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Umgangs - Pflicht für unehelichen Sohn

7.1.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Sohn
 Von 
Trakomda
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)
Umgangs - Pflicht für unehelichen Sohn

Hallo

Habe nach 11 Jahren jetzt nun meinen unehelichen Sohn kennengelernt. Damals mußte ich aus Gründen die ich nicht näher erwähnen muss den Kontakt komplett abrechen. Nun möchte die Mutter das ich auch das Sorgerecht für das Kind bekomme. Grundsätzlich möchte ich jetzt alles tun was gut für das Kind ist. Aber mir stellt sich die Frage was für Pflichen ich mit dem Sorgerecht übernehmen. Ich wohne ca. 550km von dem Kind entfernt. Da würde es dann verdammt schwierig werden wenn die Mutter dann verlangen würde, dass ich mal eben den Jungen am Wochenende nehmen muss.

Also welche Pflichten bezüglich des Umgangs mit meinem Sohn übernehme ich wenn ich das Sorgerecht für meinen Sohn bekomme.

Vielen Dank für Eure Beiträge

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Sohn


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2469 Beiträge, 295x hilfreich)

Hallo Trakomda,

Sorgerecht und Umgangsrecht sind *zwei Paar Schuhe*.

Auch ohne Sorgerecht hast du (und das Kind!) ein Recht auf Umgang miteinander.

Das mag auf die große Distanz schwierig sein.

Aber durchaus realisierbar (bspw während der Ferien).

Das Sorgerecht würde dir Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen das Kind betreffend einräumen.


Grüße

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#2
 Von 
guest-12330.03.2009 14:52:31
Status:
Lehrling
(1165 Beiträge, 211x hilfreich)

Ich schließe mich @Haselstrauch an.

Aber, ich muss auch mal loben. Da sieht man doch mal wieder, dass anscheinend doch nicht alle EXEN gleich sind.
Hut ab!
Dass sie freiwillig das hälftige Sorgerecht an den KV geben will finde ich super. Andere Väter müssen darum kämpfen es zu bekommen oder sogar zu behalten.

LG beijing

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#3
 Von 
uwe3/61
Status:
Praktikant
(689 Beiträge, 66x hilfreich)

hallo trakomda,
auch von mir echten respekt für die mutter aber auch für dich dafür, euch nach so langer zeit doch noch um euer kind im gewissen rahmen gemeinsam kümmern zu wollen.

ich denke du solltest dieses geschenk, dass du ohne die mutter nie im leben bekommen würdest annehmen.

ich glaube zum einen dass du dadurch in keine juristische falle läufst und zusätzlichen aufwand hast (bin kein jurist und mir ist schon klar, dass du als sorgeberechtigter auch weitergehende pflichten hast, von denen ich aber glaube, dass sie praktisch bei der entfernung. die zwischen euch liegt, dies nur eine untergoerdnete rolle spielt - d.romedar dein einsatz bitte)

aber deinem kind würdest du ganz klar signalisieren, dass du zu ihm stehst ich denke,dass dies sicher für den jungen sehr bedeutend sein kann.

kannst du mal ein bißchen darüber schreiben, wie das bei euch abgelaufen ist? wie habt ihr euch denn gefühlt.??

..normalerweise haben wir hier im forum immer die situation, dass elternteile mitteilen, warum es schlecht ist, wenn sich vater/mutter und sohn nach so langer zeit sehen und in den überweigenden fällen versuchen dann ratsuchende hier infos zu bekommen, wie sie das verhindern können (jetzt hat er/ sie sich so viele jahre nicht gekümmert und jetzt kommt er doch noch aber ich will nicht weil das meinem kind schadet....)

und du hast diese situation jetzt erlebt. würde mich echt interessieren, wie ihr das aufgenommen habt und wie ihr euch fühlt??

hilft vielleicht dem/der einen oder anderen eine andere perspektive zu finden!

danke und gruß
uwe

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#4
 Von 
Trakomda
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Uwe

Danke für Deinen Beitrag. Bin überrascht über die poistiven Beiträge.
Was mich bie der Frage eigentlich interresiert hat. Wenn ich das Sorgerecht bekomme, ob die Mutter mich dann dazu zwingen kann irgendwelche kurzfristgen Aktionen zu veranstallten.

Jetzt zu Deiner bitte. Der Hintergrund 1.

Als ich mit der Mutter von Marvin zusammen war hat Sie mich eigentlich betrogen und vorgetäuscht die Pille zu nehmen. Das ist jetzt keine Ausrede, da immer beide dabei sind. Aber aus meinem Standpunkt war es einfach so. Da das schon sehr früh nach unsererm kennenlernen war mußte ich leider während der Schwangerschaft feststellen, dass die Mutter ein wenig den Charakter von 2 Gesichtern hat. Auf der einen seite nett, lieb, unschuldig, naiv auf der anderen Seite durchtrieben und absolut kalkulierend. Das hat es mir unmöglich gemacht zu diesem Zeitpunkt Kontakt zu dem Kind zu halten, da es bei jedem treffen nur darum ging, dass Sie mich zurück haben wollte. Somit habe ich beschlossen den Kontakt komplett abzubrechen. Habe mir aber gesagt, wenn das Kind mal Kontakt zu mir aufnehmen möchte werde ich sofort dafür da sein. Und das war jetzt so. Die Erfahrung die ich dabei gemacht habe war erstaunlich gut. Hatte Marvin direkt 2 komplette Wochenende bei mir und am 2 Wochenende war es schon fast eine richtige Vater Kind Beziehung. (Soweit ich das beurteilen kann) Zumindest hat er mich schon Papa genannt und wir hatten auch keinerlei Kontaktschierigkeiten. Einziger Vermutstropfen ist die Mutter. Sie will zwar das ich das Sorgerecht bekomme und das ich jederzeit mit Marvin was machen kann, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass dies nicht unbedingt ohne hintergedanken von Ihr ist und Sie die Situation auch für sich ausnutzen könnte. Deshalb auch meine Skepsis gegenüber dem schnellen Einverständis für das Sorgerecht.

Hintergrund 2:
Vor ca. 2 Jahren ist mir meine Frau durchgebrannt und hat mich verlassen. Deshalb auch ich unter anderem einen neuen Job angenommen und bin umgezogen. Da ich mir selber auch komplett ein neues Leben aufbauen muss möchte ich nicht das die Mutter von Marvin mir durch irgendwelche (vielleicht doch noch) Racheaktionen Steine in den Weg legt um mein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Hätte ich gewußt das ich meinen Sohn jetzt kennen lerne wäre ich mit Sicherheit nicht umgezogen.

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#5
 Von 
uwe3/61
Status:
Praktikant
(689 Beiträge, 66x hilfreich)

..danke für die antwort..

jetzt mal unabhängig von chartacterwerten und deinen persönlichen erfahrungen von/mit frauen, denke ich dass sich diese mutter, was das recht und den anspruch des kindes auf seinen vater angeht, gut verhält.

wenn ich ausschließlich die jetzige situation bewerte, stelle ich fest, dass sie nach so langer zeit immer noch sich bemüht dem kind den vater zu geben.

ich möchte hier ihr einfach zugestehen, dass sie ihre verantwortung als mutter dem kind gegenüber nachkommt. das ist in solchen situationenh einfach nciht die normalität. da hast du echt glück.

nicht böse sein, aber ich finde das toll und du solltest dies auch gerade nach den positiven eindrücken (kompliment auch an dich, denn das ist ja auch nicht so einfach) eurer treffen nutzen.

er wird immer dein sohn sein. egal wie er entstanden ist und egal welche hintergedanken die mutter ggf. hat. für die kind vater beziehung ist das ungefähr so nebensächlich wie der berühmte chinesische reissack!

denk einfach mal daran wie der 11jährige stolz in der schule, erstmals in seinem leben, seinen mitschülern erzählt, dass er bei seinem vater war. das sollte dir was bedeuten!

nutze es und sei als erwachsener stark genug, mögliche andere absichten der mutter, ab zu wehren. es hat nämlich nichts mit deinem kind zu tun.

gruß
uwe

-- Editiert von uweundpapa am 09.01.2009 08:32

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#6
 Von 
guest-12331.01.2009 12:23:24
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallihallo,
ich kenne keinen Nachteil, der sich Dir aus dem Sorgerecht ergeben könnte, auch nicht dem Umgang betreffend, oder irre ich mich?
Das Einzige was Dir passieren kann, ist das man Dir das Sorgerecht wieder entzieht, aber dann bist Du nicht schlechter dran als jetzt.
Gruß
Patti

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#7
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2431 Beiträge, 199x hilfreich)

@ Patti80,

selbstverständlich ergeben sich Vor-/Nachteile, kommt nur auf die Betrachtungsweise an.
Es wird ein Stück demokratischer, zwischen den Elternteilen zugehen und da kann man nun individuell fragen, ob Lösungsfindungen auf Basis von Konsens von Vorteil sind oder Alleinherrschaft?

Scherz beiseite, aber jeder sich ergebende Vorteil bedeutet auch ein Mehr an Verantwortung.

Wenn der TE das SR inne hat, kann es nicht mal eben wieder entzogen werden, nur in Fällen von schwerwiegenden Fehlverhalten, von Seiten des Vaters.

Ich sehe es, wie meine Vorschreiber:
Nicht lange zweifeln, zuschlagen!
Das Angebot wird einmalig sein und ist der Mutter so dermaßen hoch anzurechnen, dass mir die anerkennenden Worte hierzu nicht ausreichen.

Liebe Grüße und viel Erfolg!

-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#8
 Von 
guest-12331.01.2009 12:23:24
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 12x hilfreich)

@Arttiger:
Kannst Du mir nur einen Nachteil nennen?
Gruß
Patti

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#9
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2431 Beiträge, 199x hilfreich)

Habe ich doch, mit einem einem leichten Augenzwinkern: Die Kommunikation zwischen zwei Menschen!!!
Es ist notwendig, im Konsens zum Wohle des Kindes zu entscheiden.

Jetzt schau dich mal um, wieviele alleinerziehende Elternteile das gemeinsame SR verfluchen, weil der nicht betreuende Elternteil seine Zustimmung zu diesem oder jenem auch nur verweigern !!!könnte!!!
Was meinst du wohl, warum sich so viele Mütter gegen eine Änderung zum BGB§1626a, mit Händen und Füßen, mit öffentlichen Verleumdungen, im Verbund (vamv, djb, etc.pp) und mit Hilfe der Gesetzgebung (Zypries und Vorgänger verschleppen seit spätestens 2001) wehren?

Ich vermag keine Probleme zu erkennen, aber ich bin auch zu lösungsorientiert veranlagt, um die Sorgen der zahllosen Streithammel zu begreifen.

Lieben Gruß


-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

-- Editiert von ARTiger am 09.01.2009 12:24

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#10
 Von 
guest-12331.01.2009 12:23:24
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 12x hilfreich)

Also ich sehe für Vater und Kind hier nur Vorteile.
Gruß
Patti

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#11
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3842 Beiträge, 394x hilfreich)

Patti, ich erlaube mir mal...

Es ist eine Frage der Betrachtungsweise. Man kann die reale Verantwortung für alle wichtigen Belange im Leben eines minderjährigen Kindes als Bereicherung oder als Belastung empfinden. Z. B. Entscheidungen zur schulischen Laufbahn, zur Behandlung von Krankheiten. Er darf bei Übernahme des Sorgerechts somit bei allem mitreden, was über den Alltag hinausgeht. Nimmt er diese Verantwortung wahr, birgt das evt. ein erhebliches Konfliktpotential. Die Verbindung zum anderen Elternteil wird enger, es gibt mehr Abstimmungsbedarf, den der andere Elternteil ganz anders einfordern könnte.

Ich vermute ja, dass der TE meint, die Mutter will über die Schiene Sorgerecht mehr Einblick in und Einfluss auf sein Leben nehmen, vielleicht ihn gar zurück gewinnen. Das wird nur er empfinden und beurteilen können. Und nur er muss entscheiden, ob er diese potentielle Gefahr über den Wunsch der aktiven Teilnahme am Leben seines Sohnes stellt.

Im Übrigen kann man die gemeinsame Sorge nur dann umsetzen, wenn beide Eltern das auch wollen. Meistens wird weder bei Schulen noch bei Ärzten nach dem anderen Elternteil gefragt. Ich habe das bisher nur bei der Einwilligung zur Konfirmation überhaupt erlebt.

Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
guest-12331.01.2009 12:23:24
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 12x hilfreich)

Ich habe es gar nicht erlebt. Weder bei Schule, Kommunion ect.
Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, dass alleinige Sorgerecht zu wollen. Wenn ich mal ausfallen sollte, ist wenigstens noch einer da, der entscheiden kann! Auch wenn mein Ex sich vor dem Umgang drückt wo er kann, so ist er doch der Vater und wird immer im Interesse des Kindes handeln.
Probleme gab es wegen dem Sorgerecht noch nie.
Gruß
Patti

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#13
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2431 Beiträge, 199x hilfreich)

@Patti80:

Wenn du ernsthaftes Interesse an der Problematik hast, dann wirst du im inet viel hierüber finden.

Zum einlesen:
Hier entlang-->

Lieben Gruß

-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#14
 Von 
guest-12331.01.2009 12:23:24
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 12x hilfreich)

Na bin ich froh, dass ich diese Sorgen nicht habe. Möge es so bleiben. Amen! Patti

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#15
 Von 
uwe3/61
Status:
Praktikant
(689 Beiträge, 66x hilfreich)

also patti,

ich denke es ist hier mittlerweile eine rein filosofische diskussion enbrannt, da die praktische relevanz im täglichen leben so gut wie nie beide sorgerechtsberechtigte verlangt. aber wenn du wirklich einen echten nachteil hören willst, so kann der meiner meinung nach schon aus dem jugendschuzt gesetz kommen. eine sorgerechtsverletzung (alkohol, nach 22.00 uhr etc.) und daraus resultierende schäden können meines erachtens dann nur dem sorgeberechtigten angelastet werden. wer keines hat wäre da außen vor.

ich kenne keinen fall aber zumindest formal juriastisch müsste es so sein.

aber wen interessiert das denn? ich gehe davon aus, dass alle die sich hier tummeln soweit als möglich ihr sorgerecht im sinne des kindes erfüllen.

und für viele hier, die um ihre kinder kämpfen ist doch die frage selbst einfach nur absurd.

junge nimm dein herz in die hand und laß dir deinen sohn nicht wieder entgleiten. er hat ein recht auf dich.!!!

und ARTiger hat recht...das verhalten der mutter ist unglaublich und in dieser form so ungewöhnlich, dass man nur staunen kann.

uwe

-- Editiert von uweundpapa am 09.01.2009 12:59

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