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Mobilfunkanbieter teilt keine neue Rufnummer zu

13.1.2015 Thema abonnieren
 Von 
chimux
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Mobilfunkanbieter teilt keine neue Rufnummer zu

Hallo,

ich habe meine Rufnummer von Anbieter X zu Anbieter Y Portiert.
Der Vertrag bei Anbieter X läuft jedoch noch bis 2016. Ich habe den Anbieter am 25.12. und am 05.01. um Zuteilung einer neuen Rufnummer gebeten, bis heute ist jedoch noch nichts passiert.

Kann ich den Vertrag außerordentlich Kündigen, wenn ich eine Frist setze und bis dahin noch immer keine Rufnummer erhalte?
Ich habe bereits bem Hinweis auf die Portierung darum gebeten, mir eine neue Rufnummer zuzuteilen, dieser Wunsch wurde ebenfalls vermerkt.

Grüße
R. S. (chimux)

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(17922 Beiträge, 11928x hilfreich)

Welchen Anbieter hast du gebeten, dir eine neue Nummer mitzuteilen? X oder Y?

quote:
Kann ich den Vertrag außerordentlich Kündigen

Wieso solltest du das tun dürfen? Was berechtigt dich, eine neue Rufnummer einfach mal so zu bekommen?

Oder kannst du derzeit den neuen Anbieter nicht nutzen, weil du keinerlei Rufnummer dort hast und die rechnen bereits fleißig ab?

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#2
 Von 
chimux
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Warum sollte ich den neuen Netzbetreiber bitten mir eine Rufnumemr zuzuteilen, ich habe doch die "alte" Rufnummer dort hin mitgenommen.

Also nochmal:
:Mit Anbieter X habe ich einen 24 Monate Vertrag, dieser läuft noch 12 Monate.
Mit Anbieter Y habe ich einen neuen Vertrag Abgeschlossen und die Rufnummer von Anbieter X mitgenommen (Vorzeitige Rufnummernmitnahme).
Der Neue Vertrag mit Anbieter Y läuft, da gibt es nix zu mäkeln.
Bei Anbieter X habe ich aber noch immer den alten Vertrag, der noch 12 Monate läuft.
Diesen Anbieter habe ich im Nov. im Dez. und im Januar aufgefordert, mir nach der Portierung eine neue Rufnummer zuzuteilen, damit ich diesen Vertrag weiter nutzen kann, ich muss diesen Vertrag ja noch 12 Monate bezahlen.
Also der Anbieter X verlangt von mir weiterhin den Betrag für die Grundgebühr, liefert aber nicht. Muss ich also hinnehmen, dass Anbieter X mir die möglichkeit zur nutzung nach der Portierung nimmt und ich dafür weiter zahle ohne eine Leistung zu erhalten?
Die Vorzeitige Rufnummermitnahme ist eine forderung der Bundesnetzagentur, diese schreibt dazu folgendes:

Der bisherige Anbieter ist in diesem Fall verpflichtet, den Endnutzer zuvor über alle anfallenden Kosten aus seinem bisherigen Vertrag zu informieren und dem Endnutzer auf sein Verlangen eine neue Mobilfunkrufnummer zuzuteilen.

http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Anbieterwechsel/Rufnummermitnehmen/rufnummermitnehmen-node.html

Also hier nochmal kurz meine eigentlich Frage: Wenn mir Anbieter X keine Rufnummer nach der Portierung zuteilt, kann ich dann außerordentlich Kündigen, oder muss ich damit leben?

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(17922 Beiträge, 11928x hilfreich)

Nun kapiere ich das Problem. Mal abgesehen davon, dass es irgendwie keinen Sinn ergibt, zwei Verträge zeitgleich zu haben. Die Portierung hat also geklappt.

Vermutlich sollte das mit Fristsetzung möglich sein. Oder Minderung (123recht.net Tipp: Gewährleistung geltend machen ) auf 0€ wegen fehlender Leistung.

Wobei die Situation ja nicht unprovoziert passiert ist.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#4
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6121 Beiträge, 3977x hilfreich)

Die wichtigste Frage wie immer zuerst: kann man nachweisen, dass der abgebende Anbieter aufgefordert wurde, eine neue Rufnummer zuzuteilen?

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"Ach Horst...."

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#5
 Von 
chimux
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe den Anbieter per E-Mail, per Telefon und per "Facebook-Kontakt" aufgefordert, also der Nachweis wäre möglich. Dennoch würde ich vorher noch eine 2 Wochen Frist per Einschreiben setzen.

Der Wechsel kam zustande, da der Anbieter hier auf dem Land nicht gut ausgebaut ist. Der Leistung genügt nur zum Telefonieren per Bluetooth Headset, wenn das Telefon in der oberen Etage am Fensterbrett steht. Das ist unbefriedigend. Die Hotline hat daher diese Lösung vorgeschlagen. Die Karte kann am genannten ort jedoch sehr gut zum Surfen mit einem Stationären Gerät (USB Stick) genutzt werden, und genau diesem Zweck möchte ich diesen zuführen. Geht aber nicht, da ich keine SIm Karte bekomme.

Ich möchte auch nicht zwingend vorzeitig aus dem Vertrag raus, aber wenn ich den Vertrag nicht nutzen kann, dann möchte ich auch nicht Bezahlen.

Vielen dank für die Einschätzung!

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#6
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6121 Beiträge, 3977x hilfreich)

quote:
Dennoch würde ich vorher noch eine 2 Wochen Frist per Einschreiben setzen.
Ja, das solltest du mal dringend tun. Denn das, was du bisher gemacht hast ist viel, aber nicht nachweisbar.

Warum und wieso du so gehandelt und die Nummer schon portiert hast, dafür brauchst du dich nicht rechtfertigen. Fakt ist ja, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit einräumt, genau so vorzugehen.

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"Ach Horst...."

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#7
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7003 Beiträge, 2918x hilfreich)

Keep Cool!
Es gibt Anbieter, die dann auch oft vergessen eine Rechnung zu stellen. Das ist bei dem einen Düsseldorfer Unternehmen manchmal der Fall.
Andere Anbieter versuchen mit Zusatzkosten den Kunden auszunehmen. Sollte aber wegen fehlender Preisausweisung und AGB-Passage scheitern.

Man muss nicht unbedingt die SIM-Karte wechseln. Ist die alte SIM noch aktiv? Wenn ja, was zeigt ein Testanruf bei der Gegenseite?

In jedem Fall mit der Leistungsverweigerung argumentieren und weniger mit der sofortigen Portierung. Deute auch mal an welcher Provider das nicht hinbekommt.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#8
 Von 
chimux
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:

Man muss nicht unbedingt die SIM-Karte wechseln. Ist die alte SIM noch aktiv? Wenn ja, was zeigt ein Testanruf bei der Gegenseite?

Die SIM Karte ist nicht mehr aktiv.

quote:

Deute auch mal an welcher Provider das nicht hinbekommt.

Wenn wir anstelle von Anbieter X jetzt Anbieter V sagen, dann wäre ich damit Einverstanden....!

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52996 Beiträge, 24012x hilfreich)

quote:
Dennoch würde ich vorher noch eine 2 Wochen Frist per Einschreiben setzen.

Auf jeden Fall.
Beachten, das es sein Fristsetzung nach Datum (14 Tage mindestens) sein sollte.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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#10
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7003 Beiträge, 2918x hilfreich)

VF aus D ist als besonders hirnfrei bekannt :grins:

Bist Du sicher, das noch eine Rechnungstellung erfolgt?
Neben der Fristsetzung auch Gutschrift für Leistungsausfall verlangen.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#11
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6121 Beiträge, 3977x hilfreich)

quote:
Neben der Fristsetzung auch Gutschrift für Leistungsausfall verlangen.
Wegen??? Eine neue Rufnummer ist nur auf Verlangen zuzuteilen, um da irgendwas geltend zu machen, muss erstmal nachweisbar verlangt worden sein. Da das noch nicht passiert ist, wäre das reine Kulanz des Anbieters und hier wohl recht unwahrscheinlich.

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"Ach Horst...."

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#12
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7003 Beiträge, 2918x hilfreich)

Klar hast Du Recht! Aber warum nicht etwas verlangen, was sich auf Grund der Vertragslage ergibt? Ausserdem wurde doch eine Ersatznr. gefordert, nur nicht nachweisbar?

Zitat:
Ich habe den Anbieter am 25.12. und am 05.01. um Zuteilung einer neuen Rufnummer gebeten, bis heute ist jedoch noch nichts passiert.




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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert Mr.Cool am 14.01.2015 18:00

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#13
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6121 Beiträge, 3977x hilfreich)

Echt, das ergibt sich auf Grund der Vertragslage? Was ganz was neues.

Wenn, dass ergibt sich der Anpruch aus dem Gesetz und dass ein nicht nachweisbarer Anspruch genau garnichts wert ist, sollte selbst dir klar sein.

Und übrigens, der Gesetzgeber hat nicht vorgeschrieben, wie lange die Zuteilung der neuen Nummer brauchen darf. Wir haben also keinen Nachweis für das Verlangen einer neuen Nummer und keinen fixen Zeitpunkt, zu dem die neue Zuteilung spätestens hätte erfolgen müssen, aber daraus verlangen wir dann eine Gutschrift für den Leistungsnausfall oder am besten noch ein Sonderkündigungsrecht ab.

Bei solchen Ideen sollte sich so mancher besser nicht mehr über das teilweise kreative Geschäftsgebahren diverser Unternehmen auslassen. Die Kundschaft ist ja offenbar keinen Deut besser.

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"Ach Horst...."

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#14
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(17922 Beiträge, 11928x hilfreich)

Wie ich eingangs halt schrieb:

quote:
Wobei die Situation ja nicht unprovoziert passiert ist.


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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#15
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7003 Beiträge, 2918x hilfreich)

Vielleicht können wir uns darauf einigen, das man in eine Verhandlung mit Maximalforderungen geht. Wer nichts fordert bekommt auch nichts.

Das der Gesetzgeber hier meist 5 oder mehr Jahre braucht um vernünftige Vorgaben zu machen, ist leider wahr.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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#16
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6121 Beiträge, 3977x hilfreich)

quote:
Das der Gesetzgeber hier meist 5 oder mehr Jahre braucht um vernünftige Vorgaben zu machen, ist leider wahr.
Stimmt. Aber am besten wäre gewesen, er hätte mit dem ganzen Quatsch überhaupt nicht erst angefangen. Da bekommt der "mündige" Bürger Rechte, um sich nicht an bestehende Verträge halten zu müssen, während Unternehmen gefälligst zu parieren haben, um dann noch wegen ein paar (ja, es sind ein paar, angesichts der Masse an zufriedenen Kunde) Fällen, wo es nicht geklappt hat, in Foren als übelste Betrüger hingestellt zu werden.

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"Ach Horst...."

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