolgt und nachweisbar.
K behauptet nun kein Handy von VK bekommen zu haben, schaltet PP ein und bekommt das Geld zurück.
K hat nun Handy und auch wieder das Geld?
Ab zur Polizei und Strafanzeige stellen!
Auch wenn die Übergabe selbst evtl. nicht durch Zeugen beweisbar ist, das sollte man so nicht auf sich sitzen lassen!

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#11
 Von 
FareakyThunder
Status:
Praktikant
(727 Beiträge, 474x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Ich verstehe das hier noch nicht so ganz.

Zitat (von scousejaeger):
Und zwar bin ich Opfer des sogenannten Dreieck betruges geworden

Protagonisten:
scousejaeger, der VK
Ein unbekannter Betrüger B.
Ein Käufer K.

VK bietet ein Handy für X € zum Verkauf an.
B kopiert diese Anzeige oder erfindet eine in der ein "Handy" für X+100 € angeboten wird und sich als VK ausgiebt.
K "kauft" bei B das "Handy".
B kauft bei VK das Handy und gibt sich als K aus.
VK teilt B mit wohin das Geld überweisen werden soll.
B teilt K mit das er das Geld an obige Stelle überweisen soll.
K sendet das Geld an VK.
VK überbringt B Handy plus 100 €.
K bekommt kein Handy.
ab da sollte der Rest der Geschicht klar sein.

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#12
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Ich danke euch allen für eure Antworten, echt cool das ich hier auf dieses Forum gestoßen bin.

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#13
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Leute irgendwie habe ich tierische Angst das es am Ende doch zur Klage kommt. Ich meine PayPal hat ja in seinen AGB klar erwähnt, das man die Ware niemals persönlich aushändigen darf. Aber 500€ sind einfach wirklich viel für mich. Ich brauche dringend einen ermutigenden Rat.

Vielen Dank im voraus

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#14
 Von 
Droitteur
Status:
Praktikant
(855 Beiträge, 257x hilfreich)

Man wird dir sicher gern, und wohl auch zu Recht, ermutigend sagen, dass PayPal einfach nicht sehr klagefreudig ist bislang.

Aus meiner Sicht am Mutigsten wäre jedoch die Einsicht, dass du dich selbst damit gefährdet hast, die Sache wegzugeben, und dass diese Gefahr sich realisiert hat. Das ist zwar immer noch ärgerlich, aber wenigstens selbstbestimmt. Wenn PayPal wirklich nicht mehr auf dich zukommt, ist das sehr glücklich für dich. Andernfalls trägst du einfach nur den Schaden, der im Grunde sowieso schon besteht.

Das eigentliche Problem ist schließlich, dass du der Person, der du deine Sache hingegeben hast, nicht habhaft wirst, weil du dich überhaupt nicht ihrer Identität versichert hast.

Rein rechtlich kann man natürlich ebenfalls alles ausdiskutieren - inwiefern PayPal zB einen Vertrauenstatbestand geschaffen hat oder du entreichert bist oder oder. Wie gesagt, das Mutigste jedoch wäre..

-- Editiert von Droitteur am 07.01.2018 13:23

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#15
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Ich habe einfach Angst das ich am ende einknicke, da PayPal ja klar und deutlich in ihren AGB geschrieben haben, dass man niemals die Ware persönlich aushändigen darf. Das könnte, wenn es soweit kommen würde, ja gerichtlich gegen mich verwendet werden.

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#16
 Von 
Droitteur
Status:
Praktikant
(855 Beiträge, 257x hilfreich)

Nach meiner Einschätzung spielen die AGB dafür nicht mal eine entscheidende Rolle. Du hast schlicht keinen Vertrag mit dem, von dem du das Geld erhalten hast. Deshalb hast du auch prinzipiell keinen Anspruch darauf, das Geld von ihm behalten zu dürfen. Das wäre das gleiche bei einer Banküberweisung; auch da kommt Dreiecksbetrug vor.

Das ist auch genau der Grund, warum ich auf diese Weise versuche, dir deine "tierische Angst" zu nehmen: Die kommt ja gar nicht mehr aus dem Schaden selbst, sondern aus der Ungewissheit. Darum freunde dich am besten damit an, dass das Geld eigentlich weg ist. Und im Übrigen musst du dir einfach ein dickes Fell zulegen: das ist halt eine zivilrechtliche Streitigkeit, bei der du deinen Standpunkt vertrittst und dein Gegner (nunmehr wohl PayPal) den seinigen. Es ist völlig in Ordnung, dass es da zwei verschiedene Meinungen gibt; wenn es irgendwann hart auf hart kommt, wird das für einen von beiden etwas teurer, aber das ist das ganz normale Leben: es kostet eben Geld. So wie ein Schnupfen auch Geld kostet. Und wenn du kein Geld hast, dann wird man dich auch nicht ausziehen; wenn doch, dann musst du eben zahlen (oder PayPal). Mit einer persönlich zu nehmenden Schuld hat das nichts zu tun; sieh es ganz sachlich, emotionslos.

Aber wie hier schon gesagt wurde: Wenn es überhaupt zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt..

Auch wenn es ***** ist - Mach dich nicht verrückt :) Lass solchen Mist nicht übermäßig dein Leben oder deine Laune beeinflussen.

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#17
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Hm, ich denke mal Sie haben Recht und ich mache mir wirklich zu viele Gedanken. Mein größtes Problem ist, das ich nicht Rechtschutzversichert bin, und somit bei einem Gerichtsverfahren sämtliche kosten tragen müsste. Ich bin ein Geringverdiener und muss die ganze Familie unterhalten.

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#18
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Die Paypal AGB sind aber nicht zwingend rechtlich wirksam in Deutschland.
Ich würde mir keine so großen Sorgen machen.
Einmal der Forderung schriftlich und nachweislich widersprechen + Paypal das Verbot aussprechen, Sie telefonisch zu kontaktieren.

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#19
 Von 
guest-12330.07.2018 08:56:38
Status:
Schüler
(227 Beiträge, 24x hilfreich)

Das nächste mal das Geld direkt vom Käufer nehmen und eine Quittung ausstellen,, dass Sie das Geld erhalten haben. Oder wenn schon PP, dann würde ich grundsätzlich nur als Paketsendung verschicken und du hast einen Beweis durch die Sendungsnummer, dass die Ware angekommen ist. Auch wenn der Käufer behaupten würde, das Paket wäre leer gewesen zählt nicht weil das Gewicht was anderes belegt.

Jetzt würde ich wirklich das Konto ausgleichen und daraus lernen. Mir ist etwas ähnliches passiert und mir war das Minus auch egal. Es wurde dann noch sehr teuer und seitdem biete ich PP nicht mehr an. Der viele Ärger hier mit PP bestätigt immer wieder, das es viele Probleme damit gibt.

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#20
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Warum soll er jetzt sein Paypal Konto ausgleichen?
Moment hat er keinen Schaden, denn die EUR 500 liegen sicher auf seinem Konto.

Wir haben doch bereits mehrfach erwähnt, dass Paypal sehr klagescheu ist und die Paypal AGB nicht zwingend rechtlich wirksam sind.

Dass es teurer wird, behaupten Sie jetzt.
Klar, KSP und Inkasso wollen noch mehr Kohle. Nur weil jmd. Geld will, heisst das nicht, dass die Forderung auch so gerichtlich durchsetzbar ist.

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#21
 Von 
scousejaeger
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 11x hilfreich)

Ich habe mich dazu entschieden das Konto nicht auszugleichen. Soll PayPal machen was die wollen.

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#22
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5543 Beiträge, 1846x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Nur weil jmd. Geld will, heisst das nicht, dass die Forderung auch so gerichtlich durchsetzbar ist.

das diese Forderung durchsetzbar ist, dürfte doch wenn sich der Dreiecksbetrug bestätigt, völlig außer Frage sein.

Der TS hat von einem Dritten Geld erhalten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen.

Die vermeindliche Gegenleistung hat er an einen anderen erbracht.

Berry

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#23
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Zitat:
das diese Forderung durchsetzbar ist, dürfte doch wenn sich der Dreiecksbetrug bestätigt, völlig außer Frage sein.

Doch! Das steht in Frage, eben weil hier noch Paypal mit einer unsicheren Zahlungsplattform mitspielt.
Denkst Du, Paypal lässt sich die eigenen AGB durch ein deutsches Gericht durchleuchten, wenn es versucht, die Forderung durchzusetzen?

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#24
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24453 Beiträge, 6383x hilfreich)

Zitat (von scousejaeger):
Ich habe mich dazu entschieden das Konto nicht auszugleichen. Soll PayPal machen was die wollen.

Dann wünsche ich Ihnen auch bei dieser Haltung zu bleiben, wenn die ersten Anwaltsbriefe und schliesslich ggf. ein gerichtlicher Mahnbescheid eintrifft.

Leider zeigt die Erfahrung, dass Menschen (nicht nur beim Thema PayPal, sondern auch z.B. bei überhöhten Fangprämien bei Ladendiebstählen, oder völlig abstrus überhöhten Gebühren bei geplatzten Lastschriften) zunächst mal tapfer die Zahlung verweigern, aber nach entsprechend viel und entsprechend "böser" Post dann doch noch bezahlen. "Dumm" ist dann regelmäßig, dass die ursprüngliche Summe meist auf das Doppelte angewachsen ist.

Darum mein Rat, den ich immer an dieser Stelle gebe: Zahlen Sie nur dann nicht, wenn Sie sich wirklich sicher sind später nicht einzuknicken, denn sonst wird es unnötig doppelt (oder wieviel auch immer) so teuer.

Und nur am Rande: Wenn Sie nicht zahlen, werden Sie auch nie wieder PayPal unter Ihrem eigenen Namen nutzen können. Auch dieser Aspekt ist -jedenfalls für manche- nicht ganz unwichtig.

Abschliessend: Das PayPal hier wegen 500,00 EUR "am Ende des Tages" klagt, glaube ich auch nicht.

PS:

Wobei ich mich gerade frage, seit wann der Käuferschutz bei ebay-Kleinanzeigen eingreift

Zitat:
Ich habe ein Handy für 500€ auf eBay Kleinanzeigen inseriert,

Selbst wenn Betrüger B eine Anzeige im "echten" eBay geschaltet hat, kann der "echte" Käufer die Zahlung an den VK doch eigentlich nur per "Zahlung an Freunde und Verwandte" vorgenommen haben, bei der ebenfalls kein Schutz greift ?!

Oder ist es (sicherheits)technisch möglich, dass man einen Fake-Ebay-Account mit der PayPal-Adresse eines Dritten verknüpft und das Ganze so über die offizielle EBay Kaufabwicklung zu leiten?

Also anders gefragt: Kann ich einen Phantasieaccount auf eBay anlegen und diesen z.B. mit der PP-Zahlungsadresse meiner Schwiegermutter offiziell verknüpfen?

Ich kenne es zumindest von diversen Sportwettanbietern, dass die PayPal-Einzahlungen nur noch von PayPal-Konten akzeptieren, die auf die selbe Person registriert sind, wie der eigentl. (Wett-)Account.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 11.01.2018 00:35

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#25
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

Wir haben dem TE aber auch sehr transparent erklärt, dass böse Anwaltsbriefe und ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen werden.
Diesem Mahnbescheid muss man dann entsprechend widersprechen und die anderen Briefe ignorieren.
Insoweit sollte der TE bestens vorbereitet sein.

Wenn TE einknickt, ist das seine eigene Schuld.

Dass sich die Forderung glatt mal verdoppelt, mag vielleicht in den Conputern von Paypal stehen. Allerdings ist das bei einer widersprochenen Forderung i.d.R. rechtlich nicht durchsetzbar.

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#26
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5543 Beiträge, 1846x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Selbst wenn Betrüger B eine Anzeige im "echten" eBay geschaltet hat, kann der "echte" Käufer die Zahlung an den VK doch eigentlich nur per "Zahlung an Freunde und Verwandte" vorgenommen haben, bei der ebenfalls kein Schutz greift ?!

Diesen Einwand versteh ich jetzt nicht, denn ich kann durchaus Rechnungen via paypal bezahlen mit vollem Käuferschutz, wobei die Rechnung in keinem Zusammenhang mit ebay stehen muss.
(die linke der vier angebotenen Optionen).



Zitat (von vundaal76):
Dass sich die Forderung glatt mal verdoppelt, mag vielleicht in den Conputern von Paypal stehen. Allerdings ist das bei einer widersprochenen Forderung i.d.R. rechtlich nicht durchsetzbar.


Stimmt, bei 500 € wird sich die Forderung nicht wirklich verdoppeln, aber sie wird sich merklich durch die Gerichtskosten und Anwaltskosten, ggf, auch noch Mahngebühren, erhöhen.
Ob widersprochen oder nicht spielt hier doch überhaupt keine Rolle.

Zitat (von vundaal76):
Doch! Das steht in Frage, eben weil hier noch Paypal mit einer unsicheren Zahlungsplattform mitspielt.
Denkst Du, Paypal lässt sich die eigenen AGB durch ein deutsches Gericht durchleuchten, wenn es versucht, die Forderung durchzusetzen?


Mir fehlt, bezogen auf diesen Sachverhalt die Vorstellung, wie sich die paypal AGB hier negativ auswirken könnten.
Der TS ist aus Sicht des redlichen Käufers ungerechtfertigt bereichert. Da brauche ich für eine Rückforderung keinen AGB Bezug - nur eine Abtretungserklärung.
Immer der Dreiecksbetrug vorausgesetzt,

Dieser Fall ist deutlich anders gelagert als die oft recht merkwürdig anmutenden Käuferschutzentscheidungen. Daher sollten die Besonderheiten auch beachtet werden.

Berry

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#27
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2075 Beiträge, 1302x hilfreich)

1. Paypal muss diese Abtretungserklärung erst einmal vorlegen. Eine Abtretung oer AGB sehe ich für nicht wirksam an.

2. Diese Dreiecksbetrug mag im Bezug auf normale Bankkonten juristisch eindeutig sein. Paypal ist aber kein normales Bankkonto.

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#28
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24453 Beiträge, 6383x hilfreich)

Zitat:
Wir haben dem TE aber auch sehr transparent erklärt, dass böse Anwaltsbriefe und ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen werden.
Diesem Mahnbescheid muss man dann entsprechend widersprechen und die anderen Briefe ignorieren.
Insoweit sollte der TE bestens vorbereitet sein.

Glauben Sie mal einem "alten Mann", der seit 25 Jahren im Justizsozialdienst (und da auch sehr regelmäßig mit solchen Fällen, wenn auch aus unerlaubter Handlung stammend, zu tun hat) tätig ist (mit 3-4 Jahren Ausflug in die soziale Schuldnerberatung), dass die Erfahrung das zeigt, was ich oben schrieb. Trotz der "besten Vorbereitung" (vis a vis durch Schuldnerberater und Anwälte). Nicht jeder ist so abgebrüht (nicht im negativen Sinne gemeint) regelmäßige Inkasso-/ Anwaltspost, Telefonanrufe von Inkassobüros und gelbe Zustellungen von Gerichten, in denen die geforderten Beträge immer und immer höher werden, an sich abprallen zu lassen. Bei Leuten die regelmäßig damit zu tun haben (in welcher "Eigenschaft" auch immer) mag das anders sein und auch bei Leuten, die den Status des berühmten "nackten Mannes" haben, dem man -ohnehin- nicht in die Tasche greifen kann. Beides dürfte aber für die Mehrheit der Bevölkerung aber nicht zutreffen. Unterhalten Sie sich mal mit Schuldnerberatern über das Thema.

Wenn unser TE hier es hinbekommt - umso besser. Ich wollte ihm lediglich die Denkanregung geben, dass er seine einmal getroffene Entscheidung dann auch bis zum Ende durchziehen muss, wenn es was bringen soll.

Und wenn nicht:

Zitat (von "vundaal76"):
Wenn TE einknickt, ist das seine eigene Schuld.

Genau. Dann ist es seine eigene Schuld. Dadurch wird's dann aber am Ende des Tages auch nicht billiger. Und wie gesagt: Nicht jeder ist teflonbeschichtet.

Zitat:
Dass sich die Forderung glatt mal verdoppelt, mag vielleicht in den Conputern von Paypal stehen. Allerdings ist das bei einer widersprochenen Forderung i.d.R. rechtlich nicht durchsetzbar.

Was rechtlich durchsetzbar wäre ist in den "Einknickfällen" doch völlig egal, wenn die Leute dann zwischendrin aus "Angst" eben das zahlen, was gefordert wird (bzw. sich freuen, wenn sie im Internet noch ergooglen, dass vorgerichtlich nicht Inkasso und RA-Kosten berechnet werden dürfen und die Summe entsprechend kürzen). Eine z.B: Katja Günther (Stichwort Abofalle) hat (mutmaßlich) > 1 Million Euro mit nicht durchsetzbaren Forderungen eingetrieben, die die Menschen aus Angst gezahlt haben.

Davon ab schrieb ich ja auch "oder wie viel auch immer". Dass es bei einer Hauptforderung von 500,00 EUR -rechtlich durchsetzbar- nicht doppelt so teuer wird, ist mir klar. Es gibt ja nun aber auch noch andere Fälle außer diesem. Und bei einer Hauptforderung von z.B. 100,00 EUR ist man bei vorgerichtlicher Vertretung durch einen RA plus Mahnverfahren bei mehr als dem Doppelten - nach RVG, also rechtlich durchsetzbar.

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#29
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24453 Beiträge, 6383x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):

Diesen Einwand versteh ich jetzt nicht, denn ich kann durchaus Rechnungen via paypal bezahlen mit vollem Käuferschutz, wobei die Rechnung in keinem Zusammenhang mit ebay stehen muss.
(die linke der vier angebotenen Optionen).

O.K., die Funktion kannte ich so noch nicht. Ich dachte, dass es bei Zahlungen für "Waren und Dienstleisten" einer vorherigen Zahlungsanforderung durch einen Händler bedarf. Wobei ich aber auch davon ausgehe, dass bei der "linken" Methode die Zahlungsadresse mit einem geschäftlichen PayPal-Account verknüpft sein muss und es bei einem privaten nicht funktioniert. Ist aber Spekulation. Wir können es ja mal ausprobieren. Senden Sie mir doch mal 500,00 EUR über die linke Methode auf meinen Privataccount (kl Scherz :grins: ) . Nee, alles klar ... Frage geklärt....



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#30
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5543 Beiträge, 1846x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
O.K., die Funktion kannte ich so noch nicht.

ich auch nicht, hab es aber geprägt durch langjährige berufliche Erfahrung sofort ausprobiert.

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Wobei ich aber auch davon ausgehe, dass bei der "linken" Methode die Zahlungsadresse mit einem geschäftlichen PayPal-Account verknüpft sein muss und es bei einem privaten nicht funktioniert.

Ich habe keinen geschäftlichen Account.

Auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, lernt man aus den Diskussionen doch ab und an was dazu. Find ich gut.

Berry

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