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Sachmängel oder Verschleiß ?

4.10.2017 Thema abonnieren
 Von 
fb475816-66
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Sachmängel oder Verschleiß ?

Moinsen,

es wurde vor ca. 6 Wochen bei einem Händler ein PKW gekauft. Kosten waren über 3000€.
3 Wochen wurde gebraucht um eine AHK anzubauen, erst dann konnten wir Ihn anmelden und abholen.
Vorher wurde natürlich der PKW, probegefahren und es war nichts außergewöhnliches zu hören.

Einige Tage später fing der Wagen an zu quietschen, jedoch nur beim Anfahren, sowohl vorwärts als auch rückwärts.
Beim Ausstellen des Motors, also wenn er seine 3-4 Drehungen nachläuft, hört man auch ein Geschleife.

Also brachte ich Ihn heute hier bei mir in der Straße in der Werkstatt. Man ist ja kein Unmensch und hätte auch normale, bekannte Probleme selbst übernommen bzw. machen lassen.

Bei der Werkstatt kam bei raus, das der zweimassenschwungrad fertig ist und die Reparatur 1222 und paar Cents kosten wird.
Der Händler, streubt sich und machte uns nur das Angebot, das die es selbst Reparieren aber wir es auch selber zahlen sollen...
Es ist ein 11 Jahre alter Diesel mit 163 T auf der Uhr.

Was ich mich nun frage, fällt es unter verschleiß oder Mangel ?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Richter
(8799 Beiträge, 3485x hilfreich)

Beim Kauf muss es funktionieren. Das tat es, war aber wohl fast an seinem Lebensende angekommen. Bei 163.000km wird das wohl unter normalen Verschleiß fallen. Du hättest auch nur, im Gewährleistungsfall, Anspruch auf ein gebrauchtes Austauschteil gleichen Alters. Da es aber doch sehr zeitnah beim Kauf war würde ich pokern und der Werkstatt mitteilen, dass ich mich auf einen Deal einlassen würde, die Teile zu bezahlen, evtl. selbst mitzubringen, und die Werkstatt stellt keinen Arbeitslohn in Rechnung.
Sollte man auf die Idee kommen das gerichtlich klären zu lassen, dann besteht für beide Seiten ein Risiko zu verlieren und auf Kosten sitzen zu bleiben. Außerdem ist das nicht mal eben in zwei drei Tagen geklärt.

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#2
 Von 
charlyt4
Status:
Lehrling
(1614 Beiträge, 355x hilfreich)

.

Zitat (von -Laie-):
Bei 163.000km wird das wohl unter normalen Verschleiß fallen.

Würde ich bei den Eckdaten ebenso sehen.

Ändert aber nichts an der rechtlichen Lage, dass der VK nachweisen muß, dass der Mangel bei Übergabe
nicht vorhanden war. Genauso schwierig wie für den Käufer nach 6 Monaten nachzuweisen das der Mangel
bei Übergabe schon vorhanden war.

Ein Kompromiss wäre vielleicht wirklich nicht die schlechteste Lösung.


gruß charly

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52903 Beiträge, 24000x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Ändert aber nichts an der rechtlichen Lage, dass der VK nachweisen muß, dass der Mangel bei Übergabe nicht vorhanden war.

Und zwar auf seine Kosten.
Und beweisen bedeutet nicht "ich behaupte das mal" das müsste dann schon substanitiert sein (z.B. durch ein Gutachten).


Wenn er die Kosten durchkalkuliert, dann sollte ein Kompromis in Form eines Kostenzuschußes möglich sein.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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