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Rückabwicklung eines verkauften Fahrzeugs mit Unfa

16.4.2011 Thema abonnieren
 Von 
Escort1970
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Rückabwicklung eines verkauften Fahrzeugs mit Unfa

Hallo, hätte mal eine Frage zum Thema Rückabwicklung.
Mein Vater ( 72 Jahre) hatte sich vor kurzem ein PKW mit leichtem Frontschaden gekauft um dieses zu Reparieren und dieses dann zu fahren. Nachdem er es aber repariert hatte meinte er das er es eigentlich doch nicht brauche da er nicht mehr so fahren kann. Er verkaufte dann das Fahrzeug an einem Wochenende an dem ich leider nicht da war für 3500 Euro und unterschrieb, das das Fahrzeug mängel und Unfallfrei sei.

Nun hat uns der Käufer angeschrieben und meinte das das Fahrzeug einen Unfall hatte und angeblich auch die Lichtmaschiene usw. defekt wären, was ich bezweifele da ich das Fahrzeug kenne und selbst vom Fach bin. Er erklärte das er unverzüglich den gesamten Kaufpreis von uns an sich überwiesen haben möchte, und auch das Fahrzeug behält. Oder wir sollen 9400 Euro zahlen und bekommen dann das Fahrzeug zurück das wir ihm für 3500 Euro verkauft hatten.
Nun meine Frage, können wir vom Kaufvertrag zurücktreten und was steht dem Käufer zu. Haben zwar einen Anwalt der leider aber unfähig ist.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52112 Beiträge, 23841x hilfreich)

Dann sollte ein fähiger Anwalt ein Schreiben aufsetzen, das der Käufer unterzeichnet in dem steht, das mit Rückzahlung des Kaufpreises alle Ansprüche abgegolten sind und keine strafrechtliche Verfolgung angestrebt wird ...

Denn wenn noch der Staatsanwalt ins Spiel kommt wird es unter Umständen richtig teuer - mit § 263 StGB ist nicht zu spaßen ...





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#2
 Von 
Escort1970
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Tja das ist ja das Problem, der Käufer ist nicht bereit das Fahrzeug gegen erstattung des Kaufpreises seiner auslagen für an und abmeldung und seiner Fahrtkosten zu uns zurückzugeben. Haben Ihm ja schon 4000 euro geboten also 500 mehr als er gezahlt hat. Aber er möchte halt Geld für seinen Kredit den er aufgenommen hätte usw, also er gibt uns das Auto erst wenn wir Ihm mindestens 5988 Euro zahlen würden

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52112 Beiträge, 23841x hilfreich)

quote:
Aber er möchte halt Geld für seinen Kredit den er aufgenommen hätte usw,

Juristisch gesehen ist jeder Schaden zu ersetzen der dem Käufer durch diese Aktion entstanden ist.
Und das kann schon etwas mehr sein als Auslagen für An- und Abmeldung und Fahrtkosten.
Unter anderem auch Kreditkosten, Differenzbetrag für einen Ersatzkauf, Mietwagen, etc.

Jedoch muss er den Schaden auch nachweisen, eine Summe auf zuruf braucht man nicht zu akzeptieren.
Jedoch besteht dann die konkrete Gefahr, das er
- Strafanzeige stellt
- einen Anwalt mit der Durchsetzung der Ansprüche beauftragt
und sich nicht mehr außergerichtlich eingigen möchte.

So könnten dann am Ende mehr als die 6000 EUR bei herauskommen ...



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