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PKW-Zuschüsse möglich?

4.1.2007 Thema abonnieren
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)
PKW-Zuschüsse möglich?

Hallo zusammen,

mein Vater ist seit 4 Jahren schwerstpflegebedürftig, hat Pflegestufe 3. Er bekommt Rente und Grundsicherung. Meine Mutter pflegt ihn zu Hause und bekommt ALGII. Sie muss oft mit ihm zu Fachärzten in der näheren und weiteren Umgebung und muß sich dafür immer einen Transportschein holen und einen Fahrdienst in Anspruch nehmen. Das ist alles sehr umständlich, denn man muß das Fahrzeug z.T. schon Tage vorher bestellen. Genauso ist es wenn man mal irgendwo einkaufen gehen möchte. Zwar dürfen sie ein Rollstuhltaxi benutzen, aber auch das muß man mind. 1 Tag vorher bestellen und sich zeitlich festlegen. Es geht also nichts mal spontan. Mit dem Zug zu fahren klappt leider nicht. Die Züge hier sind nicht rollstuhlgerecht.

Jetzt haben wir gelesen, daß es u.U. Zuschüsse oder Kostenübernahme für einen PKW gibt, tja aber wo? Selbst kann meine Mutter kein Auto kaufen. Mit ALGII und so wenig Rente, dass sogar die Grundsicherung noch aufstocken muss, geht das nicht.

Wer könnte denn dafür zuständig sein? Bestehen da Chancen? Es soll ja auch ein gebrauchtes Auto sein, nur eben ein wenig Mobilität ohne ständig irgendwelche Fahrdienste.

Danke und LG

Annasusanna

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JHG
Status:
Schüler
(210 Beiträge, 15x hilfreich)

Liebe Annasusanna,

wie wäre es, wenn Du als Dank für die Mühen Deiner Aufzucht entsprechende Leistungen für Deine Eltern erbringen würdest?

Mit freundlichen Grüßen,
JHG

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#2
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)

Leider habe ich die Antwort erst jetzt - Monate später - gelesen, möchte aber trotzdem noch einen Kommentar dazu abgeben.

Ich selbst bin finanziell dazu nicht in der Lage, selbst wenn ich wollte. Ich beziehe eine kleine Erwerbsminderungsrente aufgrund einer Schwerbehinderung. Mein Mann ist also nahezu Alleinverdiener und wir haben noch ein Kind. Wie soll ich da meiner Mutter finanziell helfen? Würde ich liebend gern, aber es geht nicht.

Gruß Annasusanna

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#3
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 645x hilfreich)

Ihr Vater kommt doch von A nach B und zurück!?

Warum soll der Steuerzahler für die/ihre Bequemlichkeit aufkommen?

Wenn ihr Vater Pflegestufe 3 hat wird er auch GdB von 100 % haben in dem Dreh, damit kann er zusätzlich auch kostenlos im öffentlichen Nahverkehr fahren sowie eine entsprechende Begleitperson kostenfrei mitnehmen.

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#4
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)

Ja mein Vater hat Pflegestufe 3 und einen GdB von 100. Aber wir kommen mit dem Rollstuhl in die öff. Verkerhsmittel nicht rein. Haben wir schon probiert. Die Züge haben zwar eine ausfahrbare Rampe, aber keine Zugbegleiter die sie bedienen können. Die Busse hier sind ähnlich wie Reisebusse, d.h. eng und mit hohen Stufen, ohne Stellplatz für einen Rollstuhl.

Den Fahrdienst müssen wir Tage vorher bestellen, sonst kriegt man kein Fahrzeug mehr. Ist uns schon oft genug passiert. Durch die schwere Erkrankung kann man aber schlecht Tage im Voraus planen. Auch spontane Ausflüge sind nicht möglich.

Es ist in der Praxis mit einem Schwerstpflegebedürftigen leider nicht ganz so einfach wie es theoretisch aussieht.

Meine Mutter erspart dem Steuerzahler schon eine Menge Kosten weil sie meinen Vater zu Hause pflegt. Sie könnte die Heimkosten von ca. 3900 Euro Monatlich nicht aufbringen und müsste die Kosten durch die Grundsicherung übernehmen lassen. Das Pflegegeld beträgt ja nur 1432 Euro bei vollstationärer Pflege. Da sie ihn aber zu Hause pflegt, spart die Grundsicherung monatlich ca. 2000 Euro.

Also es ist wirklich nicht so dass man Luxus auf Staatskosten möchte.

LG Annasusanna

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#5
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10637 Beiträge, 2031x hilfreich)

@jogibear

(wieder)unqualifiziertes zeug.

im gg steht, dass behinderte nicht benachteiligt sein dürfen und das ist hier der fall.

@nnasusanna. versuch es mal über d. link im anderen thread. dieses persönliche budget ist ämterübergreifend. mach es doch mit hilfe des vdk z.b.

sunbee

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#6
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 645x hilfreich)

@sunbee

Dann schlag doch was konstruktives vor. Er hat durch seinen Schwerbehindertausweis schon Vergünstigungen! Das zum Thema GG.

Den Mitgliedsbeitrag für den VdK kann man sich auch sparen, auch wenn er gering ist.

-- Editiert von Jogibear am 25.07.2007 14:50:30

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#7
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10637 Beiträge, 2031x hilfreich)

@jogibear

den link hat @annasusanna bereits und der vdk hilft kostenlos. man muss keinesfalls mitglied werden.
der inhaber d. gdb ausweises kann offensichtlich d. vergünstigungen nicht nutzen. das ist nicht selten.

sunbee

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#8
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)

@Jogibaer

Wenn ich sowas lese, "Er hat durch seinen Schwerbehindertausweis schon Vergünstigungen! Das zum Thema GG." Dann kriege ich nen Wutanfall. Du hast scheinbar noch nie mit Leuten gesprochen die im ländlichen Raum leben und versuchen, schwerkranken Menschen ein Menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Mein Vater ist noch nichtmal 60 Jahre alt und möchte nicht ständig von allem ausgegrenzt werden. Durch die Probleme mit dem Fahrdienst und die begrenzten Kilometer pro Monat müssen wir ihn oft zu Hause lassen wenn er gern mitwollte. D.h. dass auch meine Mutter zu Hause bleiben MUSS weil mein Vater nicht alleine bleiben kann, nichtmal für ne Stunde. Könntest Du Dir vorstellen, daß solche Menschen das Gefühl haben, sie sind vom Rest der Welt abgeschnitten? Wir wohnen ländlich, d.h. wenn wir mit dem Fahrdienst in die nächste größere Stadt Freiburg fahren, ist ein Monatsbudget weg.

Ich weiß garnicht warum ich Dir das alles erkläre, verstehen wirst du es wahrscheinlich sowieso nicht weil Du nur "unsere Bequemlichkeit zu Lasten des Steuerzahlers" siehst. Was in 4,5 Jahren Pflege zu Hause aber dem Steuerzahler schon erspart blieb (ca. 100.000 € ;) , das solltest Du auch sehen. Wir sind leider keine Wohlhabende Familie und haben auch keine reiche Tante zu beerben. Wir möchten nur einem schwerkranken Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben und Ausflügen der Familie ermöglichen.

Gruß
Annasusanna

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#9
 Von 
susanne0603
Status:
Schüler
(176 Beiträge, 36x hilfreich)

Hallo Annasusanna,

hast du bei dem für deinen Vater zuständigen Sozialamt schonmal nachgefragt? Vielleicht könnten die ja zumindest ein Darlehen für die Beschaffung eines Autos bewilligen. Also ich würde in jedem Fall mal fragen. Schließlich werden ja auch Umbauten für Wohnungen für Behinderte bewilligt.

Gruß
Susanne

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#10
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 645x hilfreich)

@Annasusanna

Was kann die Allgemeinheit ( Steuerzahler )dafür, das Leute auf dem Land leben.

Wann kann die Allgemeinheit ( Steuerzahler ) dafür, das dein Vater nicht alleine sein will. Das ist sozial zwar schön, aber privates Vergnügen.

Es gibt nen Fahrdienst. Wenn ihm gesetzlich nicht mehr zusteht, soll man(n) nicht jammern und fragen ob man(n) hier und dort was beantragen kann um es sich etwas gemütlicher zu machen.

Der Gesetzgeber wird sich auch seine Gedanken gemacht haben, und nen Grund haben warum es keine Leistungen für PKW's oder Stellplätze etc. gibt...

Dann müssen die Angehörigen halt ran. Nach dem BGB und dem sozialen Verpflichtungen in der Familien eigentlich ein Muss.

Wir haben zwar einen Sozialstaat.... :kotz:

@susanne0603

Das mit dem Darlehen vom Amt ist ein guter Tip!

Ich hoffe nun kommt aber nicht das Argument, wir müssen es dann ja irgendwann zurückzahlen...

Ach ja hatte auch eine(n) Verwandte mit GdB 100 % und Pflegestufe 3 in der Familie. Auch auf dem Land wohnend. Da haben die Kinder und Stiefkinder(meine Eltern) halt den Fahrdienst trotz Vollbeschäftigung gespielt und halt hier und da die Medikamente bezahlt wenn die Rente nicht gereicht hat! Es wurde kein Fahrdienst beauftragt!

:bang:

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#11
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)

@Jogibaer,

du schreibst, dass der Steuerzahler nix dafür kann, wenn wir auf dem Land wohnen. Gegenfragen, was können wir dafür, wenn die Bahn an Zugpersonal spart und keine Zugbegleiter da sind um die Rampen zu bedienen? Die meisten Steuerzahler gucken weg wenn jemand mit dem Rollstuhl nicht aus dem Zug kommt, anstatt mit anzufassen. (eigene Erfahrung) Müssen alle Behinderten in der Stadt wohnen, wo rollstuhlgerechte Wohnungen knapp sind?

Zu Deiner Enttäuschung werde ich NICHT jammern dass so ein Darlehen zurückgezahlt werden muss. Wenn es die Möglichkeit gibt, werden wir sie gern in Anspruch nehmen und natürlich brav zurückzahlen.

Und wenn ich schreibe dass meine Mutter nichtmal für ne Stunde wegkann, dann liegt das nicht daran dass mein Vater nicht allein sein WILL sondern weil er ein Tracheostoma hat (Kanüle in der Luftröhre) was regelmäßig abgesaugt werden MUSS. Sonst erstickt er.

Es ist schön wenn Dein Verwandter trotz GdB von 100 in einem normalen PkW gefahren werden konnte. Bei meinem Vater geht das nicht. Er kann vom Rollstuhl nicht umgesetzt werden, in einen normalenn Pkw kriegen wir ihn nicht rein. Er kann aufgrund der Lähmung nichtmal ein wenig beim aufstehen helfen. Aus dem Grund bräuchten wir ein Fahrzeug, in das der Rolli komplett reingefahren werden kann.

Du siehst wirklich nur dass wir uns hier auf Staatskosten nen lustigen machen wollen, ohne jegliche Achtung vor der Arbeit die meine Mutter und ich hier leisten. Du kennst die schwere Erkrankung meines Vaters nicht, siehst nicht wieviel Kraft in der Pflege steckt. Ich möchte nur nochmal darauf hinweisen dass ein Heim den Steuerzahler jeden Monat ca. 2000 Euro kosten würde, das 10-fache von dem was mein Vater jetzt von der Grundsicherung bekommt. Aus diesem Grund stelle uns bitte nicht als Sozialschmarotzer hin! Meine Eltern haben ihr ganzes Leben immer schön ihre Steuern abgedrückt. Und die Erkrankung kam durch einen Ärztepfusch zustande. Das ist schlimm genug.

Du gehörst bestimmt zu denen, für die Behinderte keine Rechte und Ansprüche mehr haben dürften. Am besten man sperrt sie irgendwo ein damit sie keinem zur Last fallen...

Also bei solchen Ansichten kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mich wundern, wie jemand fremde Leute so angreift.

Annasusanna

-- Editiert von Annasusanna am 26.07.2007 17:27:57

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#12
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10637 Beiträge, 2031x hilfreich)

@jogibear


hauptsache die klappe geht auf....

@annasusanna

du mußt dich hier (und auch sonst) nicht rechtfertigen. user wie @jogibear schreiben hier soviel unqualifiziertes zeug, um sich wichtig zu machen. lass sie dumfug quarken, solchen leuten ist nicht mal mit logig o. empathie beizukommen



sunbee

-- Editiert von sunbee1 am 26.07.2007 18:19:40

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#13
 Von 
Annasusanna
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 20x hilfreich)

@Sunbee

vielen Dank für Deinen Beistand. Ich kapiere einfach nicht, wie jemand uns Schmarotzertum unterstellen kann und einem jedes Wort zum Vorwurf macht, die Tatsachen völlig verdreht - und das alles ohne uns zu kennen.

Jeder Arzt, jede Pflegestation die alle 3 Monate zum Kontrolleinsatz hier kommt - wirklich jeder bewundert die Leistung, welche überwiegend meine Mutter vollbringt. Sie opfert sich total auf, es grenzt schon fast an Selbstaufgabe was sie tut, und das alles damit mein Vater trotzdem ein halbwegs menschenwürdiges Leben führen kann.

Aber Leute wie Jogibaer können wahrscheinlich nur an den armen Steuerzahler denken und er sieht in jedem der um finanzielle Hilfe vom Staat bittet nur einen Schmarotzer. Er tut ja fast so, als würde ich ihm an seinen eigenen Geldbeutel wollen.

Meine Eltern haben auch ihr ganzes Leben Steuern bezahlt - im Gegensatz zu vielen anderen die unseren Staat ausnehmen. Somit jetzt wohl auch das Recht um Hilfe zu bitten.

Postings von Jogibear ignoriert man wohl besser. Leider fällt mir das schwer.

LG
Annasusanna

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#14
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10637 Beiträge, 2031x hilfreich)

@annasusanna

der einsatz deiner (jeder) familie IST bewundernswert. jogibear ist wohl eine frustrierte frau....davon gibts hier einige.

ich schätze, ihr laßt euch bereits vom vdk oder ähnlichem verband unterstützen?

sunbee

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