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Bank will wissen woher mein Geld kommt

 Von 
guest-12313.06.2018 16:30:34
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Bank will wissen woher mein Geld kommt

Hallo,

Ich bin 30 Jahre alt und seit ich 15 bin bei meiner Sparkasse.
Da ich nun mit meiner Freundin umgezogen bin und der Umzug nicht ganz günstig war, haben sich meine Eltern dazu entschlossen uns mit 200 Euro monatlich erstmals ein wenig zu helfen.
Da meine Mutter für mein Konto eine Vollmacht hat, bat ich sie das Geld auf mein Konto einzuzahlen da ich nicht jeden Monat zu meinen Eltern kommen kann aufgrund der Entfernung.
Beim ersten Monat war alles okay
Beim zweiten Monat wurde sie mehr als unhöflich von der Bankdame gefragt "Warum zahlen Sie hier Geld ein?" "Für was ist das?" "Woher kommt das Geld?"
Daraufhin ist sie sich vorgekommen wie eine Kriminelle und hat meine zuständige Beraterin verlangt. Diese hat sich zwar entschuldigt aber meinte sie müssten sowas fragen wegen dem Geldwäsche-Gesetz.

Nun verstehe ich es das man aufpassen muss aber wir reden hier über 200 Euro und keine 2000 Euro.
Ist das rechtens das die Mitarbeiterinnen solche Fragen stellen?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
little-beagle
Status:
Lehrling
(1906 Beiträge, 1039x hilfreich)

Klar, Fragen stellen darf jeder. Also auch ich. "Woher kommt denn das Geld?"

Antworten muss man nicht unbedingt. Bei Bankgeschäften ist es aber so, dass man unterschreibt, in eigenem Namen und auf eigene Rechnung zu handeln; bei dem Vorgang ist die Mitarbeiterin jetzt (zurecht) stutzig geworden und hat mal nachgefragt.

Üblich ist es, wenn man Zahlungen tätigt, diese persönlich auf sein Konto einzuzahlen oder bei fremden Konten überweisen. Wenn man das nicht macht, wird man halt ab und an was gefragt.

Dass bei Euch die Familienbande intakt ist, freut mich sehr. Es ist aber vermutlich auch eher unüblich, dass einen die Eltern mit 30 Jahren noch monatlich unterstützen und/oder eine Kontovollmacht haben. Ich kenne jedenfalls niemanden, bei dem das so wäre.

Wenn die Bankmitarbeiterin einen begründeten Verdacht hat, dass da ggf. Geld gewaschen oder vor dem Finanzamt versteckt werden soll, MUSS sie diesem nachgehen. Die leichteste Eskalation ist: nachfragen.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20373 Beiträge, 13782x hilfreich)

Zitat:
Nun verstehe ich es das man aufpassen muss aber wir reden hier über 200 Euro und keine 2000 Euro.

Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen aus gutem Grund. Nur so viel sei gesagt: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass einziges Kriterium die Geldhöhe ist?

Auch viele Kleinbeträge können als Auffälligkeit vorkommen.

Insofern war es völlig korrekt. Ob das nun unhöflich war oder nicht, da kann ich ohnehin nichts zu sagen. Und ja, rein zwischenmenschlich sollte man stets erst mal höflich sein.

Was mich aber wundert: Wieso kann sie das Geld nicht einfach überweisen per Dauerauftrag? Wieso der Aufwand?

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#3
 Von 
guest-12313.06.2018 16:30:34
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:
Nun verstehe ich es das man aufpassen muss aber wir reden hier über 200 Euro und keine 2000 Euro.

Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen aus gutem Grund. Nur so viel sei gesagt: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass einziges Kriterium die Geldhöhe ist?

Auch viele Kleinbeträge können als Auffälligkeit vorkommen.

Insofern war es völlig korrekt. Ob das nun unhöflich war oder nicht, da kann ich ohnehin nichts zu sagen. Und ja, rein zwischenmenschlich sollte man stets erst mal höflich sein.

Was mich aber wundert: Wieso kann sie das Geld nicht einfach überweisen per Dauerauftrag? Wieso der Aufwand?

Die Bank befindet sich paar Häuser weiter in der Straße von meinen Eltern.
Und wie manche ältere Leute halt sind, mögen meine Eltern halt kein Onlinebanking, Onlineshopping oder Kartenzahlung. Die zahlen klassisch in Bar und Überweisungen machen sie über einen Überweisungsschein ^^
Ich habe ihr vor paar Jahren die Vollmacht gegeben da ich 1 Jahr im Ausland war.
Und ein Dauerauftrag macht auch keinen Sinn da es ja nur eine kurzfristiger Zuschuss ist.
Klar hätten sie es auch überweisen können aber ich empfand es als einfacher wenn sie mir es einfach auf mein Konto einzahlen. Kommt im grunde ja aufs selbe hinaus.
Mir ging es jetzt nur darum ob solche Fragen überhaupt rechtens sind zwecks Bankgeheimnis.

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#4
 Von 
Tasti123
Status:
Lehrling
(1546 Beiträge, 444x hilfreich)

Zitat (von DanielHope):
Mir ging es jetzt nur darum ob solche Fragen überhaupt rechtens sind zwecks Bankgeheimnis.

Ja, hat auch nix mit Bankgeheimnis zu tun. Die Mutter weiß ja offensichtlich, auf welches Konto sie einzahlen möchte.

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#5
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9486 Beiträge, 6919x hilfreich)

Der Grund wird viel einfacher sein:
Bar-Einzahlungen auf nicht-eigene Konten kosten bei den meisten Banken happige Gebühren - auch wenn Einzahler und Empfänger Kunde der gleichen Bank sind.
Die Bank******rt eine Möglichkeit, auch hier demnächst Gebühren kassieren zu können.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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