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GbR Gesellschafter verhält sich unangemessen.

13.1.2015 Thema abonnieren Zum Thema: GbR Gesellschafter
 Von 
muc85
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 5x hilfreich)
GbR Gesellschafter verhält sich unangemessen.

Hallo zusammen,

es betrifft mich nicht persönlich, allerdings frage ich mich, wie das genau ist. Beruflich gesehen bin ich zwar im Handels- und Gesellschaftsrecht daheim, aber wie das nun genau zu sehen wäre, könnte ich adhoc nicht sagen.

GbR mit zwei Gesellschaftern, tätig mit Dienstleistungen für die diverse Geräte angeschafft wurden. Nun überwerfen sich beide Gesellschafter, weil sich der andere nicht an die Regelungen hält, bzw. Gesellschafter A herausfindet, dass Gesellschafter B hinter seinem Rücken schwarz arbeitet und möglicherweise so auch Einnahmen unterschlägt.
Letztlich wird es aus meiner Sicht auf eine Auflösung der GbR herauslaufen. Gibt es nun Vorschriften zur Auflösung, Aufteilung des Vermögens (Geräte) etc.? Mir ist ausser, dass sie sich halt einigen müssen nichts bekannt.

Interessierte Grüße,
muc85

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 89 weitere Fragen zum Thema
GbR Gesellschafter


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Snuggles
Status:
Praktikant
(832 Beiträge, 209x hilfreich)

Hallo,

es gilt entweder das, was im Gesellschaftsvertrag geregelt wurde, oder - wenn nicht vorhanden, was vermutlich so ist - es muss eine einvernehmliche Regelung gefunden werden. Schließlich gehört beiden irgendwie "jeweils alles" und deshalb jedem irgendwie "jeweils nur die Hälfte". Ähnlich wie bei der Haftung.

Wer hat jetzt Recht bei 50:50 Entscheidungsgewalt? Zu 99% stellt sich mindestens einer quer. Einer will die Maschine verkaufen, der andere aber nicht... Oder nur für 1000,- EUR Anteil, wenn die Maschine doch verkauft wird (die aber lt. Gutachten nur 500,- EUR wert ist) - Der Gutachter hierfür kostet dann nochmal 750,- EUR ;)

Am Ende läuft es dann alles über Gutachter und Anwälte.

Gruß
SN

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#2
 Von 
muc85
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 5x hilfreich)

Vertrag ist m.W. nicht vorhanden.

Ja genauso sehe ich das auch. Hab nur jetzt schon eine Weile gegrübelt, ob es da nciht doch Regelungen gibt.
Dann werde ich mal zuwarten, was sich da tut. Interessante Sache.

Inwiefern haftet eigtl. Gesellschafter A mit, wenn das Finanzamt rausfindet, dass B schwarz gearbeitet hat? A hat ja direkt nach Erkenntnis darüber die Gesellschaft "still" gelegt bis eine einigung gefunden wird.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(52631 Beiträge, 23937x hilfreich)

quote:
Hab nur jetzt schon eine Weile gegrübelt, ob es da nciht doch Regelungen gibt.

§ 738 BGB sollte man mal lesen ...



quote:
A hat ja direkt nach Erkenntnis darüber die Gesellschaft "still" gelegt bis eine einigung gefunden wird.

Witzige Idee.
Hat er die Hauptsicherung abgeschaltet oder die Wegfahrsperre aktiviert?





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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