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Urkundenfälschung und Betrug Deutsche Bahn

 Von 
Hein44
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 2x hilfreich)
Urkundenfälschung und Betrug Deutsche Bahn

Guten Tag ,

Ich habe am 9.1.2017 4 Fahrkarten am DB Automat gekauft ,und eine davon am 20.1.2017 eingesetzt .Fahre öfter die gleiche Strecke . Ich kaufe immer mehrere Karten für die Zukunft. In der Regionalbahn kam ein Schaffner und wollte mein Ticket sehen , habe gezeigt , er hat meine Daten kommentarlos aufgenommen (war tatsächlich ein falsches Ticket, habe Potsdam Anschluss gekauft statt Berlin Anschluss 1.40€ statt 1.60€. ) Dann wurden meinen Daten aufgenommen, und der Schaffner hat eine Fahrpreis Nacherhebung eingetippt . Am Ende meinte er auf einmal , zusätzlich ist mein Ticket gewachst. Auf die Frage hin , was das bedeutet , kam keine Antwort, außer dass er mir das Ticket aus den Händen riss. . 2 Tage später habe ich über das Kontaktformular bei der Bahn den Fall reklamiert , und ca 3 Wochen später kam ein Brief , dass es noch etwas Zeit in Anspruch nimmt . Noch ein paar Wochen später kam ein Brief , dass die 60€ Fahrpreis Nacherhebung doch zu zahlen sind , ohne wirklich auf die Reklamation einzugehen. Gut um nicht weiter Stress zu bekommen , wurden dann die 60€ überwiesen. Ich dachte dass es sich damit erledigt hatte. 3 Monate später kam ein Brief von der Bundespolizei, wegen Betrug und Urkundenfälschung. Darauf habe ich alles geschildert, auch meinen Freund und seine Mutter als Zeugen angegeben , dass Er beim Kauf des Ticket dabei war, und Mutter von ihm während der Kontrolle dabei war . Dann kam vor 4 Wochen zu den beiden ein Termin für die Zeugen Aussage . Diesen haben die beiden heute auch wahr genommen. Dabei kam heraus , dass sich der Polizei Beamte sicher war,da man wohl unter einem Mikroskop erkennen konnte, dass das Ticket schon Mal abgestempelt wurde, aber vorher gewachst wurde, dass man es häufiger abstempeln kann. Jetzt bin ich am Boden zerstört, habe bald meine Abschlussprüfung in der Ausbildung, bin am heulen Zuhause, weil es peinlich ist vor meinen Quasi Schwiegereltern und Freund als Betrüger dazustehen. Denke an die ganze Situation pausenlos, kann mich nicht mehr konzentrieren. Habe Angst jetzt Ärger zu bekommen und Eintrag in mein Führungszeugnis etc. Ich habe definitiv kein Ticket manipuliert,auch nicht doppelt abgestempelt etc etc ...ich weiß nicht was ich tun soll .zweitens ist mein Papa selbst bei der polizei in Berlin, so dass ich sicherlich nichts auch nur ansatzweise machen würde , was unsere Familie belastet . Wie würdet ihr jetzt vor gehen ? Die Bahn hat ein Ticket jetzt in der Akte vorgelegt, worauf angeblich zu erkennen ist , dass es gewachst ist .hat jemand einen Tipp . Lohnt sich ein Anwalt jetzt noch ? Dachte eigentlich mit den 60€ Strafewegen falsches Ticket , was auch schon unfair ist 1.40€ zu 1.60€ also wegen 20 Cent , ist es getan . Nachricht ist von dem Profil meines Freundes geschrieben , damit wir nicht noch einen Account registrieren müssen. viele Grüße

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Betrug Urkundenfälschung


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(23063 Beiträge, 5528x hilfreich)

Naja gut, viel lässt sich dazu nicht sagen.

Dass frisch aus dem Automaten ein gewachstes und bereits abgestempeltes ticket kam, kann man ausschliessen,

Bleiben eigentl. nur 3 Möglichkeiten:

Du hast nicht das frisch aus dem Automaten gezogene ticket benutzt, sondern ein altes, gewachstes (wie auch immer es dazu kam)

Die Geschichte von dem Polizisten mit dem Mikroskop und dem Wachs war nur ein "Versuchsballon" um die Zeugen zu verunsichern. Wobei man eine solche Taktik eher ggü. Beschuldigten anwendet als ggü. Zeugen und es auch nur dann in Frage kommt, wenn die Mikroskop und Wachs-Geschichte bisher nur mündlich von dem Polizisten geäußert wurde. Steht das so in der Beschuldigtenvernehmung oder gar schon in einer Anklageschrift, kann man ausschliessen, dass es nur Taktik ist. Auch dass neben dem Polizisten der Kontrolleur von Wachs sprach, deutet eher darauf hin, dass das auch so zutrifft. Von daher ist diese Variation eher unwahrscheinlich.

Der Kontrolleur selbst hat das ticket nachträglich manipuliert. Dürfte wohl auch unwahrscheinlich sein.

Ich denke, dass klar ist, dass Möglichkeit Nr. 1 die objektiv gesehen nahe liegenste ist.

Zitat:
Lohnt sich ein Anwalt jetzt noch ?

Wenn man auf "Nicht-Anklage" (also Einstellung) oder Freispruch hinaus will, wird man ohne Anwalt gar keine Chance haben. Ein Anwalt kostet aber in solch einer Sache min. 1000,00 EUR und diese Kosten werden von der Staatskasse nur dann getragen, wenn man freigesprochen wird. Nicht bei einer Verfahrenseinstellung. Und bei einer Verurteilung natürlich auch nicht.

Zitat:
Dachte eigentlich mit den 60€ Strafewegen falsches Ticket , was auch schon unfair ist 1.40€ zu 1.60€ also wegen 20 Cent

Das ist nur die zivilrechtliche Seite und hat mit der strafrechtlichen nichts zu tun. Und "ohne gütigen Fahrausweis" ist halt "ohne gütigen Fahrausweis". Sicherlich hätte er wegen 0,20 EUR vielleicht ein Auge zudrücken können, hat er aber nicht. Möglicherweise hätte er es ja sogar getan, wenn das Ticket nicht obendrein noch gewachst gewesen wäre.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(24124 Beiträge, 9133x hilfreich)

Das kommt auf den Anwalt an.

wirdwerden

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#4
 Von 
Tasti123
Status:
Praktikant
(769 Beiträge, 113x hilfreich)

Würd erstmal Akteneinsicht über einen Anwalt nehmen und dann weiter überlegen.

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#5
 Von 
Osmos
Status:
Praktikant
(925 Beiträge, 306x hilfreich)

Das würde ich ebenfalls empfehlen, man findet über das Internet (auch hier im Forum) Anwälte die für weniger als 100 Euro Akteneinsicht nehmen und Dir einen Scan der Akte per Email zukommen lassen. Dann kennst Du die genaue Beweislage, speziell ob es ein Gutachten über das angeblich gewachste und mehrfach gestempelte Ticket gibt.

Signatur:Meine persönliche Meinung
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#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(23063 Beiträge, 5528x hilfreich)

Zitat (von Dr. Kaiser):
Es ist falsch, dass ein Anwalt in so einer Sache mindestens 1.000 EURO kosten würde.

Wenn die Sache ins Hauptverfahren geht (was bei der gegebenen Sachlage halbwegs wahrscheinlich ist) und eine Hauptverhandlung stattfindet, sind rd. 1000,00 (981,00) € die Kosten nach RVG-Mittelgebühr. Und das ist das was ein Anwalt realistisch betrachtet mindestens ansetzen wird.

Falls eine Einstellung im Vorverfahren erreicht werden sollte, wäre man immerhin noch mit 650,00 € dabei.

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#7
 Von 
Hein44
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für ihre Antworten . Also ich habe noch nie im Leben ein Ticket gefälscht etc, eben nur das falsche genutzt . Wäre auch dämlich eh schon ein falsches Ticket auch noch zu fälschen, wo die Chance erwischt zu werden dann am größten ist .die Reklamation die wir direkt 2 Tage später gesendet haben , ist komischerweise nicht in den Akten gewesen , die hat mein Freund jetzt per Mail an den POK weiter geleitet, der gestern ihn und die Mutter befragt hat .

-- Editiert von Hein44 am 12.01.2018 12:33

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#8
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(23063 Beiträge, 5528x hilfreich)

Die Kernfrage ist doch: War/Ist das Ticket, dass in der Akte ist, nachweisbar gewachst oder nicht...

Wenn ja, muss es irgendjemand gemacht haben.

Und in dem Fall wird Ihnen - jedenfalls ziemlich wahrscheinlich - niemand (auch kein Richter) glauben, dass Sie das nicht wussten.

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