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Makler gab falsc. Angaben bei Wohnungsbesichtigung

7.1.2010 Thema abonnieren Zum Thema: Makler
 Von 
michaelr86
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 5x hilfreich)
Makler gab falsc. Angaben bei Wohnungsbesichtigung

Guten Abend,
Wir haben uns eine Eigentumswohnung gekauft.
Bei der Wohnungsbesichtigung hat der Makler mehrere Angaben gemacht, welche nicht stimmen.
1. Am Eingang steht ein Schild auf dem für Klavier und Querflötenunterricht geworben wird.
Aussage das Maklers war dass es ein altes Schild sei und es dort kein Untterricht mer gäbe.
Dem ist leider nicht so, seit 4 Tagen renoviere ich in der Wohnung und jeden Nachmittag höre ich und sehe ich Leute die unten zum Unterricht gehen.

2. Im Flur stand ein Einbauschrank hinter dem man laut Makler einfach die Trockenbauwand einreißen kann und eine Tür einsetzen könne.
Leider musste ich heute feststellen, dass quer durch die Trockenbauwand ein tragender Balken verläuft und es nicht ohne weiteres möglich ist dort eine Tür einzubauen.

3. Die Rückseite des Hauses konnten wir bei den Besichtigungen nicht ansehen, da der Hof Sondereigentum eines anderen Eigentümers ist und er keinen Schlüssel hatte.

Per Mail bat ich um Fotos des Gebäudes von der Rückseite, welche ich nie bekam.
Da Nach hinten hin für mich eigentlich nichts Interessantes zu sein schien, hakte ich nicht weiter nach.
Jetzt bei der Renovierung habe ich hinter der Wand 2 alte Fenster entdeckt.
Ich denke das der Makler dies hätte wissen müssen. Zumal er die Wohnung wohl schon für Vermietungszwecke vermarktet hatte.

Meine Frage ist nun, ob es möglich, und erfolgversprechend ist den Makler zu Verklagen um ggf. ein Teil der Maklerprovision zurückzuerlangen.
Ich bedanke mich im Voraus!
MfG Michael


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Makler


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52990 Beiträge, 24009x hilfreich)

Welche Art von Makler (Nachweismakler, Vermittlungsmakler) war es denn?

Welche Art von Beweisen gibt es für die Aussagen des Maklers?




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#2
 Von 
michaelr86
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 5x hilfreich)

Guten Morgen,
der Makler wurde vom Verkäufer beauftragt die Wohnung zu vermitteln.

Beitrag bearbeitet

Also auf der Rechnung vom Makler steht "Für den Nachweis um die Vermittlung der Eigentumswohnung"
Er war jedoch der Einzige den wir als Kontaktpartner hatten, den Verkäufer hatten wir nur 1x gesehen. Selbst bei der Kaufvertragabschließung war der Makler dabei und nicht der Verkäufer.



Als Beweis habe ich nur meine Frau als Zeuge und bei Punkt 2 zusätzlich meinen Vater.

MfG Michael

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-- Editiert am 08.01.2010 07:40

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52990 Beiträge, 24009x hilfreich)

Also wäre das laut Rechnung ein Nachweismakler, er hat für seinen Anspruch nur die Wohnung nachzuweisen.

Macht er dennoch diverse Aussagen, könnte er unter Umständen zum Schadesnersatz verpflichtet sein
Die Frage ist hier jedoch
a) Wie lautete die genaue Formulierung? Makler formulieren in der Regel wachsweich
b) es steht Aussage gegen Aussage


Möglich ist es sicherlich, jedoch sehe ich hier ein hohes Prozessrisiko zum Nachteil des Klägers.




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#4
 Von 
Etanici
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich möchte sie nun wirklich nicht persönlich angreifen, aber ein wenig naiv war der kauf schon.

Bevor man einen kauf tätig, informiert man sich doch erstmal genausten.
es ist keine neuigkeit, das man weiß, dass makler oft schmarn erzählen.

zu 1.
wenn sie schon das schild bemerkt haben, welches auf "Klavier und Querflötenunterricht " hinweist, verlässt man sich doch nicht auf die worte eines maklers "das ist ein altes schild".
sie haben das recht die mieterprotokolle der letzten 5 jahre anzufordern.
spätestens da, hätten sie bemerkt, das es sich um kein altes schild handelt.

zu 2.
oft sind makler gar nicht richtig informiert, ob es sich um eine tragende bzw. aussteifende wand oder um eine nichttragende wand handelt.
ziel eines maklers ist ja letzten endes das objekt möglichst schnell dem interessenten zu verkaufen.
daher ist auch dort kein verlass auf makler. aber dies hätten sie eigentlich feststellen können, hätten sie sich ein wenig mehr über das objekt informiert.
es gibt genung unterlagen, wo dies festgehalten wird.
naja in diesem falle handelt es sich ja nun um eine tragende wand und darf unter keinen umständen einfach so rausgenommen werden.
tragende wände müssen alle auf sie einwirkenden lasten im zusammenwirken mit den deckenscheiben über die gründung in den baugrund ableiten
entscheidend für die einstufung von wänden als nichttragende wände ist, dass sie jederzeit entfernt werden können, ohne dass sie die tragfunktion des gebäudes beeinträchtigen wird.
dem entsprechend dürfen wände nicht als "nichttragend" bezeichnet werden, die an der aussteifung tragender wände beteiligt sind - d.h. aussteifende wände sind immer auch tragende wände.
kurz gesagt: FINGER VON LASSEN!

3. Eine kleine anfrage bei dem eigentümer von nebenan hätte ja auch nicht geschadet, bevor man sich eine wohnung kauf....

naja nun ist die wohnung gekauft und lässt sich nun auch nicht mehr ändern.
immerhin wurde es vom notar beglaubig und sie haben es unterschrieben
inwieweit, sie nun rechtliche schritte einleiten können, besitze ich leider auch nur ein halb wissen...
(studiere bauing.)

zu aller erst müssen sie klar stellen, wer der voreigentümer war.
war es in privat besitzt? hat er aus privaten schritten einen makler beauftragt
war es in besitz von einer immobilien firma? (z.b en**l & v***r) und haben sie den makler beauftragt.

nehmen wir an, es war in privat besitz. dann müssen sie klarstellen, was hat der voreigentümer mit seinen makler besprochen. (dies ist in verträgen festgehalten)
hat der vorbesitzer dem makler freie hand geben... (absolutes no go! da fast jeder makler dann dazu neigt märchen zu erzählt)
wenn er dem makler freie hand gelassen hat, besteht die möglichkeit den voreigentümer zu verklagen... (sieht aber rein rechtlich gesehen oft schlecht aus)
es sei denn, es ist ist irgendwo festgehalten, dass der eigentümer davon wusste, was der makler ihnen erzählt hat.
banal gesagt: "ja erzähl den leuten was sie hören wollen, verkauf das ding einfach zu einem guten preis"

nehmen wir an, die wohnung war vorher in immobilienbesitz einer firma.
trifft auch dort der fall ein wie beim privat besitzer.
wenn die firma in kenntnis gesetzt wurden ist, was der makler erzählt,
kann man dir firma verklagen - anderfalls nicht.
(wobei der entscheidene unterschied darin liegt, immofirmen haben so gut wie immer fest angestelte makler - hingegen der privat besitzer logischerweise nicht. - könnte die rechtslage ändern.)

den makler an sich kann man verklagen. aber ist immer fraglich ob man damit durch kommt. sicherlich gebe ich ihnen recht, wenn sie sagen "sie wurden belogen und mit dem wissen, welches sie nun besitzen, hätten sie die wohung nicht gekauft - oder für einen geringeren kaufpreis" sie haben den makler schlicht und einfach vertraut....(welches im normalfall ja auch keine schlechte eigenschaft ist.)

aber recht haben und recht bekommen sind leider immer zweierlei dinge.
dazu kommt halt wie in meinen 3 genannten punkten, haben sie sehr naiv gehandelt und unwissen schütz bekanntlich nicht vor strafe. (die "strafe", wenn man es so nenne darf, sehen wir ja nun.)

letzten endes brauchen sie beweise in den festgehalten wurden ist, dass der makler ihnen gesagt hat "es handelt sich um eine nichttragende wand etc.
oft wird dieses im kaufvertrag, grundlagenurkunde oder in teilungserklärungen
festgehalten.
diese müssen sie einfach von oben bis unten nocheinmal genausten durchgehen.
(vll sogar mit einem anwalt, welchen ich ihnen raten würde)


wie gesagt, der letzte teil ist halb wissen.
hoffe aber ich konnte ihnen wenigstens ein wenig weiter helfen.
mfg



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#5
 Von 
michaelr86
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 5x hilfreich)

Guten Abend, danke für die zahlreichen Antworten!

zu 1) Das Schild hatte uns eigentlich nicht gestört, der Makler sagte von sich aus, das dies nicht mehr aktuell ist, da die Dame zu alt geworden ist und kein Unterricht mehr gäbe.

zu 2) Er sagte das sich hinter dem Einbauschrank eine Trockenwand befindet, in der man Problemlos einen Durchgang einbauen könne.

Die Wohnung war vorher im Privatbesitz und wurde vermietet.
Es Handelt sich um eine Dachgeschosswohnung auf dem Grundriss waren leider keine Balken eingezeichnet.
Protokolle von den Eigentümerversammlungen gibt es nicht, da immer alles so mit mündlicher Absprache beschlossen wurde ( mit und sind es nur 4 Eigentümer).


Ja, da wahren wir wohl zu gutgläubig.

Folgendes steht in :

Geschäftsbedingungen
1. Unsere Objektangebotsangaben basieren auf uns erteilten Informationen. Es werden ausdrücklich keine Garantien übernommen. Eine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit können wir deshalb nicht übernehmen. Zwischenverkauf bzw. - vermietung bleibt dem Eigentümer vorbehalten.



Da die Kosten für Statiker und Zimmermann sicherlich in die Tausender gehen , hatten wir gehofft etwas Schadensersatz zu bekommen, aber wenn wir vor Gericht nicht durchkommen haben wir dann auch noch die Gerichtskosten oder?

MfG Michael

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#6
 Von 
Etanici
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

also wie gesagt bin nur eine bauing studentin....
daher bin ich in der rechtslage nicht ganz so aufgeklärt....

naja für jede wohnung gibt es mehr zeichnungen als nur einen grundriss...
jeder grundriss legt auf andere dinge wert..
der eine präsentiert den einfachen grundriss zur übersicht...
der andere tragende und nichttragende wände....


versuch das nun mal hier verständlich und einfach zusammen zu fassen...

es gibt ja in der regel 3 wichtige "instrumente"

- Kaufvertrag = der fragt nach was wird geregelt?? - angebot des verkäufers - annahme durch den käufer

-Grundlagenurkunde= die fragt nach warum? - im kaufvertrag wird auf die grundlagenurkunde bezug genommen - z.b. ist in der grundl. enthalten detailbeschreibungen des objektes

-Teilungserkläung = die fragt dann nach was wir geregelt? etc. spielt aber in eurem falle nicht so die rolle....

der kaufvertrag regelt ja folgendes:
- beteiligte : käufer und verkäufer
kaufpreis
vollmachten
vorbemerkungen (kurzbeschreibung des gesamten objektes
sonderwünsche: regelung
bauverpflichtung: hinweis auf grundlagenurkunde und ggf. spätere änderungen ...
und vieles mehr....

letzten endes hättet ihr in den kaufvertrag gleich eure "sonderwünsche" (änderungen in der wohung) mitrein schreiben müssen......
dann hätte es nun keine probleme gegeben...
hättet ihr diese wünsche als bedingung in den kaufvertrag geschrieben, wäre der vetrag mehr oder weniger ungültig geworden, das eure kritierin nicht erfüllt wurden sind...
davon mal abgesehn wäre spätestens, wäre der makler hellhörig geworden und wäre vll mit der wahrheit rausgerückt...
und wenn er es nicht selbst besser gewusst hätte, wäre ein statiker beauftragt wurden es zu überprüfen...

naja hinterher ist man immer schlauer....
und woher soll jemand, der nichts mit bau oder kaufverträgen zu tun hat davon auch ahnung haben...
daher immer besser bei großen investitionen rat von anwalt hinzufügen...
gerade bei verträgen muss man immer ganz vorsichtig sein....

meiner meinung nach, habt ihr keine chancen irgendwelchen schadensersatz zu erhalten.
da im vetrag ausdrücklich steht: "Es werden ausdrücklich keine Garantien übernommen. Eine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit können wir deshalb nicht übernehmen"

das sagt ja eigentlich alles aus....
der makler hat schmarn erzähl... hat aber gleich vertraglich festgehalten... "hab zwar ein wenig informationen gegeben, aber ob sie richtig ist, ist ne andere frage - ich gebe keine garantie drauf"

für was wollt ihr ihn also anklagen??
das der makler also fehlinformationen gegeben hat?
dann wird der anwalt des maklers sagen. ja entschuldigen sie bitte wir haben sie drauf hingewiesen, dass nicht alles richtig sein muss und das wir keine haftung übernehmen werden"

daher meiner meinung nach kommt ihr da vor gericht nicht sehr weit.
so leid es mir auch tut.....

glaube ihr kommt billiger weg, wenn ihr ein statiker beauftragt, der sich das ganze mal anschaut.
vll habt ihr ja auch im bekanntenkreis jemand der nur mal eben einen blick drauf wirft....
oder als kleiner tipp:
wenn ihr es nicht ganz so teuer möchtet. googelt mal eine hochschule in eurer nähe... macht nen aushang ran...
gesucht bauing im HÖHEREN semster der vll mal nen kleinen blick auf unser wand/pläne wirft...
(hab sowas schon mal in meiner fachhochschule gesehen hehe) :)

naja und wenn der student euch sagt mmmh joar könnte mir vorstellen, dass man was machen kann bei der wand, könnt ihr immer noch in erwägung ziehen einen statiker und zimmermänner zu beauftragen. natürlich nur wenn euch dieser ganze aufwand soviel wert ist.


mehr informatioen habe ich leider auch nicht dazu...
und ob das nun alles so 100% stimmt weiß ich auch ( was das rechtliche angeht) wie schon oben gesagt bin auf dem besten wege bauing zu werden und kein anwalt für baurecht hehe.....
daher der rat von einem richtigen anwalt wäre nicht verkehrt.....

wünsche euch aber trotzdem noch ein glückliches und zufriedenes wohnen in der neuen wohung

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52990 Beiträge, 24009x hilfreich)

quote:
1. Unsere Objektangebotsangaben basieren auf uns erteilten Informationen. Es werden ausdrücklich keine Garantien übernommen. Eine Haftung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit können wir deshalb nicht übernehmen.

Freizeichnungsklausel nennt man das, sie sagt eigentlich folgendes: 'wenn wir was sagen glauben sie uns nicht, denn wir wissen selbst nicht ob es stimmt'



quote:
Da die Kosten für Statiker und Zimmermann sicherlich in die Tausender gehen , hatten wir gehofft etwas Schadensersatz zu bekommen, aber wenn wir vor Gericht nicht durchkommen haben wir dann auch noch die Gerichtskosten oder?


Korrekt. Und auch die Kosten der Anwälte.

Desweiteren stellt euer Vorhaben eine bauliche Veränderung dar (Eingriff in die Gebäudestatik) die laut WEG-Recht von allen Miteigentümern abgesegnet werden muss. Diese Zustimmung sollte aus rechtlichen Gründen ausschlieslich schriftlich erfolgen.




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#8
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2009x hilfreich)

1. Die Lehrerin kann ja auch jederzeit wieder anfangen nachdem Sie in Ruhestand ist. Wäre auch ein leichtes mal zu klingeln und zu fragen.
Es kann ja auch ein neuer einziehen - zu erkennen war eine gewerbliche Nutzung der Wohnung.
2. Man kann auch einen tragenden Balken entfernen, wird nur viel teurer. Woher soll das denn ein Makler wissen. Da hätte man auch fragen können ob man einen Pool in den Keller bauen kann. Ja klar, wäre die Antwort gewesen.
3. Wenn ich mir was nicht ansehen kann, dann kaufe ich nicht Notfalls laufe ich zum Nachbarm und schaue vor dort. Ist auch kaum verdächtig wenn ich bestimmte Teile nicht ansehen kann
4. Ich bekomm keine versprochenen Bilder - dann kaufe ich nicht

Ein Makler will keinen Mangel der Immobilien wissen die er verkauft, denn nur wenn ihm so ein Mangel bekannt ist würde er haften wenn er in verschweigt. Jedoch sehe ich nicht mal nen Mangel sondern nur das "Gier wieder Hirn frisst". Ihr ward so gierig die Wohnung zu kaufen, das jeder gesunde Menschenverstand ausgesetzt hat.

Der Makler ist das kaum haftbar zu machen. Alle "Fehler" sind offensichtlich wenn man sich das Haus ansieht. Selber schuld, tut mir leid, hoffentlich wars wenigstens billig.

K.

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"Ich schreibe ohne Sinn und Verstand - na und !"

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#9
 Von 
Etanici
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

mmmh ja vll solltet ihr euch wenigstens mal erkundigen, was für ein gewerbe unten gemeldet ist...
naja kann ja auch sein das die dame demnächst auf die idee kommt kein klavier und flöten unterricht mehr zu geben, sondern schlagzeug und trompeten unterricht....
dann wünsche ich aber prost neujahr...

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#10
 Von 
Heike J
Status:
Lehrling
(1901 Beiträge, 807x hilfreich)

quote:
Protokolle von den Eigentümerversammlungen gibt es nicht, da immer alles so mit mündlicher Absprache beschlossen wurde ( mit und sind es nur 4 Eigentümer).

Also gibt es rechtlich gesehen gar keine Beschlüsse.

Wenn es keine Protokolle gab - Beschlüsse sind mit ihrer Verkündung auf Eigentümerversammlungen wirksam -, eine Beschlusssammlung muss es jedoch zwingend seit 2007 geben, wo man Beschlüsse nachlesen kann.

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"Heike aus Bochum"

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#11
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2009x hilfreich)

quote:
Wenn es keine Protokolle gab - Beschlüsse sind mit ihrer Verkündung auf Eigentümerversammlungen wirksam -, eine Beschlusssammlung muss es jedoch zwingend seit 2007 geben,

Keine Versammlung, keine Beschlüsse - dann gibts auch keine Beschlusssammlung. Also auch nichts schriftlich.

Dann gilt eben nur die Teilungserklärung.

K.

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"Ich schreibe ohne Sinn und Verstand - na und !"

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#12
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7949 Beiträge, 2187x hilfreich)

Die Wohnung ist gekauft, da helfen jetzt keine Tipps mehr, wie "hättest du doch".
Aus eigener Erfahrung: wir haben damals bei einer Nachbarin geklingelt und sind dabei auf eine redselige gestoßen, die uns viel erzählt hat (u.a., dass die Vorbesitzerin sich mit dem Fön in der Wanne umgebracht hat). Als wir den Makler dann bei der Besichtigung fragten "was ist mit der Eigentümerin", kam pistolenschnell die Antwort "die ist gestorben, aber nicht in der Wohnung".
Wir haben dann bis den Tag vor der Kaufvertragsunterschrift gewartet und den Makler damit konfrontiert (also mit dem Wissen) - Ergebnis: die Verkäufer haben die Hälfte der Maklergebühr getragen.

Aber etwas ganz anderes: Eigentümergemeinschaften müssen a) einen Verwalter haben und b) ordnungsgemässe Versammlungen durchführen. Es ist dabei unerheblich, wieviele Eigentümer ihr seid.
Wer erstellt denn euren Wirtschaftsplan, die Abrechnung, wie wird eure Instandsetzungsrücklage angesammelt usw.

Notartermin: es lag ja vom Verkäufer eine notariell beglaubigte Unterschrift vor, dass der Makler in seinem Auftrag handeln durfte, oder das die Zustimmung zum Kaufvertrag erteilt wurde, oder?

Teilungserklärung: ein Blick dorthinein zeigt dir, was erlaubt ist - nämlich gewerbliche Nutzung oder nicht.

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"sika0304"

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#13
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6302 Beiträge, 2009x hilfreich)

Ich kenn einen Haufen WEG die keinen "Verwalter" haben und daher alle zusammen der "Verwalter" sind. Auch machen die weder Versammlungen noch irgendeinen Wirtschaftsplan. Also es muss gar nichts geben.

K.

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"Ich schreibe ohne Sinn und Verstand - na und !"

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#14
 Von 
Heike J
Status:
Lehrling
(1901 Beiträge, 807x hilfreich)

quote:
Eigentümergemeinschaften müssen a) einen Verwalter haben

Jeder Eigentümer kann einen Verwalter verlangen.
Aber wenn niemand einen Verwalter will, gibt es halt keinen.

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"Heike aus Bochum"

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