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Freundin steht mittellos da

1.1.2014 Thema abonnieren Zum Thema: steht Freundin
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(416 Beiträge, 72x hilfreich)
Freundin steht mittellos da

Hi,

eine Freundin hat im Oktober ein Kind zur Welt gebracht. Kurz nach der Geburt wurde der Strom abgestellt. Das Job Center will keine Darlehen mehr geben, da bereits aus alten Tagen noch welche laufen.
Sie musste auch einen neuen Antrag abgeben. Dieser ist bis Heute noch nicht bewilligt, da die Unterlagen vom Kindesvater fehlen.
Es gibt auch noch keine Vaterschaftsanerkennung.
Diese will das Job Center haben.
Der Kindesvater sitzt aber mittlerweile in Haft und lässt sich auf nichts ein.

Das kann doch so nicht angehen oder?
Gut, die Kindesmutter war auch nicht immer die Zuverlässigste. Hat viel Bockmist gebaut.
Jetzt hat sie allerdings ein Baby. Wird auch vom Jugendamt betreut.

Irgenwie scheint ihr Keiner zu helfen.
Sie wohnt eben bei einem Freund, damit sie ihr Baby auch versorgen kann. Mietrückstand immerhin inzwischen 3 Monate.

Würde mit ihr morgen mal aufs Job Center fahren. Weiß nur nicht wo ich ansetzen soll.
Kann wenn dann nur morgen oder übermorgen. Muss ab nächste Woche wieder arbeiten gehen.

Liebe Grüße
Angela

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steht Freundin


14 Antworten
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#1
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11250 Beiträge, 3448x hilfreich)

@angle:

Hat Deine Freundin bereits Unterhaltsvorschuss beantragt und bekommt diesen?

Die ganze Geschichte, Vaterschaftsfeststellung, Unterhaltsansprüche etc. ist eigentlich vorrangig Sache des Jugendamtes.

Das der Vater aktuell wohl eher nicht leistungsfähig sein dürfte, wenn er inhaftiert ist, dürfte relativ offensichtlich sein.

Eine Vaterschaftsanerkennung dürfte für das Jobcenter nicht leistungsrelevant sein und darf deshalb m.E. nicht verlangt werden.

Über den Antrag auf laufende Leistungen ist ggf. zunächst vorläufig zu entscheiden, weil natürlich zuvor zu klären ist, ob der Kindsvater zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden kann. Wie gesagt, jedenfalls diese vorläufige Bewilligung müsste aber erfolgen.

Hinsichtlich der Stromschulden, ist darauf abzustellen, dass die Einstellung der Stromversorgung einer Wohnungslosigkeit gleichzusetzen ist. Dass Jobcenter ist hier durchaus in der Leistungspflicht, wenn es keine anderweitigen Hilfemöglichkeiten gibt. Problematisch wird es zumeist dann, wenn die Abschlagszahlungen nicht regelmäßig erfolgt sind. Eine Übernahme der Stromschulden kommt allerdings allenfalls als Darlehen in Betracht.

Hinsichtlich bestehender Mietschulden gilt im Ergebnis das selbe.

Geregelt sind die Fragen der Schuldenübernahme in § 22 Abs. 8 SGB II . Die Möglichkeit der vorläufigen Bewilligung ergibt sich aus § 40 Abs. 2 Nr. 1 SGB II in Verb. mit § 328 Abs. 1 SGB III .

Gem. § 42 Abs. 1 SGB I kommt auch die sofortige Zahlung eines angemessenen Vorschusses in Betracht.

Wann ist der alte Bewilligungszeitraum ausgelaufen und wann wurde der Weiterzahlungsantrag gestellt? Wie sind die Strom- und Mietschulden entstanden? Ist die Wohnung nach den Richtlinien des Jobcenters angemessen?

Sofern Ihr - wovon ich fast ausgehe - im Rahmen einer persönlichen Vorsprache nichts wesentliches erreicht, sollte Deine Freundin sich umgehend einen im SGB II versierten Rechtsanwalt suchen.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info "

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

In Ergänzung: Für den Säugling ist die Unterhaltsvorschusskasse zuständig, nicht das Job-Center. Zusätzlich ist ein Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse zu stellen (AfA).

Bleibt also die Mutter übrig. Und da haben wir einfach zu wenig Infos. Was ist da bisher aus welchen Gründen an Darlehen gelaufen? Wieso wurde das Job-Center nicht eher informiert? Welche Unterlagen sind eingereicht worden? Welche sind angemahnt worden?

Ich würde zunächst zur Unterhaltsvorschusskasse marschieren, dort den Antrag für das Kind stellen, eine Durchschrift des Antrages mit zum Job-Center nehmen. Dann zur Familienkasse, auch diese Durchschriften mit zum Jobcenter nehmen.

Das wäre so der Einstieg, damit auch realisiert wird, dass das ganze in richtige Bahnen kommt.

Fehlende Hilfe bei einer jungen Mutter? Nur, wenn sie sich nicht drum kümmert. Das Jugendamt betreut gratis, zieht die Nummer mit der Vaterschaftsanerkennung auch gratis durch, dann die Familienkasse, dann die Caritas, Diakonie, Frauen helfen Frauen, pro Familia, um mal nur einige zu nennen. Nur, man muss auch selbst etwas tun! Das ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt. Die junge Mutter hat doch alle Zeit der Welt, im Gegensatz zur Freundin, die jetzt ihre kostbare Freizeit opfert.

Also, sie sollte in die Puschen kommen. Und da die 8 Wochen Mutterschutz vorbei sind, da gibt es noch ein anderes Zauberwort: Arbeit!

wirdwerden

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#3
 Von 
angle07
Status:
Schüler
(416 Beiträge, 72x hilfreich)

Hallo ihr Lieben,

also... ich weiß leider nicht alles über sie.
Ist eher eine Freundin meines Mannes und ich kann mit meinem Helfersyndrom nicht anders.

Wegen Strom: das war eine Ratenzahlung auf die Jahresrechnung. Dort ging das Geld einen Tag! zu spät ein und bums war der Ratenplan geplatzt. Der Grundversorger konnte ihr nicht sagen warum das Geld da fällig war, weil sie von dem geplatzten Plan nichts wusste. Niemand von diesem Versorger konnte ihr das erklären.
Sie weigerte sich dann den Betrag zu zahlen, bis man ihr erkläre warum.
Somit wurde sie gesperrt. Danach erzählte sie mir erst von der Misere. Ich konnte ihr dann erklären warum und wieso, da ich selbst bei einem (anderen) Energieversorger arbeite.
Da gabs keine Rede dann mehr mit der Sperrstelle. Somit blieb gesperrt. Job Center lehnte ein Darlehen ab, da erst ein Neuantrag (6 Monate waren rum) gestellt werden musste. Dieser kam wohl zu spät, da sie genau in dem Zeitraum plötzlich ihr Baby bekam.
Die Sperrung war erst, als sie mit dem Baby aus dem Krankenhaus raus kam... somit alles zum falschen Zeitpunkt.
Ab heute wird sie wieder Strom haben. Ich hab sie zu einem anderen Versorger rum gezogen.

Zum Job Center selbst. Dieses will unbedingt die Anerkennung, vorher wollen sie nicht entscheiden.
Diese Freundin wird schon vom Jugendamt betreut, da der Kindesvater nach der Geburt direkt zum Jugendamt marschierte. Der Betreuer ist wohl auf dem Laufenden, aber macht anscheinend auch nichts :(

Der Antrag auf Kindergeld ist gestellt. Alle Unterlagen liegen bereits seit Wochen beim Job Center. Eben nur das vom Kindesvater nicht.
Verleugnen kann sie ihn leider auch nicht, da er ja beim Jugendamt war. Sie wollte eigentlich keine Vaterschaftsanerkennung von ihm, da er sich nicht kümmert und eher jetzt zum Kleinkriminellen mutiert.

Liebe grüße
Angela

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#4
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15953 Beiträge, 6262x hilfreich)

quote:
Wird auch vom Jugendamt betreut.

Wie, in welcher Form?

Bei einer jungen Mutter mit so vielen Problemen ist es ein leichtes, eine Familienhilfe zu erhalten, die alle Probleme nacheinander mit der Mutter abarbeitet. Diese Hilfe muß vom Jugendamt verfügt werden, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Allein die Tatsache, dass Mutter und Kind ohne Strom leben, reicht schon fast als Begründung aus.

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#5
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11250 Beiträge, 3448x hilfreich)

@wirdwerden:

quote:
Für den Säugling ist die Unterhaltsvorschusskasse zuständig, nicht das Job-Center.

Allerdings nur teilweise. Unterhaltsvorschuss + Kindergeld werden kaum ausreichen, um den Bedarf des Kindes inklusive KdU-Anteil zu decken. Also kommt dann doch wieder das Jobcenter ins Spiel.

quote:
Zusätzlich ist ein Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse zu stellen (AfA).

Das das längst geschehen ist, habe ich einfach mal als selbstverständlich unterstellt.

quote:
Und da die 8 Wochen Mutterschutz vorbei sind, da gibt es noch ein anderes Zauberwort: Arbeit!

Sorry, aber das finde ich anmaßend. Die Entscheidung, ob eine alleinerziehende Mutter mit einem maximal drei Monate alten Baby schon wieder arbeiten will, sollte dann schon der jungen Mutter überlassen werden. Selbst das SGB II räumt der Mutter dieses Recht uneingeschränkt ein.

@angle:

quote:
Wegen Strom: das war eine Ratenzahlung auf die Jahresrechnung

Also keine verpennten Abschlagszahlungen, was grundsätzlich schon mal gut ist.

quote:
Job Center lehnte ein Darlehen ab, da erst ein Neuantrag (6 Monate waren rum) gestellt werden musste.

Das dürfte vermutlich sogar korrekt gewesen sein, weil der Bezug laufender Leistungen Voraussetzung für die (darlehensweise) Übernahme von Schulde ist.

quote:
Ab heute wird sie wieder Strom haben. Ich hab sie zu einem anderen Versorger rum gezogen.

Meines Erachtens eine gute Entscheidung um zunächst einmal die akute Notlage zu beseitigen. Gleichwohl entbindet Sie das natürlich nicht von Ihrer Verpflichtung, den noch offenen Betrag beim bisherigen Versorger zu bezahlen. Diesem fehlt nunmehr allerdings das Druckmittel der Stromsperre, sodass dieser vermutlich viel eher bereit sein wird, sich auf eine auch geringe Ratenzahlung einzulassen.

quote:
Zum Job Center selbst. Dieses will unbedingt die Anerkennung, vorher wollen sie nicht entscheiden.

Dann muss das Jobcenter eben - notfalls per einstweiliger Anordnung - zur Entscheidung gezwungen werden. Deine Freundin sollte natürlich den Vater namentlich und mit aktuellem Aufenthalt dem Jobcenter nennen, eine Anerkennung der Vaterschaft ist für die Leistungsbewilligung nicht relevant.

Gruß,

Axel

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

@ Axel: der Unterhaltsvorschuss beträgt zur Zeit inkl. Kindergeld für ein Kleinkind maximal 317 € und ist immer vorrangig zu beantragen. Ich bin von diesem Betrag ausgegangen. Ich weiß, dass das Job-Center bei uns für Kinder erst dann anfängt zu rechnen, wenn dieser Antrag gestellt ist. Ich gehe mal davon aus, dass das auch in anderen Job-Centern der Fall ist.

Das Jugendamt bzw. die Betreuung der jungen Mutter dort hat nichts, aber gar nichts mit der Unterhaltsvorschusskasse zu tun. Diesen Antrag muss die junge Mutter zwingend zusätzlich stellen.

@ Axel: wirklich jemandem der arbeiten kann, dieses auch vorzuschlagen, das empfinde ich keinesfalls als anmaßend. Natürlich muss sie nicht arbeiten. Aber wir haben hier doch den Fall, dass jemand offensichtlich mit Geld nicht umgehen kann. Und das schon nicht konnte, als sie noch alleine war. Der jungen Frau steht das Wasser doch bis zum Hals. Verspätete Anträge, Stromschulden, Darlehen, Mietschulden. In so einer Situation kann sie es sich doch einfach nicht leisten, sich auf einen formaljuristischen Standpunkt zurück zu ziehen. Ich hab ja nicht von ganztags gesprochen.

Ich z.B. hatte bis vor einigen Jahren eine junge Mutter als Haushaltshilfe. Durfte ihr Kind mitbringen, bekam 8 € brutto von mir bezahlt, eigentlich 10 €, aber da das Kind dabei war, eben nur 8 €. 8 Stunden die Woche, in der Richtung dachte ich. Als das Arbeitsverhältnis endete, hab ich das Job-Center gefragt, ob sie denn wieder so jemand hätten. Die Antwort: "im Prinzip ja, sogar ganz viele, aber, die wollen wahrscheinlich schwarz arbeiten.....seufz." Und so war es denn auch. Interessentinnen ja, aber eben am Job-Center vorbei.

Heute putzt bei mir eine Firma. Schade.

Und wenn ich schon lese, dass da jemand keine Vaterschaftsanerkennung will. Ja, was ist denn das für eine Haltung? Wer soll auf Dauer für das Kind aufkommen? Und das Jugendamt sieht bei der Mutter offensichtlich auch Defizite. Sonst wäre es nicht tätig geworden. Wenn man sein Leben absolut nicht auf die Reihe bekommt, dann ist so ein Kind auch schnell mal in einer Pflegefamilie. Auch in diesem Spannungsverhältnis wäre ein dokumentierter Versuch, das eigene Leben inkl. Schulden zu regeln, sehr hilfreich.

wirdwerden

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-- Editiert wirdwerden am 03.01.2014 09:17

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#7
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15953 Beiträge, 6262x hilfreich)

Das stimmt nicht:

quote:
Das Jugendamt bzw. die Betreuung der jungen Mutter dort hat nichts, aber gar nichts mit der Unterhaltsvorschusskasse zu tun.

Eine Familienhilfe wird in fast allen Fällen auch eingesetzt, um den Hilfeempfänger zu unterstützen, seine finanziellen Ansprüche gegenüber den Behörden durchzusetzen. Das gilt auch für Ansprüche gegenüber der Unterhaltsvorschusskasse.

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

Hey, hier geht es doch um was anderes. Nämlich um die Betreuung von Mutter und Kind wegen Erziehungsdefiziten der Mutter. Das schließe ich daraus, dass das JA auf Veranlassung des Vaters tätig wurde und auch insoweit ein Bedarf vorhanden ist. Das hat nichts mit den anderen Angelegenheiten zu tun. Da muss die Mutter nun mal die Anträge stellen, was offensichtlich bisher nicht passiert ist. Oder aber dem JA ein Mandat erteilen, was bisher auch nicht passiert ist.

wirdwerden

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#9
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15953 Beiträge, 6262x hilfreich)

Hier geht es um nichts anderes als in den meisten Fällen, in denen junge Mütter Familienhilfe erhalten.
Die Mutter wird betreut, und fast immer ist die Klärung der finanziellen Probleme Teil des Auftrags der Betreuung. Damit sind nämlich die meisten jungen Mütter überfordert, das weiß auch das JA.
Selbst wenn keine Familienhilfe installiert wäre (die Frage ist ja noch offen), müßte das JA hier eine dahingehende Hilfe bewilligen, da der Bedarf offensichtlich ist.
Der Weg sollte hier zum Jugendamt führen. Der dann beauftragte Sozialpädagoge setzt die Ansprüche schon durch.

-- Editiert altona01 am 03.01.2014 12:08

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

Tja, aber sie müsste mal einen Antrag stellen. Das ist bisher offensichtlich nicht passiert. Denn das Kind wird nur auf Veranlassung des Vaters betreut.

wirdwerden

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#11
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15953 Beiträge, 6262x hilfreich)

Es gibt keine Hilfe, die von Dritten "veranlasst" werden kann, wenn der Hilfeempfänger selber keine Hilfe will. Somit dürfte hier schonmal irgendein Antrag der Mutter vorliegen. Ansonsten bleibt es dabei: der hilfreichste Weg führt hier über das Jugendamt.

-- Editiert altona01 am 03.01.2014 13:35

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#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

Nee, es liegt kein Antrag der Mutter vor, das Jugendamt wurde vom Vater eingeschaltet. Das ist doch das Problem. Die betreuen nur das Kind, schauen auf die Erziehungsfähigkeit der Mutter im Rahmen ihrer Garantenstellung. Für alles andere muss die Mutter das JA bevollmächtigen. Das ist offensichtlich nicht geschehen.

wirdwerden

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#13
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15953 Beiträge, 6262x hilfreich)

Langsam geht deine Fantasie mit dir durch. :party:
Es gibt keine Familienhilfe, die sich auf ein bei seiner Mutter lebendes Baby bezieht und nicht von der Mutter beantragt wird.
Stellt sie nämlich keinen Antrag und lässt sich nicht betreuen, wird ihr ggfs. das Kind weggenommen.

Desweiteren wird das JA von den Hilfeempfängern nicht für irgendwas bevollmächtigt, sondern es wird eine sogenannte Familienhilfe nach §31 SGBVIII beantragt:

§ 31 Sozialpädagogische Familienhilfe
Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.

Und was nun Inhalt dieser Hilfe ist, das wird im Hilfeplan gemeinsam festgelegt.



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#14
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23637 Beiträge, 9014x hilfreich)

Sie hat doch gar nichts beantragt. Das ist doch das Problem. Der Kindsvater hat sich Rat eingeholt und auf Defizite hingewiesen.

wirdwerden

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