Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
480.336
Registrierte
Nutzer

Trennung mit Kindern

6.1.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Trennung Kindern
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)
Trennung mit Kindern

Hallo,

ich hoffe ich finde hier ein paar gute Tipps und hilfreiche Ratschläge. Meine Frau hat vor ein paar Tagen die Trennung ausgesprochen. Bis jetzt verliefen alle Gespräche zwischen uns sehr friedlich nur das Thema Kinder (wir haben 3 gemeinsame Kinder im Alter von 2-6 Jahren) brachte das Fass zum überlaufen. Beide wollen die Kinder zu sich nehmen. Es fielen einige böse Worte und Drohungen, die ich jetzt noch immer in den Ohren habe. Sie meinte, sie würde die Kinder auf jeden Fall bekommen (weil sie unter 8 Jahre alt sind) und ich würde sie nur noch jedes 2. Wochenende sehen. Und da sie in einem Arbeitsverhältnis ist hat sie sowieso die besseren Karten. Dann will sie mit den Kindern ca. 20-30 km weit wegziehen, damit sie Kinder+Arbeit unter einen Hut bringen kann. Ich will aber die Kinder bei mir behalten, dann auch in der Wochung wohnen bleiben. Nur muss ich dann Arbeitslosengeld 2 beantragen und kann kein eigenes Einkommen nachweisen. Wie stehen da meine Chancen, dass die Kinder bei mir bleiben dürfen?

Als Randnotiz: Nach der Geburt der Kinder ist jeweils meine Frau wieder arbeiten gegangen. Ich war als Hausmann zu Hause und habe mich um die Kinder und deren Erziehung gekümmert.

Entschuldigt bitte meinen vielleicht verwirrten Schreibstil. Es ist halt alles noch sehr frisch.

Vielen lieben Dank schonmal.

Verstoß melden

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt im Familienrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten

Nicht genau ihre Frage? Wir haben 1098 weitere Fragen zum Thema
Trennung Kindern


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Master
(4497 Beiträge, 1765x hilfreich)

Hallo Sushihelmchen,

Wie die Chancen stehen kann niemand beantworten (evtl. 50:50).

Oft wird danach gesehen, beim wem die Kinder die meiste Zeit verbracht haben ( das warst du).

lg
edy

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank für deine Antwort edy,

es beruhigt mich schon ein bischen. Weißt du, oder vllt auch jemand anderes, in wie weit das Kind in eine eventuelle Gerichtsverhandlung bei dem Thema befragt wird und sich entscheiden muss?

Ich will ungern einen meiner Kinder diese Situation aussetzen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Besserweiß
Status:
Schüler
(386 Beiträge, 165x hilfreich)

Du bist die Hauptbezugsperson und kannst den Kindern ihr Umfeld erhalten.

Damit hat Deine Ex schon so gut wie keine Chance mehr.

Die Kinder werden befragt. Wenn die bei der Mama bleiben wollen, dann sieht es schlechter aus.


-- Editiert von Besserweiß am 06.01.2017 15:49

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Besserweiß):
Du bist die Hauptbezugsperson und kannst den Kindern ihr Umfeld erhalten.

Damit hat Deine Ex schon so gut wie keine Chance mehr.

Die Kinder werden befragt. Wenn die bei der Mama bleiben wollen, dann sieht es schlechter aus.


-- Editiert von Besserweiß am 06.01.2017 15:49



Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiss jetzt, dass die Mutter der Kinder bis zum bitteren Ende um die Kinder kämfen will und d.h. dann wohl, dass auf jeden Fall der Älteste befragt wird (mit fast 6 Jahren). Wonach wird bei einer Befragung dieser Art gegangen? Und wie sieht es bei den anderen beiden (Zwillingen mit 2 Jahren) aus? Wie wird da entschieden? Und wenn es echt soweit kommt sehe ich meine Chancen ganz gewaltig schwinden. DIe Kinder haben ihre Mutte die letzten Monate sehr selten und wenn auch oft nur für in paar Stunden gesehen. Deshalb sind sie bei ihrer Mama extrem anhänglich. Wie wird sowas beurteilt?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
edy
Status:
Master
(4497 Beiträge, 1765x hilfreich)

Hallo,

Ich bleibe bei der Chance 50:50

Warum sollte man dir falsche Hoffnung machen ? . Wie es aus geht ist ungewiss.

Was das zuständige Familiengericht Richter/-richterin enscheidet ? wer weiß es ?

lg
edy

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von edy):
Hallo,

Ich bleibe bei der Chance 50:50

Warum sollte man dir falsche Hoffnung machen ? . Wie es aus geht ist ungewiss.

Was das zuständige Familiengericht Richter/-richterin enscheidet ? wer weiß es ?

lg
edy

Hallo,

falsche Hoffnungen wären echt Fehl am Platz. Aber sind Meinungen anderer für so eine Verhandlung eine Möglichkeit meine Seite zu stärken? In den letzten Tagen hatte ich viele Gespräche mit der Leitung des Kindergartens (in dem alle 3 zur Betreuung (123recht.net Tipp: Betreuungsverfügung ) untergebracht sind) sowie den zuständigen Erziehen gehabt. Die sind ausnahmslos der Meinung, dass es das richtige wäre die Kinder bei mir zu lassen. Das Meinungen der Oma, Tante usw nicht einbezogen werden ist mir bewusst. Aber wie sieht es gezielt mit den Personen aus, die mit für die Erziehung im Kindergarten für die Kinder mitverantwortlich sind aus?

-- Editiert von Sushihelmchen am 06.01.2017 23:51

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Junior-Partner
(5720 Beiträge, 3054x hilfreich)

Hallo,

also das macht michimmer etwas traurig sowas hier zu lesen! Beide Elterneteile denken nur an SICH und nicht an die Kinder, so auch meiner Meinung nach der TE!

Denkt mal an die Kinder und denkt auchmal über ein Wechselmodell nach, bei dem die Kinder dann die Zeiten gleich sowohl beim Vater als auch der Mutter verbringen...

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Hallo,

also das macht michimmer etwas traurig sowas hier zu lesen! Beide Elterneteile denken nur an SICH und nicht an die Kinder, so auch meiner Meinung nach der TE!

Denkt mal an die Kinder und denkt auchmal über ein Wechselmodell nach, bei dem die Kinder dann die Zeiten gleich sowohl beim Vater als auch der Mutter verbringen...

Hallo lesen-denken-handeln,

du hast zu 100% Recht. Ich denke da auch vielleicht viel an mich. Aber ich entscheide am Ende zum Wohl der Kinder. Für mich ist die Trennung schon ein schwerer Schlag. Das mir aber jetzt die Kinder, für die ich seit dem Ende der Mutterschutzzeit, überwiegend alleine, verantwortlich war machen die Katastrophe komplett. Und aus diesem Grund will ich mich in erster Linie informieren was mich erwarten kann, wenn ich diesen Schritt wähle. Wie ich meine Chancen einschätzen kann. Welche weiteren möglichkeiten ich im Falle einer Verhandlung habe und auch was auf meine Kinder zukommen könnte wenn es soweit kommt. Im ersten Moment hab ich aus Wut und Zorn für mich entschieden, dass ich um meine Kinder kämpfen werde. Nach längerer Überlegung bin ich unsicher wie weit ich gehen werde und ob ich es zu einer Verhandlung kommen lasse. Deswegen habe ich mir auch einen Termin bei einer Erziehungs- und Trennungsberatung der Diakonie geben lassen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Sir Berry
Status:
Bachelor
(3908 Beiträge, 1023x hilfreich)

Zitat (von Sushihelmchen):
und ob ich es zu einer Verhandlung kommen lasse.

Ich möchte nur auf diesen Teilsatz eingehen, weil ich annehme, dass Du Dir von der Verhandlung mit den Kindern falsch Vorstellungen machst.

Die Kinder werden den Gerichtssaal in dem Zusammenhang nie von innen sehen. Sie, vermutlich aber nur wenn überhaupt das älteste werden vom Richter in seinem Zimmer oder einem extra dafür eingerichteten Spielzimmer befragt. Der Richter ohne Robe usw. ganz locker und in Spiele eingebunden.

Ich kenne Richter, die lassen sich auf dem Flur von den Eltern im Sinne von: das ist der Rolf, derpasst jetzt mal kurz auf euch auf, vorstellen.

Es wird also eine Umgebung geschaffen, die dem Kind jede Angst und Anspannung nehmen soll. Die RichterInnen wissen schon, wie sie mit Kindern umgehen sollen.

Insoweit solltest Du Dir um das Wohl der Kinder also gar keine Gedanken machen.
Nur insoweit nicht.

Berry

3x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
Sushihelmchen
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Zitat (von Sushihelmchen):
und ob ich es zu einer Verhandlung kommen lasse.

Ich möchte nur auf diesen Teilsatz eingehen, weil ich annehme, dass Du Dir von der Verhandlung mit den Kindern falsch Vorstellungen machst.

Die Kinder werden den Gerichtssaal in dem Zusammenhang nie von innen sehen. Sie, vermutlich aber nur wenn überhaupt das älteste werden vom Richter in seinem Zimmer oder einem extra dafür eingerichteten Spielzimmer befragt. Der Richter ohne Robe usw. ganz locker und in Spiele eingebunden.

Ich kenne Richter, die lassen sich auf dem Flur von den Eltern im Sinne von: das ist der Rolf, derpasst jetzt mal kurz auf euch auf, vorstellen.

Es wird also eine Umgebung geschaffen, die dem Kind jede Angst und Anspannung nehmen soll. Die RichterInnen wissen schon, wie sie mit Kindern umgehen sollen.

Insoweit solltest Du Dir um das Wohl der Kinder also gar keine Gedanken machen.
Nur insoweit nicht.

Berry

Hallo Berry, danke für deine Antwort.

Aber klar mache ich mir in dem Fall sorgen um das Wohl meiner Kinder. Eigentlich will ich Ihnen nicht so einer Situation aussetzen, auch wenn sie nicht im Gerichtssaal aussagen müssen, sollen die sich durch fragen indirekt entscheiden bei wem sie leben wollen. Sehr ungern will ich ihnen vor diese Wahl stellen.

-- Editiert von Sushihelmchen am 07.01.2017 18:08

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Haben Väter Recht auf Urlaub bei der Geburt des eigenen Kindes?
Die Antworten findet ihr hier:


Sonderurlaub für die Geburt des eigenen Babys?

Für Väter: Voraussetzung und Dauer von Sonderurlaub zur Geburt / Die Spannung steigt - Die Geburt eines Babys steht ins Haus. Man muss nun täglich mit dem Einsetzen der Wehen und der Entbindung des Babys rechnen. Für die meisten Väter ist es selbstverständlich, bei der Geburt dabei zu sein. mehr