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Vollstreckungsbescheid über Inkassobüro 22 Jahre altes Schwarzfahren

 Von 
Stef83
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Vollstreckungsbescheid über Inkassobüro 22 Jahre altes Schwarzfahren

Hallo zusammen,

ich habe von einem Magdeburger Inkassobüro am Freitag einen Brief bekommen. Lediglich mein Name ohne Geburtsdatum wurde erwähnt. Mit Aktenzeichen Amtsgericht Magdeburg. Ich soll am 05.02.1996 Schwarzgefahren sein, da war ich 12 Jahre alt, also 22 Jahre her. 185€ sind wohl fällig. Es liegt ein Vollstreckungsbescheid vor.

Das lustige ist, ich habe im Jahr 2000 im Amtsgericht Magdeburg Praktikum gehabt und selber diese Briefe fürs Schwarzfahren vorbereitet als Teil meiner Aufgabe.

Ich höre heute glaube zum ersten mal von, kann mich nicht erinnern.

Ich war 12, hat das Relevanz? Zinsen habe ich nur für 3 Jahre zu zahlen? Was soll ich tun?

Danke im vorraus.

LG

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Vollstreckungsbescheid Inkassobüro Jahre


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1010 Beiträge, 385x hilfreich)

Titelkopie anfordern und dann schauen ob dieser deinen Erziehungsberechtigten zugestellt wurde.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(60633 Beiträge, 28324x hilfreich)

Erst mal ein Kopie des Titels besorgen.
Denn Inkassos spielen gerne mal "Namen-Bingo" wenn sie den tatsächlichen Schuldner nicht finden.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Stef83
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20186 Beiträge, 13728x hilfreich)

Halt etwas anpassen, denn das Schreiben ist ja eher auf Bestellungen und Abofallen gemünzt.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#5
 Von 
Stef83
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo zusammen,

ich habe nun den Vollstreckungsbescheid vorliegen, damalige Adresse, Name und Vormund sind korrekt. Ich selber war 11 Jahre alt als ich wohl erwischt wurde.

Eine Aufschlüsselung der Kosten ist auch dabei. Es wurde von ca 180 auf 116 Euro korrigiert. Ich finde das passt aber immer noch nicht.






http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=ccdbff-1517254061.jpg

Sind die alten Verzugskosten und Schreibenkosten rechtens? Ich bin auch seit 2006 nicht mehr umgezogen, wieso also 2 mal Adressermittlung? Zinsen sind auch trotzdem aufgelistet?

Das ganze wirkt sehr unprofessionell.




-- Editiert von Stef83 am 29.01.2018 20:21

-- Editiert von Stef83 am 29.01.2018 20:21

-- Editiert von Stef83 am 29.01.2018 20:22

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#6
 Von 
Tasti123
Status:
Lehrling
(1479 Beiträge, 434x hilfreich)

Max. das zahlen, was im Titel steht zzgl. Zinsen ab 2015. Nicht vergessen, dann den entwerteten Titel anzufordern.

-- Editiert von Tasti123 am 30.01.2018 07:10

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Heiliger
(20186 Beiträge, 13728x hilfreich)

Posten wie "Verzugspauschale" oder "Schreibenkosten" sind frei erfundener Quatsch.

Adressermittlung könnt einmal gerechtfertigt sein, wenn du einmal umgezogen bist. Ich würde auch so vorgehen, wie Tasti schreibt. Aber dem Inkasso noch die Option lassen, die Adressermittlungsgebühren nachzuweisen. Also nach dem Motto "Händigt mir den Titel aus. Die frei erfundenen Gebührenpositionen gibt es definitiv nicht. Und zu der Adressermittlung beweisen Sie mir die Notwendigkeit obwohl nur ein Umzug stattfand und legen Sie mir die Rechnungskopien zu diesen Kostenpositionen vor.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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