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Mitgliederempfehlungen zu Anwälten

12.1.2013 Thema abonnieren
 Von 
fb357405-81
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Mitgliederempfehlungen zu Anwälten

Die Suche nach dem richtigen Anwalt ist wirklich schwer - am besten, man empfiehlt aus eigener Erfahrung einen Anwalt und dessen Spezialgebiet.
Ich bin noch ganz neu in diesem Forum und werde abwarten, Namen von Anwälten zu posten, mit denen ich persönlich eine Erfahrung gesammelt habe, bis die Moderatoren dieses Thema gut heissen

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Nervin
Status:
Schüler
(255 Beiträge, 126x hilfreich)

Guten Abend,

ich befürchte, dass es sich mit Anwälten gemauso verhält wie mit Ärzten, Friseuren oder Steuerberatern: ein Kunde ist begeistert, ein anderer masslos enttäuscht - über die gleiche Person. Es gibt nicht viele Kriterien, um objektiv die Leistung eines Dienstleisters zu messen.

Vielmehr muss jeweils die "Chemie" stimmen. Der Dienstleister muss die wirklichen Bedürfnisse seiner Kunden erkennen und ihnen die richtige Lösung nahebringen - und zwar in der Form, dass die Kunden letztendlich zufrieden sind.

Viele Grüße

Nervin


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#2
 Von 
fb357405-81
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Dem muss ich widersprechen.
es gibt Anwälte, welche - chemie oder nicht - einfach ihr handwerk verstehen, sich die mühen machen, tiefer in das gesetzbuch zu schauen, vergleichsfälle ausfindig zu machen, ect, ect..
wenn jeder anwalt gleich gut oder gleich schlecht wäre, würden so viele menschen sich nicht die mühen machen und den langen weg der suche nach einem guten anwalt begehen.

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#3
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6109 Beiträge, 3972x hilfreich)

quote:
Ich bin noch ganz neu in diesem Forum und werde abwarten, Namen von Anwälten zu posten, mit denen ich persönlich eine Erfahrung gesammelt habe,
Und du beauftragst ja jetzt einfach mal einen Haufen Anwälte, damit du weisst, ob einer was taugt?

Es gibt nicht "den" guten Anwalt. Was ein Anwalt erreichen kann, hängt immer vom Einzelfall und nicht zuletzt auch vom Mandanten ab. Jede Bewertung bleibt also eine subjektive Entscheidung, die einem anderen Mandanten und oft auch dem gleichen Mandanten, aber in einer anderen Sache, rein garnichts bringt.

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#4
 Von 
BuffySlayer
Status:
Praktikant
(993 Beiträge, 454x hilfreich)

quote:
es gibt Anwälte, welche - chemie oder nicht - einfach ihr handwerk verstehen, sich die mühen machen, tiefer in das gesetzbuch zu schauen, vergleichsfälle ausfindig zu machen, ect, ect..

Ich sage mal ketzerisch: in 99% der Fälle kann der Mandant überhaupt nicht einschätzen, ob der RA gute Arbeit leistet oder nicht. Um das zu bewerten, müßte man sich schon fast genau so gut auskennen wie der RA.

Um mal dein Beispiel zu nehmen:
Woher weißt du denn, ob die "ausfindig gemachten Vergleichsfälle" zutreffend sind oder der RA nicht einfach nur sinnfreies "quote mining" betreibt, um den Mandanten zu beeindrucken?
Ich sage es dir: alleine daran, ob der Fall gewonnen wurde ("mein Spitzen-Anwalt hat genau die richtigen Argumente gebracht, mir zum Erfolg zu verhelfen") oder nicht ("das Geschreibsel meines unfähigen Rechtsverdrehers war völlig neben der Sache").

Das ist aber keine Grundlage für eine seriöse Anwaltsbewertung (Gebetsmühle: auch der beste Anwalt kann keinen aussichtlosen Fall gewinnen).

Die einzige wirklich brauchbare Bewertung, die man als Laie geben kann, betrifft also nicht die juristische Arbeit, sondern das Drumherum, das zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt - antwortet der RA zeitnah auf Rückfragen, fragt er von sich aus bei Gericht nach dem Sachstand bei längerer Funkstille, fragt er bei Unklarheiten beim Mandanten nach (oder schickt er einfach einen Schriftsatz, der sachlich falsch oder ungenau oder zu allgemein ist) etc.

Mal als Beispiel, ich hatte mal in meiner Stammkanzlei einen RA, der mich alle 2 Wochen angerufen (oder Mail geschrieben) hat, und sei es auch nur, um zu sagen "ich habe bei Gericht nachgehört, aber es ist noch kein Urteil ergangen" - als der krank wurde und sein Vertreter den Fall übernommen hat, kamen gar keine proaktiven Infos mehr. (Ich sage nicht, daß letzteres zwingend schlecht ist oder der Vertreter deswegen weniger kompetent war, aber es ist subjektiv natürlich eine ganz andere Sache, ob man sich als "VIP" behandelt fühlt oder nicht.)



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