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Kostenrisiko Prozess für einen 18 Jährigen?

3.1.2010 Thema abonnieren
 Von 
TimoDerMutige
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Kostenrisiko Prozess für einen 18 Jährigen?

Kostenrisiko Prozess
Hallo,

ich bin Timo, 18 Jahre alt. Da ich mit dem Studium angefangen habe, habe ich auch kein eigenes Einkommen.

Nun zum Problem.

Ich bin gerade mit einem Mobilfunkanbieter im Clinch. Es geht darum, dass ich plötzlich große Probleme mit dem Mobilfunkempfang zu meinem Handy hatte. Deshalb hatte ich im November eine Frist zum Beheben der Probleme gestellt. Es hat sich nichts geändert an diesen Problem. Deshalb habe ich dann Anfang Dezember außerordentlich gekündigt. Seitens des Anbieters wurde widersprochen, mit dem Hinweis, es wäre ja alles Mobil und kann schon mal vorkommen und und und...

Aber das möchte ich nicht hinnehmen.

Sicherlich wird bald versucht werden, die Forderungen (ich habe nach der Frist nichts mehr bezahlt, aber es auch nicht mehr genutzt) mit Drohungen wie Inkasso einzutreiben. Ich habe mich schon ein bisschen informiert, so dass wahrescheinlich dann Post vom Amtsgericht kommt und ich dann auch widersprechen muss, so dass dann möglicherweise ein Zivilverfahren ansteht.

Damit gäbe es eigentlich ein Kostenrisiko für mich. Aber wie, ohne Einkommen? Es kann doch nicht sein, dass wir hier angeblich in einem Rechtstaat leben, aber der kleine Mann (für den der Rechtstaat eigentlich da sein soll) auf sein Recht verzichten muss, Ich weiss, die Rechtslage ist in solchen Fällen wie in meinen bechriebenen, schwammig. Aber deswegen kann ich trotdem Recht bekommen!

Habe ich ein finanzielles Risiko?

Besten Dank für Antworten!
Gruss Timo

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13637 Beiträge, 5738x hilfreich)

quote:
Deshalb hatte ich im November eine Frist zum Beheben der Probleme gestellt.

Nachweisbar ?
Hat sich schon ein Inkassobüro bzw RA gemeldet ?

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#2
 Von 
Ebenezer
Status:
Lehrling
(1223 Beiträge, 540x hilfreich)

quote:
Es kann doch nicht sein, dass wir hier angeblich in einem Rechtstaat leben, aber der kleine Mann (für den der Rechtstaat eigentlich da sein soll) auf sein Recht verzichten muss,

Gott wie ich solche Posts hasse :augenroll:

Wissen Sie denn schon, dass der pöse, pöse Rechtsstaat Ihnen nicht hilft?

Wenn nicht, warum dann dieses präventive herumgeheule? Wenn doch, was soll dann die Frage hier?

Zur Frage:

Wenn Sie kein Geld haben und es kommt zu einem Prozess, können Sie zunächst einen Beratungsschein erhalten. Mit diesem bekommen Sie für maximal 10€ eine anwaltliche Erstberatung.

Für einen eventuellen Prozess können Sie Prozesskostenhilfe beantragen. Das ist ein zinsfreier Kredit des Staates, der Ihre Anwalts- (und ggfs. Gerichtsgebühren) deckt, so dass Sie sich vor Gericht verteidigen können.

Gewinnen Sie, muss Ihr Gegner das Geld zurückzahlen. Verlieren Sie, (z.B. wegen fehlender Beweise - wurde die Kündigung per Einschreiben verschickt oder der Empfang vom Anbieter bestätigt?) müssen Sie das Geld selbst zurückzahlen.

Das Risiko Prozesse zu verlieren und trotzdem nichts zu zahlen übernimmt der Staat in der Tat nicht. Dafür gibt es Rechtsschutzversicherungen.

Der Staat gibt Ihnen aber die Möglichkeit, kostenfrei zu prüfen, ob Sie tatsächlich im Recht sind.

Das Prozesskostenrisiko können wir Ihnen nicht ausrechnen, weil Sie nicht gesagt haben, wieviel man von Ihnen verlangt. Bei einem Betrag bis 300€ liegt das Gesamtrisiko (=alles verloren) beim Forderungsbetrag + ca. 280 € Anwalts- und Gerichtsgebühren..

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"Sollte Ihnen mein Beitrag geholfen haben, würde ich mich über eine Bewertung freuen :-)."

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#3
 Von 
TimoDerMutige
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

zunächst vielen Dank für die Antworten!

Also ich habe alles nachweisbar abgeschickt! Auch habe ich darauf ja die Antworten der Firma bekommen! Also alles doppelt abgesichert in dieser Hinsicht!

Die Schadensersatzforderungen (da ich nichts mehr zahle, wird die Firma nach Ihren AGB auch außerordentlich kündigen) dürften sich in der Tat bei 300 € abspielen! Also wäre das Risko eigentlich zumutbar...

Wo kann ich denn kostenfrei prüfen, ob ich im Recht bin?

Vielen Dank für Antworten!

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#4
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13637 Beiträge, 5738x hilfreich)

quote:
Also ich habe alles nachweisbar abgeschickt! Auch habe ich darauf ja die Antworten der Firma bekommen! Also alles doppelt abgesichert in dieser Hinsicht!

Das ist schon mal nicht schlecht.
Wie hat die Firma in den Antwortschreiben bezüglich der schlechten Empfangsqualität reagiert ?
Was sagen die AGBs om dieser Hinsicht ?

lg


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#5
 Von 
guest-12307.01.2010 10:08:05
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 31x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52955 Beiträge, 24007x hilfreich)

quote:
Also ich habe alles nachweisbar abgeschickt!

Was juristisch gesehen absolut nutzlos ist, da der Zugang nachgewiesen werden muss.
Zum Glück existieren hier Antwortschreiben des Unternehmens.

quote:
Es kann doch nicht sein, dass wir hier angeblich in einem Rechtstaat leben, aber der kleine Mann (für den der Rechtstaat eigentlich da sein soll) auf sein Recht verzichten muss

Wir leben aber nicht in einem kostenlosen Rechtsstaat sondern in einem Rechtsstaat.
Zu Beratungsschein un d Prozesskostenhilfe wurde ja schon was gesagt.


quote:
Aber wie, ohne Einkommen?

Wovon wurde denn der Mobilfunkvertrag bezahlt ... so ohne Einkommen? Einfach das Geld für den Prozess auf die hohe Kante legen?



quote:
Wo kann ich denn kostenfrei prüfen, ob ich im Recht bin?

Bist doch schon dabei ... ;)
Wobei das alles nur Prgnosen sind, ob man im Recht war oder nicht, das sagt einem erst das Gericht ...




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#7
 Von 
TimoDerMutige
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

danke vielmals für die Antworten!

Natürlich meinte ich ich mit nachweisbar abgeschickt den entsprechenden Rückschein dazu, habe also alles mit Einschreiben und Rückschein abgeschickt!

Die AGB sieht schon vor, dass die Netzqualität von Region zu Region anders sein kann. Auch waren die Antworten des Anbieters immer blockend, also dass ich einfach kein Recht hätte zu kündigen, trotz dieser Probleme. Und natürlich könnte ich mit meinem Handy ja deutschlandweit telefonieren, also so in der Art wenn es zu Hause nicht geht, pech ge
habt, dafür kannst du doch (fast) deutschlandweit telefonieren...

Die Rechtslage ist auf jeden Fall sehr umstritten, wie ich mich schon informiert habe.

Viele Grüße Timo



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#8
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13637 Beiträge, 5738x hilfreich)
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#9
 Von 
TimoDerMutige
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

jo, danke nochmal!

Viele Grüße Timo

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