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Verkaufsstand auf Straße aufmachen

12.1.2004 Thema abonnieren
 Von 
zmaster17de
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 3x hilfreich)
Verkaufsstand auf Straße aufmachen

Hallo,
ich habe eine Idee. Einen kleinen Verkaufsstand auf der Straße (bzw. auf dem Fußgängerweg *gg) auf zu machen. Allerdings keinen festen Stand und auch nicht 5 mal die Woche.
Verkauft werden selbst gebackene Sachen und der Gewinn dürfte im Jahr unter 7000 Euro liegen. Ich bin bis Oktober arbeitssuchend und bin deshalb auf der Suche nach einer Beschäftigung.
Wäre dieser Stand erlaubt? Wenn nein, was muss ich machen, damit er es wird und wieviel wird mich das ungefähr kosten (lohnt sichs, oder nicht)?

Gruß
zmaster

PS: ich hoffe, der eintrag passt in diesen Forumzweig

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Bob.Vila
Status:
Student
(2646 Beiträge, 367x hilfreich)

Willkommen in der deutschen Bürokratie! Würde mal sagen, dass es da einiger behördlicher Genehmigungen bedarf. Zunächst stellt das Vorhaben wohl eine über den sog. Gemeingebrauch hinausgehende Sondernutzung öffentlicher Strassen und Wege dar, so dass mit Sicherheit eine Ausnahmegenehmigung des jeweils zuständigen Trägers der öffentlichen Strassen- und Wege-Last einzuholen wäre. Was diese Genehmigung kostet, hängt wohl von den lokalen Gebührensatzungen ab und kann daher von hier nicht prognostiziert werden.

Daneben könnte ich mir angesichts der Tatsache, dass es sich um den Verkauf von Backwaren handelt, vorstellen, dass es einer Genehmigung der zuständigen Lebensmittelkontrollstelle (im Zweifel beim Ordnungsamt?) bedarf.

Da es sich mit Sicherheit um ein Gewerbe handeln dürfte, brauchen Sie zusätzlich wohl auch noch einen Gewerbeschein - damit einher geht mE eine "Zwangs"-Mitgliedschaft in der örtlichen IHK.

Und das ist nur das, was mir jetzt auf Anhieb einfällt und erhebt daher keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit...

-----------------
"fiat justitia et pereat mundus..."

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#2
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9884 Beiträge, 1192x hilfreich)

Sehr gut!


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(28890 Beiträge, 8864x hilfreich)

Nicht zu vergessen der Meisterbrief im Bäckerhandwerk bei selbst gebackenen Sachen.

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#4
 Von 
zmaster17de
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 3x hilfreich)

Gut, dann geh ich doch lieber zu Kaufland und setz mich dort hinter die Kasse...

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#5
 Von 
kobold
Status:
Schüler
(320 Beiträge, 24x hilfreich)

so langsam dämmert mir, weshalb die Krakauer (also Wurstware/Metzger) im Brötchen (Teigware/Bäcker) mit Senf (eingefärbter und konservierter Lebensmittelmix/Lebensmittelchemiker) 4€ kostet.
Da sind ja auch noch die Krankenkassenbeiträge, die Haftpflichtversicherung, die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer, die Einkommensteuer, die Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die Auszeichnungspflicht, die Sonderverordnungen für fliegende Händler, die Abgaben an die Sozialkassen, die Altersvorsorge, die Umlagen für Energie- und Wassernutzung....
Lol, ... scnr ...
Aber gibt es nicht auch diese Einmann-Verkaufsstände mit heißen Würstchen, welche einfach um den Körper geschnallt werden ? Ich erinnere mich da unendlich schwach an einen Fernsehbericht vor einem Jahr...die haben sämtlich Auflagen durch Aushebeln der maßgeblichen Kriterien zur Einstufung umgangen.



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"in Zeiten wirtschaftlicher Not sollte man mehr als flexibel sein"

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