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Hausanschluss - Eigentumsrecht und Erlaubnis

13.2.2018 Thema abonnieren
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)
Hausanschluss - Eigentumsrecht und Erlaubnis

Hallo...
Mein Stiefsohn (22) ist Computerspielsüchtig. Wir wohnen im eigenen Haus.
Der Hausanschluss ist auf meinen Namen angemeldet. ich bin alleiniger Eigentümer des Hauses.
Wir wollen nun den Internetanschluss kündigen, um gegen seine Sucht vorzugehen.
Kann er auf seinen Namen ,auf meinem Hausanschluss einen eigenen Internetanschluss anmelden ?
Oder kann ich das verbieten ?
Danke im Vorraus.

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22 Antworten
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#1
 Von 
hiphappy
Status:
Bachelor
(3299 Beiträge, 1790x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Kann er auf seinen Namen ,auf meinem Hausanschluss einen eigenen Internetanschluss anmelden ?

Ja. In der Regel sind ja mehr als ein Anschluss pro Haus möglich.

Zitat (von micky1067):
Oder kann ich das verbieten ?

Nein.

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#2
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

Aber es ist ein Einfamilienhaus. Ich bin mir da nicht so sicher.

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#3
 Von 
Spezi-2
Status:
Bachelor
(3738 Beiträge, 1808x hilfreich)

Aus der Fragestellung im Forum "Mietrecht" ist zu vermuten, dass der Sohn Mieter ist oder mindestens ein ähnliches Rechtsverhältnis für sein "wohnen" hat.
Wenn dies so ist, kann er einen eigenen Anschluss durchsetzen.

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#4
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

Oh.. nein... Er hat nur sein Zimmer.
Er zahlt keine Miete und auch sonst kein Geld.
Beteiligt sich auch nicht an jeder Art von im Haushalt anfallenden Arbeiten.
Er sitzt nur vor seinem Computer und spielt ohne Ende LOL.

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#5
 Von 
cauchy
Status:
Junior-Partner
(5733 Beiträge, 3004x hilfreich)

Was soll das im Forum Mietrecht? :forum:

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#6
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4973 Beiträge, 1972x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Aber es ist ein Einfamilienhaus.

Als Eigentümer hat man klar das Recht, das man keinen Anschluss durch den Netzanbieter zulassen muss.
Jedoch gibt es heute halt leider auch LTE Router.

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#7
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

Ja so denke ich auch. Wenn er sich einen LTE Router zulegen würde.. ist das seine Angelegenheit.
Das muss er selsbt finanzieren. Aber danke für die Antworten.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(59814 Beiträge, 28163x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Wir wollen nun den Internetanschluss kündigen, um gegen seine Sucht vorzugehen.

Das ist aber eher der falsche Weg.

Und oft wird Internet und Telefon nur noch zusammen angeboten.
Man könnte auch einfach die Zugangsdaten ändern?



Zitat (von micky1067):
Das muss er selsbt finanzieren.

Hat er denn Einkommen, welches das ermöglichen würde?
Nicht das er auf "kreative" Finanzierungsmöglichkeiten umsteigt.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Bachelor
(3961 Beiträge, 1881x hilfreich)

Schlicht das Wlan-Passwort ändern bzw. seine Ip sperren und gucken, was passiert.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#10
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

@Harry van Sell

Klar kann man die Zugangsdaten ändern oder sogar alles sperren, aber wenn wir auch kein
Internet mehr haben gibt es keine Diskussionen mehr. Einkommen hat er keins. Er ist in einer Maßnahme des Arbeitsamtes
und bekommt nach SGBIII Beihilfe. Ca. 100 € pro Monat.

@fb367463-2

Haben wir alles schon gemacht. Ip Sperren... etc.
Was dann passiert kennen wir leider. Aggressivität ...

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#11
 Von 
AltesHaus
Status:
Senior-Partner
(6865 Beiträge, 1796x hilfreich)

Das ist ja wohl eher Familienrecht, jedoch ... was spricht gegen die Ausquartierung des Flegels?

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#12
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4973 Beiträge, 1972x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Haben wir alles schon gemacht. Ip Sperren... etc.
Was dann passiert kennen wir leider. Aggressivität ...

Sperren und wenn er durchdreht vor die Türe setzen.

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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(59814 Beiträge, 28163x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Haben wir alles schon gemacht. Ip Sperren... etc.
Was dann passiert kennen wir leider. Aggressivität ...

Zitat (von micky1067):
Internet mehr haben gibt es keine Diskussionen mehr.

Und man hofft das er das komplette wegfallen dann lammfromm hinnehmen wird? Gutes Gelingen ...



Zitat (von micky1067):
Einkommen hat er keins.

Dann mal hoffen, das er nicht zu "kerativ" wird ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#14
 Von 
fb367463-2
Status:
Bachelor
(3961 Beiträge, 1881x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Haben wir alles schon gemacht. Ip Sperren... etc.
Was dann passiert kennen wir leider. Aggressivität ...

Wie 0815Frager schreibt: wenn er durchdreht, vor die Türe setzen. In diesem Alter hat Ihr Sohnemann kein Recht mehr darauf, von Ihnen beherbergt zu werden.

Aber mal im Ernst, glauben Sie ehrlich, die Diskussionen oder die Aggressivität wird weniger, wenn der Anschluss komplett weg ist? Dann wird er versuchen, Sie mit allen Mitteln dazu zu bringen, den Anschluss wieder zu aktivieren... Und alles ist wieder beim Alten. Es sind auch dieselben Diskussionen, die geführt werden müssen

Durchsetzen müssen sie das alles allerdings selbst, da kann Ihnen kein Recht und kein sonst was helfen. Sie müssen da selbst durch. Wenn er aggressiv wird, bei der nächsten Abwesenheit Schlösser austauschen und ihm die Koffer vor die Tür stellen. Wenn Sie freundlich sind, legen Sie noch ein paar Adressen örtlicher Obdachlosenasyle auf den Koffer.

So ein Verhalten geht ja gar nicht.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#15
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

Wir wollen damit erzwingen das er von sich aus eine Wohnung sucht. Damit wir nicht die dummen sind
und er uns vorwirft wir wären schlechte Eltern. Wir hoffen auch das er nicht kreative Gedanken bekommt.
Aber das wären dann seine Angelegenheiten. Alles sehr schwierig.

Diskussionen wird es so oder so geben, richtig. Aber es sind dann die grundlagen für die Sucht in unserem Haus beseitigt.
Wenn er weiter spielen will, muss er halt sich eine Wohung suchen und einen eigenen Anschluss besorgen.
Dann sidn wir nicht merh daran schuld, wenn er an der Sucht zugrunde geht.

Die Schlösser tauschen, wäre eine radikale Lösung. Aber wäre sie auch die richtige Lösung ? Wer weiss was dann passiert,
wenn man aus dem Haus geht..

Aber trotzdem Danke für eure Meinungen..

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#16
 Von 
Paragrafenreiter
Status:
Schüler
(451 Beiträge, 314x hilfreich)

Wie wäre es den Jüngling eher zu einer Therapie zu bewegen.
Rausschmeissen bekämpft ja nicht dir Ursache des Problems.

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#17
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

Tja... das haben wir alles schon versucht. Es gibt in Mainz eine Stelle die da helfen kann.
Aber dazu muss der Süchtige selbst vorstellig werden. Und es einsehen das er an einer Sucht leidet.
Das ist bei ihm nicht der Fall. Kein Einsehen.. es ist ein Hobby. Na ja.. wie das halt bei anderen Süchtigen auch
der Fall ist. Alles verleugnen..

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#18
 Von 
AltesHaus
Status:
Senior-Partner
(6865 Beiträge, 1796x hilfreich)

Therapie macht nur Sinn, wenn der Mensch einsieht, dass er Hilfe braucht. Das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Wenn SIe ihn wirklich loswerden wollen, dann seien Sie behilflich bei der Suche nach einem neuen Zuhause. Sponsoren SIe die Kaution und wünschen ihm dort ein schönes Leben.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(59814 Beiträge, 28163x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Wir hoffen auch das er nicht kreative Gedanken bekommt.
Aber das wären dann seine Angelegenheiten.

Naja, wenn dann 3 Polizueifahrzeuge vor der Türe stehen und 8 Leute eure Wohnung auf links drehen ...



Zitat (von micky1067):
Wenn er weiter spielen will, muss er halt sich eine Wohung suchen und einen eigenen Anschluss besorgen.

Nö, nur einen Anschluss. Zumindest wenn bei euch der LTE Empfang gut ist.


Das Problem: eigentlich ist alles was ihr macht falsch
Aber eventuell macht es ja "klick" bei ihm, wenn man ihn ausquartiert. Aber welche "klick" ist es? Das weis man erst hinterher.



Zitat (von micky1067):
Er ist in einer Maßnahme des Arbeitsamtes und bekommt nach SGBIII Beihilfe. Ca. 100 € pro Monat.

Erstausbildung hat er schon hinter sich?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#20
 Von 
micky1067
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 10x hilfreich)

@AltesHaus
Richtig... Therapie geht nur wenn er das selber einsieht. Und da liegt das große Problem.
Ihm behilflich sein ein neues Zuhause zu finden wäre ok. Aber dazu müsste er sich bewegn und das wollen.
Er ist einfach zu träge etwas zu leisten. Alles nicht so einfach. Ihn einfach raus zu werfen .. wäre ok.. aber ist es auch die
richtige Lösung ? Wer weiss was dann passiert. Bis zum 25 Lebensjahr sind die Eltern ja noch für die Kinder verantworlich.
Gut ich habe als Stiefvater das Glück nicht unterhaltspflichtig zu sein. Aber meine Frau. Und der bin ich Unterhaltspflichtig.
Es muss alles gut durchdacht sein, bevor man einen Schritt weiter geht.

@Harry van Sell
Mal bitte nicht den Teufel an die Wand. Das wäre der Supergau.. Puuhh..
LTE ist sehr schelcht bei uns.. ;-) . Da wäre Spielen nicht gerade sehr angenehm.
Richtig: Alles was wir machenwürden wäre falsch. Und auf das Klick warten wir schon lange..
3 mal Schule abgebrochen. Depression.. 2 mal Suizidversuch... Eine Ausbildung angebrochen.
Alles sehr unfangreich was wir in den letzen 7 Jahren erlebt haben.

Aber danke für das Verständnis.. Ich klicke mich jetzt mal aus...
Vielen Dank...

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#21
 Von 
AltesHaus
Status:
Senior-Partner
(6865 Beiträge, 1796x hilfreich)

Zitat (von micky1067):
Er ist einfach zu träge etwas zu leisten. Alles nicht so einfach. Ihn einfach raus zu werfen .. wäre ok.. aber ist es auch die
richtige Lösung ? Wer weiss was dann passiert. Bis zum 25 Lebensjahr sind die Eltern ja noch für die Kinder verantworlich.

Das ist moralisch korrekt, aber ansonsten nicht Quatsch.

Entweder wollen Sie ihn loswerden, dann machen Sie das auch. Frist setzen, monetäre Hilfe beim Umzug anbieetn und dann raus mit dem Knaben. Der wird dankbar gehen, nur um die nörgelnden Eltern los zu werden.

Für mich sieht das eher so aus, dass Sie eigentlich nichts tun wollen (oder wegen der Gattin nicht können). Bei mir wäre er schon in seinen eigenen vier Wänden und würde vom Jobcenter Dampf bekommen, was dann sein ureigenstes Problem wäre. Aber das Ding scheint eingefahren, der sitzt ja schon seit Jahren vor dem PC und macht nix, ohne dass da mal was geschah.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#22
 Von 
fb367463-2
Status:
Bachelor
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Zitat (von micky1067):
Wir wollen damit erzwingen das er von sich aus eine Wohnung sucht. Damit wir nicht die dummen sind
und er uns vorwirft wir wären schlechte Eltern

Früher™ waren Eltern noch Autoritäten und keine "Kumpels" - saß hätte was für sich. Heutzutage wird das "Parenting Power" genannt. Allerdings hatte man damit 20 Jahre früher anfangen müssen.

Wie vorher schon richtig erkannt wurde, Ihre Probleme sind eigentlich keine rechtlichen, sondern familiäre.

Da kann Ihnen auch keiner helfen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen UND diese vor allen Dingen auch durchzuziehen, dann ist Hopfen und Malz verloren und der Knabe sitzt mit 35 immer noch in Ihrer Bude rum. Warum sollte er sich auch bewegen? Er hat ja full service, wird verpflegt und das Internet wird er sich schon beschaffen, da brauchen Sie keinen Zweifel dran zu haben.

Arbeiten Sie innerhalb ihrer Beziehung daran, die Entscheidungsgewalt mal selbst zu übernehmen und zu behalten, erst dann können sie wirklich handeln. Diese ganze Rumeierei und die Fragerei, ob man "schlechte Eltern" sei oder sowas, ist doch Kokolores und macht Sie nur sinnlos psychisch fertig. Eltern, die Konsequenzen ziehen, sind nicht zwangsläufig schlecht... Manchmal muss es eben so sein und es ist durchaus zum Besten ihres Sohnes. Irgendwann muss er ja selbstständig werden, spätestens wenn Sie und Ihre Frau...naja, Sie wissen schon.

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