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Gewaltschutzgesetz

5.1.2002 Thema abonnieren
 Von 
Monika
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Gewaltschutzgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin empört und entsetzt. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, dass Frauen und auch Kinder vor gewalttätigen Männern geschützt werden, ganz im Gegenteil!
Was ich persönlich aber als unzumutbar und menschenrechtsverletzend- und auch menschenverachtend empfinde sind Äußerungen wie:

Schon eine massive Bedrohung soll das Gericht zum Handeln bringen können. Außerdem soll die bisher auf Eheleute beschränkte Möglichkeit des gerichtlichen Einschreitens auf nicht eheliche Lebensgemeinschaften ausgedehnt werden.

Was versteht man hier unter massiver Bedrohung? Ist verbale Bedrohung auch damit gemeint? Es ist Tatsache, dass es auch genügend Frauen gibt, die sich nicht nur mit verbalen massiven Drohungen gegen ihren Partner oder aber auch Kindern richten.

Hier wird grundsätzlich nur von männlichen Gewalttätern gesprochen. Schutz wird laut all dieser Formulierungen nur Frauen zugestanden. Was ist aber mit weiblichen Gewalttäterinnen? Kann oder darf es sie in der Öffentlichkeit nicht geben?
Ich spreche hier nicht nur körperliche Gewalt an, nein auch wie es hier so schön heißt:

Telefonterror, Verfolgung, Belästigung durch ständige Präsenz - die verschiedenen Formen des Stalking sollen künftig schärfer bestraft werden.

Werden nicht auch Männer von ihren Partnerinnen mit oben genannten Aktionen terrorisiert? Es ist mir unbegreiflich, dass man Frauen grundsätzlich egal in welchen Medien und Berichten auch immer nur als Opfer wieder findet und Männer grundsätzlich als Täter.
Man sollte sich schämen Gewalt einem Geschlecht allein zuzuschreiben und Gesetze zu verabschieden, die zwar geschlechtsneutral verfasst sind, aber durch diskriminierende Art und Weise der Öffentlichkeit als alleiniger Schutz vor männlichen Gewalttätern zu präsentieren.

Hat man sich auch schon einmal die Frage gestellt, welche Möglichkeiten sich nun für Frauen eröffnen, sich auch unbegründet mit Hilfe dieses Gesetzes, des nicht mehr geliebten, oder einfach nur störenden Partner entledigen zu können, angesichts der Tatsache, dass alleine eine eventuelle Beschuldigung einer angeblichen massiven Bedrohung genügen soll, dass das Gericht zum Handeln befugt werden soll?
Wie und welche Möglichkeiten bleiben einem Mann, das Gegenteil zu beweisen?

Ich kann nur hoffen, dass die Menschen, die dafür verantwortlich sind, wach werden und nicht weiterhin dazu beitragen, dass die bereits bestehende Kluft zwischen Frauen und Männern noch größer wird. Wir sollten an unsere Kinder und deren Zukunft denken und ihnen nicht aufzeigen, wie man sich gegen Gewalt zur wehr setzt, sondern wie man Gewalt verhindert und das wie bereits erwähnt geschlechtsneutral.

Mit freundlichen Grüßen.
Monika Fassbender

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
GAm
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 5x hilfreich)

http://online.wdr.de/online/politik/hausverbot/index.phtml

"Wer schlägt, fliegt raus"

Auch gewalttätigen Frauen droht Rauswurf
Grundsätzlich gelten die neuen Gesetze auch bei Lebensgemeinschaften ohne Trauschein oder bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Demzufolge können außer schlagenden Männern auch gewalttätige Frauen oder volljährige Jugendliche aus der Wohnung geworfen werden.

---------

Nicht böse sein, aber ich noch einen text gefunden vom Novo Magazín (hat nichts micht Rechtlichen details zu tun, aber interessant zu lesen) Die beiden Links:

-Skandalöse Kampagnen gegen Männergewalt
http://www.novo-magazin.de/45/novo4520.htm

-Häusliche Gewalt ist weiblich
http://www.novo-magazin.de/45/novo4522.htm

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#2
 Von 
GAm
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 5x hilfreich)

1993 verabschiedeten die Vereinten Nationen folgende Erklärung: "Jede geschlechtsbezogene gewalttätige Handlung, die einer Frau Schaden oder Leid körperlicher, sexueller oder seelischer Art zufügt oder wahrscheinlich zufügen wird, einschließlich der Androhung solcher Handlungen, der Nötigung oder der willkürlichen Freiheitsberaubung im öffentlichen oder privaten Leben"
wird als Menschenrechtsverletzung definiert.

Auch diese Erklärung bezieht sich ausschließlich auf das weibliche Geschlecht. Von Männern ist nicht die Rede.

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#3
 Von 
gitta
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Nette Artikel,
Danke für die Links. :-)

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#4
 Von 
Brüdigam-Grapenthin
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Sehr geehrte Frau Fassbender,
ich finde es bewundernswert, dass sie als Frau sich für die Männer stark machen und ein Problem aufgreifen , welches auch mich seit anderhalb Jahren befasst.
Im Februar vergangenen Jahres verließ ich nach 10 jähriger Ehe meine Frau, da sich diese seit längerer Zeit sexuell völlig zurückzog. Ich habe im Jahr 1995 mit finanziellen Mitteln meiner Familie ein EFH erworben und meiner Frau darin eine Physiotherapiepraxis eingerichtet um ihr so den Weg in die Selbstständigkeit zu ermöglichen. Es folgten 4 Jahre in denen es zu umfangreichen Umbauarbeiten durch mich am Haus kamen und nach dem Abschluss aller Arbeiten, zog sich meine Frau zurück , nach dem Thema: der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Es folgte also mein Auszug und meine Forderung nach Trennung und Vermögensausgleich. Ihre Anwältin schlug mir, bei einem Vermögenswert nach Abzug der Restschuld des Hauses von 100.000 EURO, eine Abfindung von lediglich 20.000 Euro vor. Als diese von mir als zu gering zurückgewiesen wurden, begann meine Frau und ihre Anwältin mich mit erfundenen Vergewaltigungen in der Ehe und angeblich von mir stammendem pornographischen Material unter Druck zu setzen. Da ich mir nichts vorzuwerfen hatte, reagierte ich darauf nicht. Ich begann vor gut einem Jahr eine bis heute andauernde Beziehung zu einer sehr angenehmen Frau, was meine Frau derartig erboste, daß sie mich wegen og. Sachverhalte bei der Polizei anzeigte. Man wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt- erkennungsdienstlich aufgenommen Fingerabdücke, Fahndungsfotos etc. Seit 2 Monaten ist zumindestens das eine Verfahren als unbegründet eingestellt und auch das Vergewaltigungsverfahren wurde eingestellt, aber meine Frau versucht es mit Beschwerden immer wieder aufleben zu lassen.
Ich frage mich , ist das der Sinn dieses Gesetzes zum Schutz vor Gewalt in der Ehe, daß man aus Habgier und verletztem Stolz von seiner Exfrau zum Strafttäter gestempelt wird. Wir haben in einer 2000 Einwohnergemeinde bei Rostock gewohnt und sie werden verstehen, was nach meinem Wegzug an Gerede aufkam und durch meine Exfrau mit Unwahrheiten geschürt wurde. Ich hatte keine Chance mich zu rechtfertigen und werde heute in dieser Gemeinde gemieden. Hinzu kam auch noch, daß ich durch das schwebende Verfahren meinen Arbeitsplatz zum Jahreswechsel verlor und seither ohne Job bin. Wenn ich meine neue Partnerin nicht hätte, würde ich sagen, meine Frau, die mit nichts kam, hat mein Leben komplett zerstört, um nur nicht zu teilen , was rechtlich nun mal beiden gehört. An dieser Stelle kann ich Menschen verstehen, die in solchen Situationen zur Waffe greifen um sich Genugtuung zu verschaffen. Für mich ist das allerdings keine Lösung, da ich Gewalt in jeder Form ablehne.
Würde mich freuen , wenn wir uns etwas vertieft über meinen Fall unterhalten könnten, da mir Ihre Einstellung sehr imponiert.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk Brüdigam-Grapenthin

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