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Gründung einer englischen Limited

7.1.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Gründung
 Von 
secondmanonmoon
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)
Gründung einer englischen Limited

Hi Liste!

Was haltet Ihr von der Gründung einer englischen Limited anstelle einer deutschen GmbH.
Im Netz gibt es schon Vermittlerangebote von 180 bis 400 Euro. Wie seriös ist das, und ist es wirklich so unbedenklich eine Limited für einen deutschen Unternehmenszweck zu gründen?
Droht vielleicht sehr hoher Verwaltungsaufwand oder sonstige Sachen, die man unbedingt berücksichtigen sollte?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 170 weitere Fragen zum Thema
Gründung


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Terr Roger
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 10x hilfreich)

Moin!

Gründung einer engl. Ltd.
-> kann man machen.
-> je nach Unterstützung und Beratung ist die Pflege recht einfach.

Vielfach zeigt sich in der Praxis nur, dass die Gründer einer GmbH und vor allem einer Ltd sich falsche Vorstellungen von dem machen wozu eine GmbH/Ltd zu leisten im stande ist.

Ob Du einen deutschen Unternehmenszweck hast (was auch immer "deutsch" ist) ist egal.

Viel wichtiger die Frage, was soll der Zusatz Ltd für Vorteile (für Dich) bringen?

Wenn Du die nennen magst, dann kann auch konkreter/hilfreicher geantwortet werden.

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#2
 Von 
secondmanonmoon
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Hauptvorteil gegenüber einer Personengesellschaft ist die beschränkte haftung bei gmbh und limited ltd.
Vorteil der limited ist das sehr viel geringere stammkapital im gegensatz zur gmbh und die angeblich geringere durchgriffshaftung auf den director/Geschäftsführer.
Außerdem sind bei ltd-gründung keine notarkosten aufzubringen

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#3
 Von 
Terr Roger
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 10x hilfreich)

Moin!

Ups, da habe ich wohl meine Frage nicht genug präzisiert. Die rechtlichen Eigenschaften der jeweiligen Gesellschaftsformen sind mir geläufig, nur was sollen diese Formen für Dich bewirken?

Pauschale Antworten:
a) Du hast Angst vor der Durchgriffshaftung?
Na, wenn Du schon mit solchen Vorbehalten an die Gründung gehst, dann solltest Deine Kompetenz nochmals überprüfen.

Vor wem oder was hast Du Angst?
Die "wichtigen" Gläubiger - z.B.
- die Banken lassen Dich immer persönlich haften - die kennen das Spiel bereits.
- Großkunden/renomierte Firmen prüfen Dich eh vorher und wenn Du Geschäfte machen willst, dann ist der Schutz "nutzlos".

b) Diese Gesellschaftsformen haben doch bereits Ihren "Ruf" und jeder weiss was Ihn zu erwarten hat. Gerade mit der Ltd stößt Du bei erfahrenen Geschäftsleuten auf eine gewisse Skepsis. Woher kommen Deine Kunden?

c) Sich Geld von einem Kapitalgeber für die Existenzgründung zu holen und ihm dabei gleich aufzuzeigen - "Hallo, ich möchte möglichst für nichts haften" - das könnte für Argwohn sorgen, zumal die Geldgeber Dich immer persönlich haftbar machen.

d) Die GmbH/Ltd ist eine bewährte und sinnvolle Form, nur eignet sie sich nicht für alle und jeden Zweck. Laß Dich von Deinem Steuerberater beraten, welche Form für Dich am besten ist.

Kapitalgesellschaften bringen sicherlich Vorteile, nur Du kannst auch etliche Nachteile haben.
(Für finanz- u./o. (kfm-schwache) Existenzgründer sind vor allem der Kapital- und Verwaltungsaufwand ernorm hinderlich)

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#4
 Von 
secondmanonmoon
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich bin Student und habe ein Einzelunternehmen.

Ca. 2 mal im Jahr erfolgt innerhalb einer sehr kurzen Zeit ein enormer Umsatz in Höhe von ca. 15-30T EUR. Ich bin halt etwas vorsichtig, was die Zahlungsmoral meiner Kunden angeht. Sollte das nicht vollkommen auszuschließen sein, so hätte ich kein problem.

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#5
 Von 
Terr Roger
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 10x hilfreich)

Hmm, 15-30 TSD hört sich sicherlich toll für Dich an, nur ich halte diesen Wert für für eher niedrig. Allerdings kenne ich die Gewinnspanne nicht.

Du hast Bedenken bei der Zahlungsmoral Deiner Kunden? Inwiefern soll eine Rechtsform Dich hier "schützen" und vor wem?

Wie stehts mit Vorauskasse?

Ich versuche mal Deine Ausführung zu deuten.

Bei Umsatz gehe ich davon aus, dass Du eine Ware einkaufst, die dann an den Endkunden verkauft wird. Die "eingekaufte" Ware kannst Du aber nicht voll bezahlen, sondern benötigst noch die Verkaufserlöse. Du gibst die Ware heraus ohne das es eine umgehende Bezahlung des Endkunden gibt.

Die Rechtsform soll nun die Aufgabe haben, falls ein Kunde nicht zahlt und die Deine Ware nicht von Dir bezahlt werden kann, dass der Verkäufer Dich nicht in die Pflicht nehmen kann.

a) Nach Deinen Angaben kann eine GmbH das nicht leisten! Wäre eine nette Idee und es würden wohl tausende so machen :-)

b) Eine LTD ist praktisch dazu in der Lage, nur halte ich es für ein Denkmodell.

Auch, wenn die Ltd ganz gut in England verbreitet ist, so ist man sich doch sehr bewußt, wie die Grundlagen dieser Form sind.
Welcher Grosshändler gibt einem Nobody einen solchen Kreditrahmen? (Und alles ohne "Klauseln"?)

Für Deine Idee solltest Du unbedingt einen Steuerberater oder Juristen aufsuchen.

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#6
 Von 
markus hübner
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 9x hilfreich)

Liebe Leute, die mit der Gründungs einer
Ltd spekulieren.

Wer interesse an so einer unseriösen Geschäftsform hat, der hat auch Interesse, Kredite ohne Schufa-Auskunft zu bekommen.

Will sagen: In diesem Genre tummeln sich eine Menge Betrüger, Pleitegeier und dumme Menschen.

Wer mit solchen arbeiten möchte, nur zu!!!

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#7
 Von 
Mandarin
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich folgendes dazu sagen:

LTD ist sicher sehr Gute GF aber es gibt zur Zeit sehr viele Anbiter die diese Form einfach ausnutzen ...
Vorteile:
Schnelle gründung ,
wenig afwand(buchhaltund und ...),
Sehr günstige gründung (ca. 800 bei guten Anbiter+ca. 400€ jede weitere Jahr)
In 1 jahr kann LTD jede belibege leistungen anbiten...


Nachteile:
Sehr schlechte kreditwürdigkeit
Sehr vile probleme wenn mann bei BILLIG-gründer gegründet hat.


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#8
 Von 
sling
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 13x hilfreich)

Gesellschaftsrecht Beitrag von Rechtsanwalt Römermann
Ausländische Gesellschaften in Deutschland – Abschied von der deutschen Gmbh?
Link:
http://www.123recht.net/article.asp?a=8006&;f=ratgeber_gesellschaftsrecht_auslaendischegesellschaftenraroemermann&p=1

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