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Trotz Auftragsbestätigung Lieferant will/kann angeblich nicht liefern

10.1.2005 Thema abonnieren Zum Thema: angeblich
 Von 
MikeGP
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Trotz Auftragsbestätigung Lieferant will/kann angeblich nicht liefern

Hallo zusammen,

habe ein Prepaid-Handy gekauft bei www.factory-2-you.de
Laut "Ampelanzeige im Shop" war der Artikel auf Lager.

Bekam auch kurz darauf eine Auftragsbestätigung mit den 79,90 Euro.

Zudem bekam ich noch Formulare die ich zurückschicken muß, wegen dem Prepaid-Handy.

Habe ich zurückgefaxt und am Tag darauf eine Bestätigung bekommen, daß die Daten angekommen und an Eplus weitergeleitet werden.

Am folgenden Tag kam eine Mail, daß der Artikel nicht mehr lieferbar ist.

Nun was tun ?

Auf eine Email von mir, kam nur das selbe wieder zurück, daß der Artikel nicht mehr lieferbar ist und man hat mir einen anderen Artikel empfohlen, den ich aber nicht haben möchte.

Den Artikel selbst gibt es aber noch auf dem Markt, bei Eplus direkt ist er z.B. für 149 Euro zu beziehen.

Vielen Dank für eure Hilfe

Mike

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9883 Beiträge, 1189x hilfreich)

Sehr geehrter Herr Mike GP.,

sofern ein Kaufvertrag zwischen Ihnen und der jeweiligen Firma zustande gekommen ist, so ist die Firma zur Lieferung verpflichtet, auch wenn sie den Artikel anderweitig in zumutbarer Weise besorgen müssen.


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


---

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#2
 Von 
Bob.Vila
Status:
Student
(2646 Beiträge, 367x hilfreich)

Da kann ich mich dem Kollegen Roenner nur anschließen. Zur praktischen Umsetzung: Sie sollten dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Vertragserfüllung setzen - läßt der Verkäufer diese fruchtlos verstreichen, so können Sie gem. §§ 281 I, 280 I BGB Schadensersatz von dem Verkäufer verlangen.

-----------------
"fiat justitia et pereat mundus..."

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#3
 Von 
MikeGP
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Dies kann ich dazu noch posten:

§ 2: Zustandekommen des Vertrages

a. Die Darstellung des Sortiments auf den Internetseiten von Factory-2-you oder in anderen Medien stellt kein Angebot i.S.v. § 145 VGV dar.

b. Der Kunde kann sowohl über die Internet-Präsenz von Factory-2-you wie auch über die telefonische Hotline seine Bestellung aufgeben. Mit dieser Bestellung wird ein durch den Kunden ein Angebot i.S.v. § 145 BGB abgegeben. Der Kunde erhält eine Bestätigung des Einganges seiner Bestellung entweder per Email oder direkt über die telefonische Hotline im Rahmen seiner Bestellung.

c. Der Vertrag kommt zustande, wenn Factory-2-you das Angebot des Kunden angenommen hat. Eine ausdrückliche Erklärung gegenüber ist nicht erforderlich; dieser verzichtet insoweit darauf gemäß § 151 S.1 BGB . Die Annahme erfolgt vorbehaltlich der Verfügbarkeit der bestellten Ware und ihrer Lieferbarkeit. Sollte es Factory-2-you nicht möglich sein, daß Angebot des Kunden anzunehmen, wird dieser in jedem Fall darüber in elektronischer Form informiert.


Werd leider nicht so schlau daraus

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#4
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9883 Beiträge, 1189x hilfreich)

Sehr geehrter Herr Mike GP.,

Angebot, Annahme, Invitatio ad Offerendum, das sind alles juristische Begriffe. Der Verkäufer möchte dadurch klarmachen, dass uA die Grundsätze der Invitatio ad Offerendum gelten. Das bedeutet, dass nicht der Verkäufer das Angebot macht, sondern Sie als Käufer. Denn dann steht es dem Verkäufer immer noch frei, IHR Angebot zum Kauf anzunehmen, oder nicht. Falls die jeweiligen Kaufsachen nicht verfügbar sind für die Firma, so lehnt diese das Angebot ab.

Folglich ist kein Kaufvertrag zustande gekommen zwischen Ihnen und der Firma, so dass Sie keinen Anspruch auf Lieferung haben. Das Wichtige liegt hier in der Invitatio ad Offerendum. Auch hier sieht man mal wieder, dass es auf die Einzelheiten eines jeden Falles ankommt.


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


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