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Kündigugn per E-mail möglich???

25.1.2003 Thema abonnieren
 Von 
Urs Kessler
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigugn per E-mail möglich???

Ist es möglich einen Handyvertrag per E-mail zu kündigen???
Habe das bei Talkline gemacht, jedoch keine Bestätigung bekommen. Dann habe ich ihnen ein Fax geschickt, doch weil ich eineige Tage auf eine Bestätigung meiner E-mail Kündigung gewartet habe, hat die Fax-Kündigung die 3-Monate Frist aus den AGBs nicht eingehalten und ich soll noch 1 Jahr Gebühren für nix zahlen.

Ist das rechtens, ich dachte eine E-mail wäre auch eine wie geforderte schriftliche Kündigung.

Dnake Urs

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Zeus
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 3x hilfreich)

In der Regel ergeben sich mögliche Einschränkungen der Formvorschriften aus AGB, innerhalb der Grenzen von §309 Nr. 13 bleiben müssen.

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#2
 Von 
Urs Kessler
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das war ein Talkline Vertrag:
Ist eine E-mail also keine Kündigung und ich bin schuld???
Wäre es nicht zumindest notwendig, dass man von der Firma informiert wird, dass diese Kündigung nicht wirksam ist???

Danke Urs

13 Vertragslaufzeit und ordentliche Kündigung

13.1 Das Vertragsverhältnis wird für die im Kundenauftrag bezeichnete tarifliche Mindestvertragslaufzeit geschlossen und verlängert sich jeweils um die ursprüngliche Mindestvertragslaufzeit  höchstens jedoch um 12 Monate , soweit der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt wurde. Die Kündigung muss mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit schriftlich erklärt werden.

13.2 Soweit bei Vertragsschluss mit dem Tarifwunsch nichts anderes vereinbart worden ist, kann das Vertragsverhältnis erstmals nach Ablauf von 24 Monaten nach Vertragsbeginn unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende schriftlich gekündigt werden. Die Vertragsdauer verlängert sich um jeweils weitere 12 Monate, wenn der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt wurde

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#3
 Von 
Zeus
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 3x hilfreich)

Wird Schriftformerfordernis vereinbart, muß man sich idR auch daran halten. Durch Auslegung kann sich aber ein anderes ergeben. So bestimmt §127 Abs. 2 S. 1, daß auch im Falle der Schriftformvereinbarung im Zweifel Erleichterungen möglich sind.

Wenn also allgemein der Schriftverkehr per Email abgewickelt wird, kann man davon ausgehen, daß dem passus "schriftlich" nur deklaratorischer Wert zukommt, man also nicht gegen das Formgebot mit einer Email verstößt.

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#4
 Von 
Klaus Höltken
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

letztlich ist das doch nur ein Beweisproblem. Was nützt es, wenn man eine E-Mail einem normalen Brief gleichstellt.

Im Streitfall muss man den Zugang beweisen. Dies gelingt wohl nur bei einem Einschreiben mit Rückschein bzw. bei Übergabe durch Boten mit entsprechener Quittierung. Auch Einwurf in den Briefkasten unter Beisein eines Zeugen ist möglich.

MfG
K.H.

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