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Inkassokosten

5.1.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Inkassokosten
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 645x hilfreich)
Inkassokosten

hallo, befinde mich in folgendem Fall: Doof aber habe für jmd. anderes was unterschrieben ( Vertrag ). Jetzt konnte diese Person nicht zahlen und nun krieg ich ein Schreiben eines Inkassobüros über einen Rechnungsbetrag, ohne Rechnung selber mit der Aufforderung zu zahlen und obendrauf natürlich noch ne fette Gebühr für das Inkassobüro selber.
Das ich um den Rechnungsbetrag nach Vorlage der rechnung nicht drumrum komm ist klar, aber wie sieht es mit den Inkassogebühren aus. Muß ich diese auch tragen?

Ich denke nämlích nicht, bin mir aber nicht sicher, danke.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 165 weitere Fragen zum Thema
Inkassokosten


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-12
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 83x hilfreich)

Hallo,

schwierige Frage (eigentlich nicht) aber es ist schlicht nur ein Rechenexempel.

Du schreibst, die Forderung ist ok, also ok.

Dem Gläubiger steht natürlich ein Verzugsschaden zu, meist 5 % Zinsen über Basiszins seit Fälligkeit, soweit auch klar.

Nun schreibst Du von einer "fetten" Gebühr für das Inkasso. Und hier fängt das Rechnen an.

Wie hoch ist die Forderung, wann war sie fällig zu welchen Konditionen und -wichtig- wie hoch ist die Gebühr für das Inkasso.

Dies frage ich aus folgenden Gründen:

Oftmals rechnet es sich, einfach einen Mahnbescheid von einem Anwalt abzuwarten. Ein Inkassobüro darf keine Mahnbescheide für seine Kunden beantragen, es kommt also noch ein Anwalt. Die Gebühren für diesen sind meistens geringer, als die eines Inkassounternehmens.

Also, Forderungshöhe ? Zinsen ?

Dagegen rechnen:

Gebühr für Inkasso ?
Gebühr für MB und Anwalt ?

Wenn zweiteres günstiger ist, MB abwarten. Sollten dort Inkassokosten mit geltend gemacht werden, Hauptforderung, Zinsen, Anwalts- und Gerichtskosten bezahlen und gegen die Inkassokosten Widerspruch einlegen.

Aber unbedingt vorher rechnen!!!! ;)

-----------------
"Mit freundlichen Grüßen
Runa
(Büroservice für Juristen und Ärzte)"

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#2
 Von 
RA DPMS
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 124x hilfreich)

Wenn es erstmal die Hauptforderung bezahlt ist, wird es schwierig den Schaden einzuklagen.

Ich empfehle meinen Mandanten in den Fällen, in denen keine Einwände gegen die Hauptforderung bestehen, daher regelmäßig, diese zzgl. Zinsen auszugleichen.

Wie schon gesagt, INKASSO Gebühren sind nicht einklagbar...

Schöne Grüße

RA D.P.M. Sevriens
sevriens.net

"Tu', was Du kannst und laß das andere dem, der`s kann (...)" (Rückert)

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