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entgeltfortzahlungsanspruch

3.1.2017 Thema abonnieren
 Von 
go456767-80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
entgeltfortzahlungsanspruch

Hallo zusammen

Mein Arbeitgeber hat mein Dezember-Gehalt gekürzt. Daraufhin habe ich ihm angesprochen und er meinten, dass mein Entgeltfortzahlungsanspruch erschöpft sei.,daich Über die 42 Kalendertage Arbeitsunfähig war ,
Ich war nicht aufgrund eines Krankheitsbildes krankgeschrieben war, sondern aufgrund diverser Krankheiten arbeitsunfähig war. KEINE dieser Krankheiten hat 42 Kalendertage erreicht.
Es sich bei den Arbeitsunfähigkeiten nicht um die gleiche Krankheit handelte,
habe ich Anspruch auf Entgeltfortzahlung?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2276 Beiträge, 415x hilfreich)

Nach der Schilderung schon, aber es wird auch noch das Jahr davor miteinbezogen. Man sollte den AG fragen, ob ihm die Krankenkasse das mitgeteilt hat oder das die eigene Meinung ist.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9013x hilfreich)

Wie wärs mit selbst bei der Krankenkasse anrufen und fragen?

wirdwerden

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#3
 Von 
go456767-80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

vielen dank für Ihre Antwort. es waren seit september 2015 bis heute insgesamt 49 kalendertage krankheitsbedingte AU.
davon 2 wochen rückenprobleme (bandscheiben) 1 woche grippaler infekt und 1 woche schlafstörungen 2 wochen gastritis (magenschleimhautentzündung).

leider habe ich der krankenkasse nur zwei kopien der krankmeldungen geschickt.. zwei habe ich hier zu hause.

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#4
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15951 Beiträge, 6262x hilfreich)

Wenn ich Sie richtig verstehe, waren Sie immer wieder mal 1-2 Wochen krankgeschrieben, aber niemals zusammenhängend 6 Wochen. Somit hat der Arbeitgeber natürlich das Entgelt fortzuzahlen.
Die Rechtsgrundlage steht im Entgeltfortzahlungsgesetz.

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#5
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6642 Beiträge, 3308x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Somit hat der Arbeitgeber natürlich das Entgelt fortzuzahlen.
Die Rechtsgrundlage steht im Entgeltfortzahlungsgesetz.


Dann sollte man aber auch mal die Rechtsgrundlage bis zu Ende lesen.

§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

(1) 1Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. 2Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn

1.er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war oder

2.seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.

Und hier wird gerade der Satz 2 von § 3 Abs. 1 EFZG das Problem sein. Wenn dann der TS seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, der Krankenkasse die für sie bestimmten Durchschriften der AU zur Verfügung zu stellen, dann kann der AG auch nicht über die Krankenkasse in Erfahrung bringen, inwieweit für die aktuelle AU Vorerkrankungszeiten anzurechnen sind.

Da ist jetzt der TS in der Darlegungspflicht, dass keine Fortsetzungserkrakung vorliegt, und muss sogar notfalls seine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden (vgl. BAG vom 10.09.2014 – 10 AZR 651/12 ).

-- Editiert von Eidechse am 04.01.2017 09:28

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