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Wohngeld als Freiberufler/Nachforderungen möglich?

8.1.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Wohngeld
 Von 
Shadowman30
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Wohngeld als Freiberufler/Nachforderungen möglich?

Hallo!

Ich stehe hier vor einem kleinen Problem und hoffe, mir kann jemand weiterhelfen. Ich beziehe als Freiberufler in unregelmäßgigen Abständen Wohngeld - je nach wirtschaftlicher Situation. Leider ist es im Voraus schwer einzuschätzen, wie sich das Jahr entwickeln wird. Es können größere Aufträge kommen, die dann einen Wohngeldbezug verhindern - oder eben auch nicht.
Meine konkrete Frage: im letzten und vorletzen Jahr habe ich Wohngeld bezogen und für dieses Jahr ist der Antrag abgegeben. Als Grundlage für den diesjährigen Antrag habe ich den Steuerbescheid von 2007 eingereicht, da ein aktueller Bescheid erst ca. Mai vorliegen wird. Auf dem Bescheid von 2007 berechtigte die Einkommenssituation zweifelsfrei den Erhalt von Wohngeld. Nun habe ich besonders im letzten Quartal einen Umsatzsprung erreicht, der nach jetziger Sicht (habe gerade im Rahmen der Umsatzsteuererklärung das Jahr 2008 grob zusammengerechnet) keinen Anspruch auf Wohngeld für 2008 zulässt.
Sprich: mir ist nun bekannt geworden, dass ich 2008 zu Unrecht Wohngeld bezogen habe, was mir zum Zeitpunkt der Antragstellung Ende 2007 und im laufenden Jahr 2008 aufgrund der Vorausschätzung meines Einkommens nicht bekannt war.
Frage 1: muss ich nun das Wohngeld für 2008 wieder zurückzahlen?
Frage 2: muss ich diesen Umstand melden?
Frage 3: soll/muss ich den Antrag für 2009 wieder zurückziehen, obwohl mir meine Einkommenssituation für dieses Jahr noch nicht bekannt ist und ich auch nur "schätzen" kann`?

Über eine klärende Antwort würde ich mich sehr freuen. Insbesondere, wie ich jetzt am klügsten vorgehen sollte.

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Wohngeld


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15942 Beiträge, 6250x hilfreich)

Das Ganze ist schwierig. Sie sind verpflichtet, jede Änderung der Einkommensverhältnisse, die über 15% liegt, umgehend der Wohngeldstelle mitzuteilen. Wenn Sie das jetzt erst gemerkt haben, sollten Sie sich sofort dort melden! Damit Ihnen kein Strick draus gedreht wird. Jede zu Unrecht bezogene Sozialleistung ist zurückzuzahlen.

Wohngeldgesetz
§ 37 Bußgeld
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder leichtfertig
1. entgegen § 23 Abs. 1 bis 3 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig gibt oder
2. entgegen § 27 Abs. 3 Satz 1, auch in Verbindung mit Abs. 4, oder § 28 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 4 Satz 1 eine Änderung in den Verhältnissen, die für den Wohngeldanspruch erheblich ist, nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig mitteilt.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zweitausend Euro geahndet werden.

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