Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
480.463
Registrierte
Nutzer

Verteidigung - wie weit darf man gehen

4.1.2006 Thema abonnieren
 Von 
d3structor
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)
Verteidigung - wie weit darf man gehen

Ich (18) hatte am Anfang der Schulferien eine Auseinandersetzung mit einer mir unbekannten Person . Er hat mich grundlos Angegriffen, ich mich gewährt und er hat dabei den kürzeren gezogen .

Nun habe ich aus sehr glaubhaften Quellen erfahren , dass er für den ersten Schultag ein Großaufgebot geplant hat um sich an mir zu RÄchen. Nun meine Frage wie weit darf ich im Verteidigungsfall gehen (Pfefferspray o.ä ? ) und wozu rät man mir ( das Verfahren wegen unserem ersten Aufeinandertreffen läuft natürlich noch -> Körperverletzung gegenseitig Anzeige)

Verstoß melden

Post von Polizei oder Staatsanwalt?

Ein erfahrener Anwalt im Strafrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten



8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mister XYZ
Status:
Schüler
(206 Beiträge, 28x hilfreich)

Notwehr ist in § 32 StGB geregelt. Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Hierzu kann man die nach allgemeiner Lebenserfahrung für die Abwehr des Angriffs tauglichen Mittel verwenden (auch Stock, Pfefferspray pp.). Es muss aber ein geeignetes Mittel sein, also die Abwehr eines Faustschlages durch eine Schußwaffe wäre in diesem Sinne nicht geeignet, weil überzogen.
Notwehr ist straffrei und
bleibt aber nur solange straffrei, bis die Notwehrlage und die Angriffsgefahr endgültig beseitigt sind. D.h. wenn man den Angriff abgewehrt hat, darf man einem dann Flüchtigen nicht hinterher laufen und ihn dann "den Kürzeren ziehen lassen".

Gruß
mister xyz

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Trixi0703
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 17x hilfreich)

Abgesehen von dem korrekten Beitrag von Mister XYZ sollte noch Folgendes bedacht werden:
Wenn man Kenntnis davon erhält, dass eine Körperverletzung geplant ist, sollte man die Polizei einschalten und nicht selber eine Bewaffnung planen. Eine solche 'Schlachtvorbereitung' hat ganz schnell mit Notwehr nicht mehr besonders viel zu tun...

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9516 Beiträge, 2022x hilfreich)

@ mister xyz

geeignet ist eine Schußwaffe schon, sie ist nur nicht verhältnismäßig, und darf deswegen in solch einer situation nicht angewendet werden... ;)

-----------------
"justice"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 82x hilfreich)

Stichwort Kirschbaum! ;)

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
d3structor
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

Um das mal vorweg zu nehmen ich bin sicher nicht auf eine konfrontation aus nur wie ich unsere (und das ist jetzt kein schubladendenken aber trifft doch leider oft zu) Türkischen Kameraden kenne und was ich von meiner QUelle so gehört habe ist er zu 100% auf eine Konfrontation aus und da werde ich mich eben wehren müssen.

Zur Polizei ... was hilft mir die . Es gibt ja keine konkrete Drohung sondern sozusagen nur InsiderWissen. Und so lange nichts passiert schreitet die doch eh nicht ein (oder?)

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
DerRitter
Status:
Lehrling
(1570 Beiträge, 177x hilfreich)

@d3structor: Wenn der-/diejenigen entsprechend äußern, Sie mal richtig schön 'ranzunehmen', dann handelt es sich hier m.E. durchaus schon um Androhung einer Straftat (gerade im Hinblick auf die noch laufende Anzeige). Sofern Sie dies den Beamten entsprechend deutlich machen können, kann ich mir (bei allen Zweifeln, die ich bisweilen gegen unsere Freunde und Helfer hege) schon vorstellen bzw. für Sie hoffen, daß die Herren in grün entsprechend tätig werden.


MfG,

der Ritter

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Don Carlo123
Status:
Schüler
(447 Beiträge, 61x hilfreich)

Weder die Anzeige bei der Polizei wird ohne Beibringung konkreter Tatsachen etwas nützen noch die "vorsorgliche Bewaffnung".

In diesem Fall ist es vielleicht besser zu überlegen, was zur Deeskalation der Angelegenheit beitragen könnte, evtl. eine vorherige Kontaktaufnahme zu der anderen Person (ich weiß, du hast geschrieben, dass sie dir unbekannt ist, aber vielleich können dir auch hier deine glaubhaften Quellen helfen).

Allahaismarladik

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
d3structor
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

Traurigerweise bin ich mir relativ sicher , dass der Kerl nicht sonderlich vernünftig ist bzw. mit sich reden lässt. Würde er den sonst , fast 3 Wochen nach dem Vorfall noch so ein Drama darum machen ?!

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer Richard Claas
Ja, jetzt Anwalt dazuholen