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Umgang mit Nazi Verbieten Schwierige Situation

 Von 
fb400931-79
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 8x hilfreich)
Umgang mit Nazi Verbieten Schwierige Situation

Hallo ich habe ein Problem!
Die Mutter von Meiner Tochter hat einen Nazi Freund! (Jetzt kommt mir nicht mit ich wäre Eifersüchtig!)

Darf ich als Vater der Mutter Verbieten mit diesen Nazi in gegenwart meiner Tochter Umgang zu Haben?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Umgang Mutter Tochter Kind


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Rechtschreibung
Status:
Lehrling
(1108 Beiträge, 1131x hilfreich)


Und wie genau können Sie gerichtsfest beweisen, dass der Mann ein Nazi ist? Woher wissen Sie selber das, wie macht sich bemerkbar? Und was ist überhaupt ein "Nazi"? Und warum sollte der ein an die Verfassungsordnung gebundenes Gericht sich gegen eine politische Sichtweise aussprechen, deren bekannteste Partei eben nicht als verfassungswidrig gilt und deren Mitglieder in deutschen Parlamenten sitzen?

Ich frage vor allem deshalb, weil Sie in Ihrem letzten Thread auch schon eine genervte Call-Center-Mitarbeiterin der Volksverhetzung und der Verherrlichung der Massenvernichtung von Minderheiten bezichtigt haben. Das geschah ja auch eher auf schwacher Tatsachenlage.

Mit wem das Kind im Alltag tatsächlich Umgang hat (= wer von der Mutter zu Hause reingelassen wird), entscheidet ganz alleine die Mutter. Grenzen sind dieser Entscheidungsfreiheit kaum gesetzt. Eigentlich erst dann, wenn das Kind gefährdet wäre. Das müssten Sie dann aber schon etas genauer begründen können und vermutlich würden Sie das nicht schaffen. Sonst müsste das Jugendamt aus jeder "Nazi"-Familie die Kinder herausholen. Das ist nicht drin.
Sie müssten zumindest mal genauer darlegen, inwiefern die innere Überzeugung dieses Mannes sich überhaupt auf die Entwicklung des Kindes seiner Lebensgefährtin auswirken sollte. Was sagt denn die Frau dazu, dass dieser Mann ein Nazi ist?

Sie können der Mutter meines Erachtens also kein Verbot diktieren. Was Sie vermutlich schon eher machen könnten, ist die Tochter zu sich zu holen. Dann bestimmen Sie mit wem die Tochter im Alltag ihren Umgang hat. Aber dann noch immer nicht, auf wen sie bei den Umgangswochenenden usw. bei der Mutter trifft. Auch sonst könnten einen erfolgreichesddd+n Sorgerechtsantrag (der nötig wäre) die üblichen Probleme entgegenstehen. Wenn Sie das versuchen wollen, müssten/sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Familienrecht wenden. Ich würde aber schon aufgrund der vermutlich bescheidenen Erfolgschancen die außergerichtliche und einvernehmliche Klärung bevorzugen.

Wie alt ist das Kind?
Was sagt die Tochter?
Haben Sie das Sorgerecht?

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#2
 Von 
fb400931-79
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 8x hilfreich)

Meine Tochter ist 10 Und der hat eine ganze pinnwand voll lanser und nazi lieder voll auf facebook

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#3
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9522 Beiträge, 6935x hilfreich)

Zitat:
Darf ich als Vater der Mutter Verbieten mit diesen Nazi in gegenwart meiner Tochter Umgang zu Haben?

Nein.

Wäre es eine Option, dass das Kind bie Ihnen (= Vater) lebt, und nicht mehr bei der Mutter?
Das wäre nämlich die einzige realistische Möglichkeit, das Kind aus dem "Nazi-Umfeld" herauszuholen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(26198 Beiträge, 10742x hilfreich)

Nun ja, aus den Liedern etwas herzuleiten, das ist schon recht weit hergeholt. Ich würde mit der Tochter das diskutieren, was sie hört, Inhalte rüberbringen, das geht auch schon bei 10-jährigen. Erzählen was Nazis im 3. Reich gemacht haben. Vielleicht mal eine Gedenkstätte besuchen. Sie ist doch schon in dem Alter, wo man so was vermitteln kann. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass Kinder auch mit Personen zusammen kommen, mit denen sie lieber nicht zusammen kommen sollten. Wobei die Ursache ja nicht der Lover der Mutter sein muss. Das kann auch ein Freund aus der Schule sein, sonstwer. Mit Verboten ist da gar nichts getan. Und es gibt auch wunderschöne Anti-Nazi Poster. Also, ein starkes Kind erziehen, das ist hier gefragt. Vielleicht gibt es ja auch in Euer Stadt eine Aktion "........ stellt sich quer." Darüber mit dem Kind reden, was da passiert. Vielleicht auch mal die Schule einbinden.

wirdwerden

-- Editiert von wirdwerden am 09.01.2016 09:05

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