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7.1.2010 Thema abonnieren
 Von 
gizmo1177
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
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Hallo,

auch ich bin auf diese Abofalle hereingefallen. Ich habe mich anscheinend Anfang November auf dieser Seite angemeldet als ich ein kostenfreies Programm herunterladen wollte. Ich wurde darauf erst aufmerksam als ich Anfang Dezember eine Mail mit einer Zahlungsaufforderung erhielt.

Ich habe daraufhin in diversen Foren nachgeschaut und einen Musterbrief des Verbraucherschutzes an diese Firma gesendet. Heute habe ich nun die letzte Mahnung bekommen.

Bisher habe ich überall gelesen das man auf diese Schreiben (außer gerichtlicher Mahnbescheid) nicht reagieren muß. Nun habe ich aber noch folgende Fragen:

- Sind die Hinweise darauf keine Zahlung vorzunehmen korrekt?

- Hat schonmal jemand einen ger. Mahnbescheid bekommen und was war das Ergebnis?

- Kann die Firma einen negativen Schufa Eintrag für mich eintragen lassen? (Ich denke nicht weil wohl kein richtiger Vertrag zustande gekommen ist).

- Es ist echt eine Sauerei was diese Leute machen. Was macht man denn am besten um denen das Handwerk zu legen? Brief an Bank, Hinweis an Google?


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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
seba79
Status:
Lehrling
(1485 Beiträge, 492x hilfreich)

quote:
- Sind die Hinweise darauf keine Zahlung vorzunehmen korrekt?

Ja, hier im Forum schon übrigens schon gefühlte 300mal beantwortet, als letztes heute wenige Threads unter deinem:
http://www.123recht.net/Programm-heruntergeladen-und-in-die-Falle-getappt.-__f199937.html

Zitat:
Heute habe ich nun die letzte Mahnung bekommen.

Ja, danach kommt die allerletzte, dann die allerallerletzte, dann die letzte vor gerichtlichen Schritten, dann die allerletzte vor gerichtlichen Schritten usw...

Da diese Abzocker wissen, dass keine Chance bestehen die Forderungen einzuklagen, versenden sie halt massenhaft Mahnungen die durch "letzte Mahnung", "letzte Mahnung vor gerichtlichen Schritten" usw Druck auf den Empfänger ausüben sollen und Unwissende zur Zahlung bewegen.
Letztendlich ist das alles nur Altpapier...

quote:
- Hat schonmal jemand einen ger. Mahnbescheid bekommen und was war das Ergebnis?

Es soll sehr vereinzelt Fälle gegeben haben, dass gerichtliche Mahnbescheide kamen. Hier ist es aber nicht ganz klar, ob diese Meldungen nur Panikmache der Abzocker war oder es wirklich einige wenige gab.

Fakt ist, es ist sch....egal, ob dir ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt wird, da er nichts über die Rechtmässigkeit aussagt. Wichtig ist nur, dass diesem fristgerecht widersprochen wird.

Da Mahnbescheide im Vergleich zum blossen Versenden von drohende Mahnbriefen teuer sind, würde das massenhafte Versenden die Kalkulation der Abzocker völlig zusammenbrechen lassen, da immer nur ein Bruchteil sich beeindrucken lässt und zahlt, womit sowas, somit gerichtl. Mahnbescheiden von Abzockern bestenfalls einen Seltenheitswert haben.

Ebenso Fakt ist, dass diese komischen Anbieter noch keinen Verbraucher erfolgreich verklagten. Es haben sich aber schon so einige Verbraucher einen Anwalt genommen und haben ihrerseit geklagt, um (erfolgreich) gerichtlich feststellen zu lassen, dass die Forderung unberechtigt ist.

Zitat:
- Kann die Firma einen negativen Schufa Eintrag für mich eintragen lassen? (Ich denke nicht weil wohl kein richtiger Vertrag zustande gekommen ist

Erstens sind solche Abzocker-Briefkastenfirmen keine Partnerunternehmen der SCHUFA, womit sie keine Einträge dort veranlassen können, zweitens dürfen nur unstrittige Forderungen dort eingetragen werden.


Zitat:
- Es ist echt eine Sauerei was diese Leute machen. Was macht man denn am besten um denen das Handwerk zu legen? Brief an Bank, Hinweis an Google?


A. Du kannst dich bei der Bank beschweren, bzw die drauf aufmerksam machen, dass sie einen dubiosen Anbieter für seinen Internetabzocke ein Konto zur Verfügung stellen.

B. Du kannst dich bei Google über die geschalteten anzeigen (123recht.net Tipp: Strafanzeige stellen ) beschweren und zwar hier:
http://adwords.google.com/support/aw/bin/request.py?display=feedback&origin=ashc

Geh auf die geschalteten Links der Abzocker, mit RECHTER Mausteste draufklicken "linkadresse kopieren" wählen und dann dort ins Formular kopieren, mit dem Hinweis um was es sich handelt.
Diese Abzockerseiten verstossen laut Google gegen deren Richtlinien und dürfen nicht über Adwords beworben werden.



-- Editiert am 07.01.2010 22:43

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#2
 Von 
guest-12318.01.2010 12:52:52
Status:
Beginner
(102 Beiträge, 74x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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