Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
480.252
Registrierte
Nutzer

Untermiete verboten rechtens?

13.1.2015 Thema abonnieren Zum Thema: Untermiete verboten
 Von 
guest-12329.01.2016 15:29:00
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 10x hilfreich)
Untermiete verboten rechtens?

Hallo,

ohne viel Blabla der Fall

Wohnung knapp 50 QM subventioniert. Freund möchte, bis er eine Wohnung in der nähe seiner Arbeitsstelle gefunden hat, bei mir wohnen und bietet an die erhöten Betriebskosten zu tragen (Strom etc pp). Anfrage an den Vermieter befristet 6 Monate abgelehnt weil die Wohnung subventioniert ist. Eine Besuchsdauer von 3 Wochen ist jedoch toleriert. Lt Recht ist ein Dauerbesuch von 4 Wochen okay.

Damit der Freund nicht jeden Tag von Stadt a zu Stadt b reisen muss daher folgende Idee:
3 Wochen bei mir wohnen
1 Woche bei seiner alten Wohnung
etc bis er eine Wohnung gefunden hat.
Wäre das in Ordnung?

Vielen dank für Tipps Tricks und §§§§


-----------------
""

-- Editiert go353793-50 am 13.01.2015 11:57

Verstoß melden

Fragen zur Miete?

Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten

Nicht genau ihre Frage? Wir haben 66 weitere Fragen zum Thema
Untermiete verboten


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(22181 Beiträge, 11773x hilfreich)
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
guest-12329.01.2016 15:29:00
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 10x hilfreich)

Nuja Lebensgefährte ist er nicht, dennoch ich war so blöd und habe auf die Gutmütigkeit meines Vermieters gehofft und Ihn angerufen

Daher Regelung 3 Wochen wohnen 1Woche fernbleiben Rechtens?

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Anitari
Status:
Student
(2108 Beiträge, 1017x hilfreich)

Ich kann mir nicht vorstellen das folgender Paragraf für subventionierten (mit öffentlichen Mitteln geförderten) Wohnraum nicht gelten soll.

BGB § 553
Gestattung der Gebrauchsüberlassung an Dritte

(1) Entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrags ein berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauch zu überlassen, so kann er von dem Vermieter die Erlaubnis hierzu verlangen. Dies gilt nicht, wenn in der Person des Dritten ein wichtiger Grund vorliegt, der Wohnraum übermäßig belegt würde oder dem Vermieter die Überlassung aus sonstigen Gründen nicht zugemutet werden kann.

(2) Ist dem Vermieter die Überlassung nur bei einer angemessenen Erhöhung der Miete zuzumuten, so kann er die Erlaubnis davon abhängig machen, dass der Mieter sich mit einer solchen Erhöhung einverstanden erklärt.

(3) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.


Allerdings ist muemmels Hinweis auch nicht von der Hand zu weisen;-)

-----------------
" "

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(22181 Beiträge, 11773x hilfreich)

Na ja, das "berechtigte Interesse" des Mieters besteht ja gemeinhin darin, das Geld zu brauchen, was er vom Untermieter kriegen würde. Ob das hier der Fall ist, wissen wir nicht - bei einer von vornherein befristeten Untervermietung eher nicht...

Daher Regelung 3 Wochen wohnen 1Woche fernbleiben Rechtens? Natürlich - das erlaubt doch sogar Ihr Vermieter...

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52902 Beiträge, 23999x hilfreich)

quote:
Daher Regelung 3 Wochen wohnen 1Woche fernbleiben Rechtens?

Absolut.

Man könnte sogar überlegen, ob nicht bereits die Abwesendheit am Wochenende Freitag, Samstag, Sonntag) ausreichend sein könnte.





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
guest-12329.01.2016 15:29:00
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 10x hilfreich)

Er sagte ja nur dass eine Besuchszeit von 3 Wochen okay wäre... aber so auszulegen wäre es, vielen dank ^^

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
quiddje
Status:
Student
(2902 Beiträge, 1563x hilfreich)

Bei Untervermietung einer subventionierten Wohnung sind die Bestimmungen des § 21 Wohnungsbindungsgesetz zu beachten.

Ich vermute, der Vermieter will da einfach keinen Stress riskieren (den allerdings tatsächlich zuerst die Mieterin hätte) und möchte daher nichts davon wissen, dass der Freund dort wohnt. Deswegen nennt er der Mieterin diese Lösung mit dem "Besuch". Solange sie also dem Vermieter sagt, dass der Freund nur Besuch sei, hat er keine Scherereien mit dem Wohnungsamt.
Das kann ich ihm nicht mal verdenken.

Alternativ könnte man ihm den genannten Paragraphen mitteilen und er kann seine Erlaubnis darauf beschränken, dass diese Untervermietung nicht gegen das WoBindG verstößt. Aber wenn ihm das zu heikel ist - was spricht gegen die Besuchslösung?

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer Richard Claas
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Nebenkostenabrechnung, worauf muss man achten?
Die Antworten findet ihr hier:


Nebenkosten: Vermieter ist nicht verpflichtet angemessene Vorauszahlungen zu verlangen

von Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Betriebskosten sind verbrauchsabhängig und können nicht im Vorhinein kalkuliert werden / Leider nicht selten kommt es vor, dass bereits bei der ersten Nebenkostenabrechnung eine erhebliche Nachzahlung fällig wird, die ein großes Loch in die Kasse des Mieters reißt. .. mehr

Rückzahlung der Nebenkosten bei fehlender Betriebskostenabrechnung

von Rechtsanwalt Maximilian A. Müller
BGH rettet Vermieter: Vorauszahlungen von Betriebskosten können von Mietern nur noch eingeschränkt zurück verlangt werden / Betriebskostenabrechnungen sind lästig. Sie sind langwierig, schwierig und kompliziert. Sie sind aber vor allem auch eins: sehr fehleranfällig. Statistisch dürfte die Mehrheit aller Abrechnungen fehlerhaft sein. mehr