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Pausenregelung im Rettungsdienst

4.1.2017 Thema abonnieren
 Von 
luftdusche
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Pausenregelung im Rettungsdienst

ich arbeite im Rettungsdienst. die Vorgabe des Kreises sieht seit dem 1-1-2017 vor das die Regelarbeitszeit für uns von 08:30 bis 18:30 ist. Wir müssen aber bis 19:30 auf der Wache bleiben obwohl der KTW abgemeldet ist. Begründung ist, das wir tagsüber keine Pause machen können weil wir immer in Bereitschaft sein müssen und deshalb unsere Pause ab 18:30 machen müssen. Diese müssen wir dann in der Wache verbringen und für den Fall eines Notfalls den RTW besetzen. Das kann doch rechtlich so nicht haltbar sein, oder?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Senior-Partner
(6117 Beiträge, 2306x hilfreich)

/// Das kann doch rechtlich so nicht haltbar sein, oder?

Das weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, ob es für den Rettungsdienst evtl. Sonder- oder Ausnahmebestimmungen gibt. Sich ist, dass die Richtlinie nicht kompatibel mit dem Arbeitszeitgesetz ist: Pause muss nach 6 h Arbeit sein. Euch 1 h Paus am Ende der Schicht 'aufzubrummen' halte ich für weltfremd und widersinnig, wenn man den Sinn von Pausen zugrunde legt.

Nota: du kannst nicht voraussetzen, dass jede/r weiß, was mit KTW oder RTW gemeint ist.

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#2
 Von 
luftdusche
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

ok, sorry, stimmt: RTW Rettungswagen (also der mit Sondersignalen (Blaulicht und Horn)) und KTW Krankentransportwagen (also der der in der Regel Patienten von Zuhause abholt und ins Krankenhaus bringt (z.B. Dialyse) oder Patienten von Krankenhaus 1 nach Krankenhaus 2 verlegt.

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#3
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15950 Beiträge, 6252x hilfreich)

Da stimmt ja ganz viel nicht.
Welcher Tarifvertrag gilt für Sie?
1. Ein Arbeitnehmer darf die Pause an dem Ort seiner Wahl verbringen. Somit ist das Festsetzen der AN in der Wache, damit diese angeblich ihre Pause machen, nicht zulässig.
2. Die Stunde, die hier gewartet werden soll, ist Bereitschaftszeit und keine Pause. Wenn ein AN an einem vom AG festgelegten Ort auf einen möglichen Einsatz wartet ist das zu entlohnende Bereitschaftszeit.
3. Nach 6 Stunden muss ein Pause gemacht werden!!! Wenn dazu nichts anderes im TV steht, aber das halte ich fast für ausgeschlossen. Hier steht ja das Leben der Patienten auf dem Spiel.
Natürlich ist es Aufgabe des Arbeitgebers, den Dienst so zu organisieren, dass die AN ihre vorgeschriebenen Pausen machen können.
Sie müssen nur deshalb den ganzen Tag in Bereitschaft sein, weil der AG offensichtlich nicht in der Lage ist, Ihre Dienste den Vorgaben entsprechend zu regeln.

Einen BR oder einen PR gibt es nicht?

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Senior-Partner
(6117 Beiträge, 2306x hilfreich)

/// Diese müssen wir dann in der Wache verbringen

@altona sieht die Sache ganz klar und schärfer, als ich sie zunächst angesprochen habe: Eine Pause ist keine Arbeitszeit und in der Pause muss sich kein AN zur Arbeitsaufnahme bereit halten - will sagen: der AG kann nicht bestimmen, wo ihr euch aufzuhalten habt. So ist es tatsächlich eine Art Bereitschaftsdienst nach der Bereitschaft und verlängert nur euren Tagesdienst, vmtl. unzulässig.
Dann ist mir noch aufgefallen, dass euer Dienst ohnehin 10 h umfasst - da möchte interessieren, wie die Gesamtplanung der AZ für euch aussieht. Denn nach dem AZ-Gesetz muss 10-h-Dienst die Ausnahme sein und so geplant werden, dass über x Wochen ein Ausgleich auf 8 h im Schnitt erfolgt.

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