Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
484.857
Registrierte
Nutzer

Verläumnung durch Patientin und dadurch Suspendierung

7.1.2018 Thema abonnieren
 Von 
fb481605-30
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Verläumnung durch Patientin und dadurch Suspendierung

Hallo,
Ich bin eine Krankenschwester mit 30 Jahren Berufserfahrung und eigentlich habe ich meinen Beruf bisher geliebt. Im Dezember bin ich nach 4 Wochen Urlaub wieder zum Dienst gekommen und wurde gleich in die Pflegedirektion gerufen. Dort wurde mir gesagt, dass eine Patienten mir vorwerfen würde ihr ein Kissen bzw. Handtuch ins Gesicht gedrückt zu haben. Die Patientin ist Polin und spricht kein Deutsch. Dieser Vorwurf ist bei einem Gespräch mit der Psychologin und einem Dolmetscher geäußert worden und unsere Psychologin hält sie für glaubwürdig. Die Patientin ist psychisch stark angeschlagenen und hat über Wochen viel geweint. Sie wurde auf der Station mehrfach in andere Zimmer verlegt kurz vor dem Wochenende und dann funktionierte oftmals tagelang ihr Telefon nicht mehr. Ich habe ihr mein Handy gebracht. Ich habe ihr lediglich ein mal einen kalten Waschlappen auf die Augen gelegt. Ich habe in der Pflegedirektion alles so erzählt und man sagte mit alles klingt schlüssig und glaubhaft. Ich würde bezahlt freigestellt und muss nun abwarten was passiert. Mir geht es natürlich nicht gut. Ich habe bei Wiederaufnahme meiner Arbeit um Versetzung gebeten und denke sogar das Haus zuwechseln.
Sind wir Freiwild für Patienten????

Verstoß melden

Wir
empfehlen

Aufhebungsvertrag erstellen

Der Aufhebungsvertrag enthält meist bestimmte Bedingungen wie z.B. eine Abfindung, Freistellung oder Wettbewerbsverbot.
Sie sollten sich den Aufhebungsvertrag von einem Rechtsanwalt erstellen lassen. Es ist dabei egal, ob Sie Arbeitnehmer oder Arbeitgeber sind.

Jetzt loslegen



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Senior-Partner
(6635 Beiträge, 2432x hilfreich)

Die Frage, ob Pflegekräfte Freiwild für Patienten sein, ist natürlich polemisch. Freilich ist der Vorwurf, Gewalt gegenüber Patienten angewendet zu haben, höchst sensibel und der Arbeitgeber kann eigentlich gar nicht anders, als das sorgfältig zu untersuchen. Es ist ja nicht so, dass es der gleiche nicht schon gegeben habe Komma wenn man an diesen Pfleger denkt, der soundsoviel Patienten umgebracht hat.
Derzeit kannst du also gewiss nur darauf hoffen, dass der Arbeitgeber deiner Schilderung glaubt.
Im Moment ist es wahrscheinlich nicht einmal sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten. Aber dazu können vielleicht andere Foren-Teilnehmer mehr sagen.
Ich wünsche dir vor allem gute Nerven.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(54860 Beiträge, 24388x hilfreich)

Zitat (von fb481605-30):
Sind wir Freiwild für Patienten????

Nö.


Sonst noch Fragen?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Die wichtigsten Probleme im Arbeitsrecht
Die Antworten findet ihr hier:


Die wichtigsten Probleme im Arbeitsrecht

Abmahnung, Kündigung, Urlaub, Datenschutz und mehr - die häufigsten Probleme zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber / Mit dem Arbeitsrecht kommt man oft schon während der Schul- oder Studienzeit beim Jobben in Berührung. Als Berufstätiger sind Kenntnisse der wesentlichen arbeitsrechtlichen Regelungen in jedem Fall notwendig.. mehr