Was ist überhaupt ein ´Neuwagen´?

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Je länger ein Fahrzeug beim Händler auf dem Hof auf seinen künftigen Besitzer wartet, desto weniger darf es als „Neuwagen“ verkauft werden. Eine lange Standdauer ist nämlich ein wertmindernder Faktor. Jedes Fahrzeug unterliegt einem Alterungsprozess, der im Regelfall aufgrund von Materialermüdung, Oxydation und anderen physikalischen Veränderungen selbst bei Aufbewahrung unter optimalen Bedingungen wertmindernd ist.

So hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, dass ein unbenutztes Kraftfahrzeug nur dann als „ fabrikneu “ und damit als „ Neuwagen “ verkauft werden darf, wenn und solange das Modell dieses Fahrzeuges unverändert weitergebaut wird, keine durch längere Standzeit bedingte Mängel aufweist und wenn zwischen Herstellung des Fahrzeuges und Abschluss des Kaufvertrages nicht mehr als 12 Monate liegen ( Urteil des BGH vom 15.10.2003 - AZ: VIII ZR 227/02 ).

Michael Kohberger
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Sollte ein Fahrzeug dennoch als „Neuwagen“ verkauft werden, so kann der gutgläubige Käufer die ihm gesetzlich zustehenden Gewährleistungsrechte geltend machen.

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